Risikolebensversicherung


    Weshalb ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

    Risikolebensversicherung - Pärchen liest Die Risikolebensversicherung dient allein dem Zweck, den Hinterbliebenen eine finanzielle Hilfe im Trauerfall
    zu bieten – und genau hierin liegt auch ihre große Bedeutung. Der Tod eines nahen Angehörigen ist
    ein traumatisierendes Ereignis für alle Betroffenen.

    Neben dem emotionalen Leid bringt er immer auch vielerlei organisatorische Herausforderungen und Probleme mit sich. Und nicht selten kommen
    auch noch erhebliche finanzielle Belastungen hinzu:

    • die Bestattungskosten, die leicht mehrere Tausend Euro beanspruchen können
    • eventuelle noch ausstehende Schulden des Verstorbenen
    • der Wegfall eines Einkommens in der Familie

    Abgesehen davon müssen im Regelfall die normalen Zahlungen, zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder oder die Tilgung eines Kredits, ungeachtet des Todesfalles weiterlaufen.

    Eine Risikolebensversicherung schafft hier Abhilfe. Sie kann natürlich den menschlichen Verlust in keiner Weise mildern, aber sie kann den Hinterbliebenen zumindest helfen, die enormen finanziellen Mehrbelastungen zu bewältigen. Mithilfe der ausgezahlten Versicherungssumme kann beispielsweise

    • die Bestattung bezahlt,
    • der Kredit für das Haus abbezahlt oder
    • die weitere Ausbildung der Kinder finanziert

    werden. Wenn sie hinsichtlich der Dauer und der Höhe entsprechend klug kalkuliert worden ist (hierfür empfiehlt sich durchaus die Inanspruchnahme der Unterstützung professioneller Berater), dann kann die Risikolebensversicherung dafür sorgen, dass die Hinterbliebenen des Versicherten den Todesfall zumindest in finanzieller Hinsicht unbeschadet überstehen.

    Allgemein betrachtet dürfte jedoch der größte Vorteil der Risikolebensversicherung immer noch bei der Tatsache liegen, dass der Versicherte die Gewissheit hat, dass seine Hinterbliebenen im Falle seines Todes finanziell versorgt sind und zumindest diese Sorge nicht haben.


    Welche Leistungen sind in einer Risikolebensversicherung versichert?

    Die Risikolebensversicherung zählt zu den Individualversicherungen. Sie versichert eine natürliche Person für den Fall, dass sie während der beim Vertragsabschluss genau festgelegten Versicherungsdauer verstirbt. Deswegen werden die Leistungen der Risikolebensversicherung auch nie an den Versicherten selbst ausgezahlt, sondern immer an seine Hinterbliebenen bzw. eine von ihm vorher bestimmte begünstigte Person. Die Versicherungssumme wird dabei ebenfalls vorher genau festgelegt und dient unter anderem zur Berechnung der Beitragshöhe.

    Die Risikolebensversicherung hat ihren Namen daher, dass beide Parteien – Versicherungsunternehmen und Versicherter – jeweils ein Risiko eingehen:

    1. Risiko des Versicherungsunternehmens bei einer Risikolebensversicherung

    Bei der Risikolebensversicherung sagt das Versicherungsunternehmen dem Versicherten bzw. seinen Hinterbliebenen die Auszahlung einer festen Summe zu, falls der Versicherte vor Ablauf der vereinbarten Zeitspanne verstirbt. Diese Summe muss auch dann gezahlt werden, wenn der Todesfall kurz nach dem Versicherungsbeginn eintritt. In diesem Fall zahlt das Versicherungsunternehmen also einen Geldbetrag aus, der nicht durch vorher eingegangene Beitragszahlungen gedeckt ist.

