Betriebsinhaltsversicherung


    Warum ist eine Betriebsinhaltsversicherung sinnvoll?

    Betriebsinhaltsversicherung - Freundliche Geschäftsfrau Die Betriebsinhaltsversicherung ist die wesentliche Versicherungsform, um das Betriebseigentum,
    genauer die technischen und kaufmännischen Einrichtungsgegenstände, gegen Schäden
    und Verluste abzusichern. In Ergänzung für Betriebshaftpflichtversicherung – die Schäden
    Dritten gegenüber ausgleicht, die das
    Unternehmen zu verantworten hat – sichert die Betriebsinhaltsversicherung die Kompensation
    von Schäden an betriebseigenen Sachen und Vermögenswerten.

    In der Betriebsinhaltsversicherung werden alle wichtigen Arten von Schäden versichert. Elementarschäden, Schäden nach kriminellen Akten bis hin zu bedingten Vermögensschäden nach vollständigen oder teilweisen Betriebsschließungen können von ihr erfasst werden. Das versicherte Unternehmen stellt mit der Inventarversicherung einen der tragenden Pfeiler für das Risikomanagement auf. Zugehörig sind im Gesamtumfang in der Regel

    • Betriebshaftpflichtversicherungen
    • bestimmte angepasste Ausfalls- oder Produkthaftpflichtversicherungen
    • spezielle Betriebsschließungsversicherungen
    • ggf. weitere Versicherungsformen, wie die Umweltschadenhaftpflichtversicherung etc., je nach Art des Betriebs.

    In der Betriebsinhaltsversicherung / Inventarversicherung sind nicht nur Einrichtungsgegenstände im Schadenrisiko erfasst. Daneben zählt auch Kommissionsware, und Ware, die bereits zur Auslieferung bestimmt ist (Verkauf an den Abnehmer ist erfolgt) und nicht mehr zum Betriebseigentum gehört zu den von den Versicherungsleistungen erfassten Sachen. Auch Leasinggegenstände oder Mietgegenstände in den Geschäftsräumen, etc., müssen im Schadenfall voll ersetzt werden. Ihrer Eigenschaft nach kann die Betriebsinhaltsversicherung für all diejenigen Schadenfälle optimiert werden, die das Betriebsvermögen im Kern gefährden.

    Die Schadenursache muss dabei nicht im versicherten Unternehmen selbst liegen. Nebengebäude oder Wohnbereiche in Angrenzung an den versicherten Geschäftsbereich können Ort der Schadenursache sein. Zum Beispiel ein Brandfall in der über dem Geschäft gelegenen Wohnung, dessen Löschwassereinsatz zu Schäden an Einrichtung und Inventar führt. Ggf. sind eingelagerte Kundensachen betroffen (evtl. zur Reparatur angenommene Sachen), die ebenfalls ersetzt werden müssen. Für diese Nebenschäden kommt oft keine gegnerische Versicherung auf, sodass der Schaden beim Unternehmen selbst, und das in voller Höhe, liegt. Die Betriebsinhaltsversicherung tritt hier ein und ersetzt eigene Schäden bis zur Deckungssumme sowie Schäden an fremden Sachen, die der Betriebsbestimmung gemäß übernommen worden waren.

    Grundlegend schließt die Betriebsinhaltsversicherung damit eine Deckungslücke, die zwischen Betriebshaftpflicht und ggf. Produkthaftpflichtversicherungen (je nach Art des versicherten Unternehmens) liegt. Die Betriebsinhaltsversicherung wird vor diesem Hintergrund oft mit der Hausratversicherung im privaten Sachversicherungsbereich betroffen. Ihre Leistungen gehen jedoch wesentlich tiefer und sind wesentlich differenzierter anpassbar auf das unternehmerische Umfeld des versicherten Unternehmens.


    Welche Gefahren, Kosten und Schäden sind in einer Betriebsinhaltsversicherung versichert?

    Die Inventarversicherung erfasst als gewerbliche Sachversicherung Gefahren, die der Einrichtung, den eingeschlossenen Sachen und betriebswichtigen Gegenständen aus verschiedenen Quellen drohen. Dabei sind Beschädigungen und Totalverluste erfasst. Bis zu Höhe der Deckungssumme leistet die Betriebsinhaltsversicherung finanziellen Schadenausgleich nach Schadenfällen. Sie trägt wesentlich zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebs bei, der besonders durch unvorhergesehene Schadenfälle beeinträchtigt werden kann.

    Die Betriebsinhaltsversicherung tritt ein bei:

    • grundsätzlichen Elementarschäden. Dazu zählen Überschwemmungen, Schäden durch Schneedruck, Überschwemmungen oder Erdrutsche.
    • Schäden durch Unwetter. Darein werden u.a. Hagel, Schnee und Regen gerechnet. Hier werden nicht nur direkte Schäden ersetzt, sondern darüber hinaus gehend Folgeschäden, z.B. wenn Unwetter ursprünglich das Gebäude beschädigt haben, in der Folge jedoch auch Schäden am Inventar auftraten.
    • Schäden durch Feuer. Die auslösende Ursache spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Es werden u.a. Kurzschlüsse, Blitzschläge oder Abstürze von Flugkörpern oder Flugköperteilen erfasst.
    • Schäden durch Leitungswasser. Weitergehend als Unwetter- und Elementarschäden werden darin Schäden an der Einrichtung durch Wasserrohrbrüche, Ventildefekte oder sonstiger Wasseraustritt versichert.
    • Verluste und Beschädigungen nach Diebstahl vom Betriebsgelände, Einbruchdiebstahl und Raub. Dieser Leistungspunkt umfasst alle Entwendungen von versicherten Sachen, Schäden infolge der Entwendung und vorsätzliche rechtswidrige Aneignungen.