    2. Risiko des Versicherten bei einer Risikolebensversicherung

    Das Risiko des Versicherten selbst besteht bei der Risikolebensversicherung darin, dass er die vereinbarte Versicherungssumme nicht erhält, wenn er das Ende der Versicherungsdauer überlebt. Auch die eingezahlten Beiträge werden nicht zurückerstattet. In diesem Punkt gleicht also die Risikolebensversicherung anderen gängigen Versicherungsprodukten wie zum Beispiel der Haftpflicht- oder Rechtschutzversicherung: Wenn der Schadensfall nicht eintritt, verbleibt das Geld beim Versicherungsunternehmen. Auf diese Art und Weise können die Versicherungsleistungen für all diejenigen ausgezahlt werden, die vor dem Eintritt des Versicherungsfalles nicht genug eingezahlt haben.

    Die Risikolebensversicherung in ihrer Reinform ist deswegen kein geeignetes Verfahren zum Ansparen von Vermögen.


    Was ist vor Abschluss einer Risikolebensversicherung zu beachten?

    Der wichtigste Punkt, der vor Abschluss einer Risikolebensversicherung berücksichtigt werden sollte, ist die Gesundheitsprüfung. Sie wird von den meisten Anbietern verlangt. Dabei variiert die Vorgehensweise bei den verschiedenen Versicherern: Bei den meisten reicht ein Fragebogen, andere wiederum fordern eine ärztliche Untersuchung. Das Ergebnis der Gesundheitsprüfung kann unter Umständen einen direkten Einfluss auf die Beitragshöhe haben oder sogar zum Ausschluss aus der Risikolebensversicherung führen. Neben gesundheitlichen Faktoren werden auch Fragen zum allgemeinen Lebensstil gestellt. Dabei müssen besonders risikoreiche berufliche Tätigkeiten und Hobbys unbedingt angegeben werden. Gesundheitliche Faktoren, die eventuell einen höheren Beitrag oder gar Ausschluss aus der Risikolebensversicherung bewirken können, sind unter anderem:

    • Nikotinsucht
    • Alkoholsucht
    • chronische Krankheiten (z.B. Asthma)
    • bestehende schwere („tödliche“) Krankheiten (z.B. Krebs)
    • eine labile psychische Verfassung

    Zu den in Beruf oder Freizeit besonders hohen Risiken ausgesetzten Personen, für die der Abschluss einer Risikolebensversicherung ebenfalls erschwert sein könnte, zählen zum Beispiel:

    • Feuerwehrleute
    • Hochspannungselektriker
    • Sprengmeister
    • Berufssoldaten
    • Tiefseetaucher
    • Fallschirmspringer

    Risikolebensversicherung - Älteres Pärchen wird beraten Die Bewertung der unterschiedlichen Risiken kann jedoch von Versicherer zu Versicherer variieren. So bieten manche Unternehmen für Raucher gar keine Risikolebensversicherung an, während andere es bei einer Erhöhung der Prämie belassen. Deswegen ist
    es durchaus sinnvoll, sich mehrere Angebote
    machen zu lassen, wenn ein erhöhtes gesundheitliches oder sonstiges Risiko vermutet wird. Es empfiehlt sich, hierfür die Unterstützung professioneller Berater hinzuziehen, die das jeweils beste Angebot mithilfe eines direkten Vergleichs ermitteln können.


    Wann leistet eine Risikolebensversicherung?

    Die Risikolebensversicherung funktioniert so ähnlich wie andere Versicherungen, die auch jeweils bestimmte Ereignisse absichern, also zum Beispiel die Rechtschutz-, Diebstahl- oder Unfallversicherung. Konkret für die Risikolebensversicherung bedeutet das:
    Es wird die Versicherungsdauer bestimmt.

    1. Es wird die gewünschte Versicherungssumme festgelegt.
    2. Anhand dieser Faktoren erfolgt die Berechnung der Beitragshöhe.
    3. Der Versicherungsnehmer zahlt die vereinbarten Beiträge für die vereinbarte Zeitdauer.
    4. Verstirbt er vor Ende der Versicherungsdauer, dann wird die Versicherungssumme an seine Hinterbliebenen oder eine sonstige begünstigte Person ausgezahlt.
    5. Überlebt er das Ende der Versicherungszeit, verbleibt das Geld beim Versicherungsunternehmen.

    Im Grunde genommen ähnelt das Vorgehen bei einer Risikolebensversicherung also dem Abschluss einer Wette. Tatsächlich scheint es in früheren Zeiten in England durchaus üblich gewesen zu sein, dass zwei Personen Wetten auf die Lebensdauer einer dritten abschlossen. Diese musste dem Ganzen nicht einmal zustimmen. Irgendwann wurden diese etwas makabren Wetten verboten, aber auch heutzutage ist es möglich, eine Risikolebensversicherung auf das Leben eines Dritten abzuschließen. Allerdings bedarf es hierfür unbedingt der Zustimmung des Betroffenen. Bei Eheleuten kommt es nicht selten vor, dass sie jeweils eine Risikolebensversicherung auf das Leben des Partners abschließen, sodass der Überlebende selbst der Versicherungsnehmer ist. Auf diese Weise lässt sich die Erbschaftsteuer umgehen.

    Gewissermaßen eine Sonderform der Risikolebensversicherung ist die sogenannte Restschuldversicherung. Dabei handelt es sich um eine zweckgebundene Absicherung zur Abzahlung von Bankdarlehen für den Fall, dass der Kreditnehmer vor der vollständigen Abzahlung bzw. dem Ende der Kreditlaufzeit verstirbt. Der Begünstigte ist dabei der Kreditgeber, also zum Beispiel die Bank.


    Wann leistet eine Risikolebensversicherung nicht?

    Wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben, handelt es sich bei einer Risikolebensversicherung immer um eine Art Wette. Das heißt, dass die Risikolebensversicherung grundsätzlich immer
    dann nicht leistet, wenn der Schadensfall, also der Tod des Versicherten nicht eintritt. Aber auch wenn der Schadensfall eintritt, der Versicherte also stirbt, kann es vorkommen, dass die Versicherung nicht zahlt. Dafür müssen jedoch triftige Gründe vorliegen. Vor allem in den folgenden Fällen verweigern Versicherungen im Schadensfall häufig die Leistungen:

    • Selbsttötungen
    • Tod infolge von Erkrankungen, die bei der Gesundheitsprüfung verschwiegen wurden
    • Tod infolge eines Risikos, das beim Versicherungsabschluss verschwiegen wurde

    Insbesondere die letzten beiden Punkte sind besonders wichtig. Jeder Versicherungsnehmer sollte daher beim Abschluss einer Risikolebensversicherung Fragen zum Gesundheitszustand und Vorerkrankungen sowie risikoreichen Berufen oder Hobbys in jedem Fall wahrheitsgemäß beantworten. Aus dem gleichen Grund sollten Versicherungsnehmer prüfen, ob sie dem Anbieter auch nach Vertragsabschluss mitteilen müssen, wenn neue Risiken entstehen. Etwa weil sie beginnen eine Extremsportarten ausüben oder weil sie zum Raucher werden. Einige Anbieter verlangen dies.

    Risikolebensversicherungen leisten außerdem immer dann nicht, wenn der Schadensfall auf ein Risiko zurückgeht, das im Versicherungsvertrag explizit ausgeschlossen wurde. Das können zum Beispiel bestimmte beruflich bedingte Risiken oder auch chronische Erkrankungen sein. Ob ein solcher Ausschluss vorliegt, wird beim Vertragsabschluss schriftlich festgehalten.

    Ansonsten gilt wie bei allen anderen Versicherungen auch, dass eine Risikolebensversicherung Leistungen verweigern kann, wenn Vertragsbedingungen nicht eingehalten wurden. Das betrifft zum Beispiel auch die Beitragszahlungen.


    Können Zusatzbausteine versichert werden?

    Ja, es ist möglich, zusätzliche Leistungen an eine Risikolebensversicherung zu koppeln. Dies betrifft in der Hauptsache die Absicherung gegen:

    • Unfälle und
    • Berufsunfähigkeit.

    Risikolebensversicherung - Rentner mit Krücken

    Risikolebensversicherung mit Unfallzusatzversicherung

    Wenn die Risikolebensversicherung eine Unfallversicherung mit einschließt, dann erhalten die Hinterbliebenen höhere (oft doppelte) Leistungen, wenn der Tod durch einen Unfall verursacht wird: Denn neben der regulären Versicherungssumme wird ein zweiter Betrag als zusätzliche Leistung aus der Unfallversicherung ausgezahlt. Diese Kombination ist vor allem sinnvoll, wenn die versicherte Person in einem Beruf arbeitet, bei dem häufig Unfälle auftreten (Bauberufe, Kraftfahrer oder Ähnliches).


    Risikolebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsversicherung

    Der Sinn einer Kombination aus Risikolebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung besteht hauptsächlich darin, die Risikolebensversicherung auch dann aufrechterhalten zu können, wenn das regelmäßige Einkommen aufgrund einer Berufsunfähigkeit wegfallen sollte. Hierbei sind zwei Varianten möglich und gängig:

    1. die Vereinbarung einer Beitragsbefreiung im Falle der Berufsunfähigkeit
      (das heißt, der Versicherungsschutz bleibt ohne weitere Beitragszahlungen erhalten)
    2. die Vereinbarung einer zusätzlichen monatlichen Rente, aus der dann unter anderem die Beiträge zur Risikolebensversicherung gezahlt werden können

    In der Regel ist die Kombination aus zwei oder drei Versicherungen deutlich günstiger als der Einzelabschluss.

    Wann beginnt der Versicherungsschutz?

    Für den konkreten Beginn der Risikolebensversicherung sind zwei Dinge von Bedeutung:

    1. Vertraglich vereinbarter Versicherungsbeginn
    2. Zahlung des Erstbeitrages

    Für den Beginn der Risikolebensversicherung ist der Zeitpunkt für den Versicherungsbeginn entscheidend, der im Versicherungsvertrag festgehalten ist. Dieser Zeitpunkt ist in der Regel nicht identisch mit dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Üblich ist ein Versicherungsbeginn zum Ersten oder 15. des Folgemonats nach Vertragsschluss. Häufig kann aber auch jeder andere zukünftige Termin als Zeitpunkt für den Versicherungsbeginn vereinbart werden.

    Eine entscheidende Bedingung dafür, dass der Versicherungsschutz auch wirklich zu dem vereinbarten Zeitpunkt in Kraft tritt, ist die fristgerechte Zahlung des Erstbeitrages. Dieser wird häufig auch als Einlösungsbeitrag bezeichnet. Wird der Erstbeitrag nicht gezahlt, behalten sich viele Versicherungen einen Rücktritt vom Versicherungsvertrag vor. In einigen Fällen können Risikolebensversicherungen sogar die Leistungen im Schadensfall verweigern, wenn der Erstbeitrag noch nicht gezahlt wurde. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, beim Abschluss einer Risikolebensversicherung nicht nur den Versicherungsbeginn genau zu beachten, sondern auch den Erstbeitrag rechtzeitig zu zahlen.

    Risikolebensversicherung - Renterin mit einem Sparschwein

    Welche Versicherungssummen sind sinnvoll?

    Die Höhe der „idealen“ Summe bei einer Risikolebensversicherung hängt immer von der jeweiligen Lebenssituation bzw. dem konkreten Zweck der Versicherung – sofern es einen solchen gibt – ab. Ähnliches gilt auch für die Laufzeit, und beide Faktoren zusammen bestimmen schließlich die Höhe der Beiträge.

    Die Versicherungsunternehmen geben für die allgemeine Absicherung der Hinterbliebenen oft die folgenden Richtwerte zur Orientierung:

    • bei jungen Familien und Alleinerziehenden: das Fünffache des Jahresbruttoeinkommens
    • bei kinderlosen Paaren: das Drei- bis Vierfache des Jahresbruttoeinkommens

    zuzüglich eventueller Restschulden.

    Allerdings lohnt es sich trotz dieser sicherlich sinnvollen Empfehlungen, die eigene Situation genau zu analysieren: Was wird im Notfall tatsächlich gebraucht? Wenn die Risikolebensversicherung mit einem ganz bestimmten Ziel abgeschlossen wurde, dann sollte der Wert des „versicherten Objektes“ ausschlaggebend für die Bestimmung der Versicherungssumme sein. Das kann die Höhe eines Bankkredits oder der Wert der noch abzuzahlenden Immobilie sein, aber auch die ungefähren Ausbildungskosten für die Kinder. Wer sich bei der Berechnung der genauen Höhe der Versicherungssumme nicht sicher ist, sollte im Zweifelsfall lieber Hilfe in Anspruch nehmen. Für eine unabhängige Beratung gibt es viele verschiedene Anlaufstellen.


    Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

    Die Höhe des monatlichen Beitrags zur Risikolebensversicherung leitet sich zunächst einmal aus der Höhe der gewünschten Versicherungssumme sowie der Dauer der vereinbarten Laufzeit ab. Darüber hinaus haben auch die folgenden Faktoren Einfluss auf die Beitragshöhe:

    • Alter
    • Geschlecht
    • Gesundheitszustand
    • Lebenswandel (im Hinblick auf Alkohol- und Zigarettenkonsum)
    • Beruf
    • risikoreiche Hobbys wie Tauchen oder Fallschirmspringen

    Einen besonders starken Einfluss auf die Beitragshöhe zur Risikolebensversicherung hat die Tatsache, ob der Versicherungsnehmer Raucher oder Nichtraucher ist. Raucher zahlen in der Regel deutlich höhere Beiträge bei gleichen Leistungen. In den meisten Fällen wird das Rauchen dabei sehr weit gefasst und mit Nikotinkonsum gleichgesetzt. Aus diesem Grund werden häufig auch Pfeifen- und Zigarrenraucher sowie Konsumenten von Kau- oder Schnupftabak als Raucher eingestuft. Ähnlich wie mit dem Rauchen verhält es sich auch mit dem Gesundheitszustand. Je nach Versicherung müssen Versicherungsnehmer etwa auch mit erhöhten Beiträgen rechnen, wenn sie übergewichtig sind oder an schweren Erkrankungen leiden.

    Wer sich dafür entscheidet, in seine Risikolebensversicherung zusätzlichen Versicherungsschutz in Form einer Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung einzuschließen, muss ebenfalls mit höheren Beiträgen rechnen.

    Die Beitragshöhe ist bei einer Risikolebensversicherung also individuell sehr verschieden und kann nur im direkten Gespräch mit dem jeweiligen Versicherungsunternehmen für den konkreten Einzelfall ermittelt werden.


    Welche Vorteile bringt ein Vergleich der Risikolebensversicherung?

    Ein Vergleich verschiedener Angebote für eine Risikolebensversicherung bringt viele Vorteile. Das liegt vor allem daran, dass die Hauptleistung bei allen Angeboten identisch ist. Unterschiede bestehen bei den verschiedenen Angeboten letztlich vor allem bei den Versicherungsbeiträgen. Sie fallen bei gleichen Leistungen je nach Anbieter sehr unterschiedlich aus. Das bedeutet, dass sich mit einem gezielten Vergleich unterschiedlicher Angebote vor allem Geld sparen lässt.

    Ein weiterer Vorteil eines Vergleichs von Risikolebensversicherungen besteht allerdings auch darin, dass sich das Angebot mit den besten Konditionen ermitteln lässt. Der Versicherungsnehmer kann also das Angebot ermitteln, bei dem er die besten Leistungen für den gleichen monatlichen Beitrag erhält. Das können zum Beispiel sein:

    • Möglichkeiten zur nachträglichen Anpassung der Versicherungssumme
    • Umwandlungsmöglichkeiten der Versicherung zu einem bestimmten Zeitpunkt
    • Optionen für eine vorgezogene Auszahlung im Falle einer schweren tödlichen Krankheit

    Das Angebot für solche Optionen ist vielfältig und unterscheidet sich stark von Anbieter zu Anbieter. Ein Vergleich verschiedener Anbieter lohnt sich daher umso mehr. Besonders einfach und effektiv ist ein Vergleich verschiedener Angebote mit einem Online-Rechner. Er ermöglicht einen direkten Vergleich verschiedener Angebote mit gleichen Leistungen für eine Risikolebensversicherung.


    Kann eine flexible Anpassung des Versicherungsschutzes sowie des Beitrags vorgenommen werden?

    Risikolebensversicherung - Zufriedener Mann Da es sich bei der Risikolebensversicherung um
    eine langfristige Versicherung handelt, deren Laufzeit
    sich über viele Jahre erstreckt, kann es durchaus vorkommen, dass im Laufe der Versicherungsdauer
    eine Beitragsanpassung notwendig wird.

    Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn sich die Lebensumstände bzw. die beeinflussenden Faktoren maßgeblich ändern. Es kann zum Beispiel sein,
    dass der Versicherte:

    • beginnt zu rauchen
    • einen neuen, risikoreicheren Beruf ergreift
    • ein neues, gefährliches Hobby aufnimmt

    Dann empfiehlt es sich, das Gespräch mit der Versicherung zu suchen und gegebenenfalls eine Erhöhung der Beiträge in Kauf zu nehmen. Denn wenn der Versicherungsfall durch ein Ereignis hervorgerufen wird, das nicht mit einkalkuliert ist, kann dies unter Umständen zu Schwierigkeiten bei der Leistungsauszahlung führen.

    Ebenso ist es möglich und sinnvoll, die Beiträge zu erhöhen, wenn während der Versicherungszeit:

    • eine neue Immobilie erworben wird
    • ein (weiteres) Kind geboren wird
    • ein Kind eine (vorher nicht eingeplante) Ausbildung beginnt

    Eine Senkung der Beiträge (und damit aber immer auch der Versicherungssumme!) ist zum Beispiel denkbar, wenn die Kinder während der Laufzeit die Ausbildung abschließen und selbst erwerbstätig werden, oder wenn ein Kredit aufgrund einer Erbschaft früher abbezahlt werden kann.


    Können die Beiträge zur Risikolebensversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Die Beitragszahlungen an die Risikolebensversicherung erfolgen aus dem bereits versteuerten Nettoeinkommen. Deswegen können sie im Rahmen des § 10 EStG bei der Einkommensteuer als Sonderausgaben, genauer gesagt als „sonstige Vorsorgeaufwendungen“, abgesetzt werden.

    Allerdings gilt hierbei ein Höchstbetrag von 1.900 bzw. 2.800 Euro pro Person und Jahr (je nachdem, ob der Betreffende die Sozialversicherungsbeiträge komplett selbst bezahlen muss oder nicht). Dieser Betrag ist bei den allermeisten Versicherungsnehmern schon durch die Anrechnung der Sozialversicherungsbeiträge ausgeschöpft. Deswegen ist die Möglichkeit der steuerlichen Absetzung der Beiträge für die Risikolebensversicherung in der Praxis kaum von Bedeutung.

    Anders verhält es sich mit den Leistungen einer Risikolebensversicherung. Im Normalfall ist der Versicherungsnehmer nämlich gleichzeitig die versicherte Person, deren Tod abgesichert werden soll. Wenn der Versicherungsfall eintritt, wird die Summe also rein technisch betrachtet an den Verstorbenen ausgezahlt und ist somit Teil des Nachlasses. Sie kommt dann zwar den Hinterbliebenen bzw. der begünstigten Person zugute, wird aber steuerlich wie eine Erbschaft behandelt.

    Somit fallen also in diesem Falle Erbschaftsteuern für die Leistungen aus der Risikolebensversicherung an. Allerdings gelten hierbei gerade bei verheirateten Paaren recht hohe Freibeträge: Bis zu 500.000 Euro sind aktuell (2013) nach § 16 ErbStG für Ehegatten steuerfrei, für die leiblichen Kinder, Adoptivkinder und Stiefkinder des Verstorbenen sind es immerhin noch 400.000 Euro. Bei unverheirateten Paaren liegt der Freibetrag mit 20.000 Euro schon deutlich niedriger.

    Wird der Freibetrag überschritten, so werden die Leistungen aus der Risikolebensversicherung nach dem „Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz“ (ErbStG) versteuert. Dabei gelten je nach dem Grad der Verwandtschaft bzw. dem sonstigen Bezug zum Verstorbenen die Steuerklassen I bis III, näher definiert in § 15 ErbStG.


    Was ist bei einer Kündigung der Risikolebensversicherung zu beachten?

    Risikolebensversicherung - Lächelnde Beraterin Grundsätzlich gilt für eine Kündigung der Risikolebensversicherung: Es ist möglich aber
    nicht empfehlenswert, eine Risikolebensversicherung
    zu kündigen! Bei einer vorzeitigen Kündigung der Risikolebensversicherung verlischt der Versicherungsschutz, und die vereinbarte Versicherungssumme wird einbehalten (da ja der Versicherungsfall nicht eingetreten ist). Die Beiträge werden ebenfalls nicht komplett zurückerstattet.

    Vielmehr wird der sogenannte Rückkaufwert der Risikolebensversicherung ermittelt und dann ausgezahlt.

    Dieser ist aber auf jeden Fall niedriger als die Summe der eingezahlten Beiträge, weil das Versicherungsunternehmen Stornierungskosten geltend macht: zum Einen für den Verwaltungsaufwand und zum Anderen für den Ausfall der fest eingeplanten und nun fehlenden Beiträge.

    Vor allem während der ersten Jahre ist der finanzielle Verlust bei einer Kündigung der Risikolebensversicherung recht hoch. Dann liegt der Rückkaufwert oftmals sehr weit unter dem Wert der bereits eingezahlten Beiträge. Daher sollte dieser Schritt sehr wohl überlegt sein und nur dann erfolgen, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit zum Ausgleich des finanziellen Engpasses gibt.


    Was ist bei einem Wechsel der Risikolebensversicherung zu beachten?

    Ein Wechsel der Risikolebensversicherung ist nur in Form einer Kündigung einer bestehenden und dem Abschluss einer neuen Versicherung möglich. Es gelten daher erst einmal alle Punkte, die auch bei einer Kündigung zu berücksichtigen sind.

    Beim Abschluss der neuen Risikolebensversicherung fallen dann – ebenso wie bei allen anderen Individualversicherung auch – Abschlusskosten für die Verwaltung, den Vertrieb und die Maklerprovisionen an. Diese Kosten sind vom Versicherten zu zahlen. Sie liegen einheitlich bei vier Prozent der erwarteten Beitragssumme und müssen vom Versicherungsunternehmen über die ersten fünf Jahre gleichmäßig mit den Beiträgen verrechnet werden. Die Höhe der Beiträge zur Risikolebensversicherung bleibt also konstant.

    Diese allmähliche Verrechnung der Abschlusskosten ist auch einer der Gründe dafür, dass der Rückkaufwert einer Risikolebensversicherung vor allem während der ersten Jahre sehr niedrig ist.

    Zusätzlich muss beim Neuabschluss einer Risikolebensversicherung immer auch berücksichtigt werden, dass für den neuen Vertrag neue Umstände gelten. Das betrifft insbesondere das Alter des Versicherungsnehmers und häufig auch die Vertragslaufzeit. Daraus ergeben sich nicht selten auch höhere Beiträge für eine neue Risikolebensversicherung.

    Mit dem Wechsel einer Risikolebensversicherung sind häufig also finanzielle Nachteile verbunden. Daher sollte ein Wechsel der Risikolebensversicherung nur vorgenommen werden, wenn triftige Gründe dafür sprechen. Geringfügige Beitragsersparnisse sind die Verluste in der Regel nicht wert.