    Darüber hinaus sind Folgekosten erfasst, die nach versicherten Schäden nicht zum eigentlichen Schadenvolumen gezählt werden können.
    Betriebsinhaltsversicherung - Geldscheine in der Hand

    Besonders wichtig sind darin:

    • die Übernahmen von Entsorgungs- und Beräumungskosten. Vor allem nach Schäden an Maschinen, die einen Austritt von Betriebsstoffen, wie Öl, sonstige Schmierstoffe und weitere gefährliche Substanzen verursachen können, haftet das betroffene Unternehmen für die Beräumung der Schadenstelle. Hier entstehen nicht selten hohe Kosten, besonders wenn Erdreich entfernt und dekontaminiert werden muss oder Neuaufschüttungen nötig werden.

    Hinweis: Das Bestehen einer Umweltschadenhaftpflichtversicherung kann hier Doppelversicherungen beeinhalten. Eine entsprechende Prüfung ist empfehlenswert. Die Übernahme von Wiederherstellungskosten verlorener Datensätze. Über den Ersatz beschädigter Einrichtungsgegenstände und Sachen hinaus kann die Betriebsinhaltsversicherung für Wiederbeschaffung von Akten und Datensätzen aufkommen. Diese Versicherungsbestandteil geht insofern über die Versicherung von Sachen hinaus, als das der Wert der Wiederbeschaffung von Daten im Einzelnen oft nur schwer deklariert werden kann. Hier besteht ein wesentliches Kostenrisiko im Schadenfall, das die Betriebsinhaltsversicherung erfassen kann.

    • Ersatz von Wertsachen und Bargeldbeständen. In die Betriebsinhaltsversicherung kann ebenfalls der Verlust von Wertsachen und Bargeldbeständen eingeschlossen werden. Je nach Betriebsform kann damit der Versicherungswert für das Risikomanagement des Unternehmens wesentlich erhöht werden. Der Sicherungsvorbehalt für entsprechende Gegenstände liegt jedoch weiter beim Unternehmen selbst.

    Was ist bei Abschluss einer Inventarversicherung zu beachten?

    Die Inventarversicherung kann sehr genau auf die Bedürfnisse des versicherten Unternehmens angepasst werden. Dabei ist die Größe des Unternehmens nicht wesentlich. Der Versicherungsumfang ergibt sich neben den versicherten Schäden aus der festgelegten Deckungssumme. Sie wird an den versicherten Sachen und Risiken orientiert.

    Betriebsinhaltsversicherung für Unternehmen
    Unternehmen können mit dem gezielten Einschluss ihres Betriebsinhalts einen optimalen Schutz der wirtschaftlichen Substanz bewirken. In die Betriebsinhaltsversicherung werden Anlagen und Maschinen, Werkzeuge und Arbeitsgegenstände sowie Inventar und Arbeitsplatzzübhör versichert. Die Versicherungssumme für diesen Teil wird nach den konkreten Werten bemessen. Zu beachten ist dabei auch die Bewertung geleaster oder gemieteter Einrichtungs- und Produktionsgegenstände, die im Schadenfall voll ersetzt werden müssen.

    Betriebsinhaltsversicherung nach Art des Wirtschaftsfeldes auswählen
    Je nach Art des Betriebes werden verschiedene Leistungen und Gefahrenabsicherungen für die Aufstellung der Betriebsinhaltsversicherung nötig. So können Büro-Betriebe (z.B. Kanzleien, etc.), medizinische Praxen oder Servicebetriebe sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben. Herrscht viel Kundenverkehr und werden Bargeschäfte abgewickelt, sollten diese Risikofaktoren entsprechend berücksichtigt werden. Die Betriebsinhaltsversicherung sollte möglichst optimale Deckung bei eventuellen Schadenfällen bieten. Das beinhaltet auch mittelbare Wertsicherungen, wie sie bei Folgeschäden oder Diebstahldelikten auftreten.

    Sondereinschlüsse und Erweiterungen der Inventarversicherung
    Besteht die Einrichtung eines Unternehmens aus spezialisierten Anlagen und Maschinen, sollten zusätzliche Absicherungen geprüft werden. Z.B. empfehlen sich für IT-Unternehmen spezielle Elektronikversicherungen, die entweder in die Leistungen der Betriebsinhaltsversicherung eingeschlossen werden sollten oder separat abgeschlossen werden sollte. Hier können Deckungslücken bestehen, z.B. bei Eventualitäten der Datenträgerwiederherstellung oder Neubeschaffung umfassender Datensätze.

    Risikofaktoren bewerten lassen
    Der Geschäftsbereich eines Unternehmens kann spezielle Risikofaktoren umfassen. So unterliegen bspw. Unternehmen, die mit chemischen Substanzen umgehen, weitergehenden Risiken. Eine umfassende Beratung zum optimalen Schutz und zu Ergänzungen, Erweiterungen und Einschlüssen der Betriebsinhaltsversicherung ist empfehlenswert, wenn das Unternehmen erweiterten Risikobedingungen ausgesetzt ist.


    Welche Kosten werden bei einer Inventarversicherung im Schadenfall übernommen?

    Betriebsinhaltsversicherung - Frau mit einem Sparschwein denkt nach

    Die Betriebsinhaltsversicherung als gewerbliche Sachversicherung trägt Kosten für Schadenersatz, Reparatur, Teilersatz und Verlust von versicherten Sachen.

    • Schadenersatz beschädigter Einrichtungsgegenstände
      Kommt es zum Schaden an Einrichtung und Inventar, tritt die Betriebsinhaltsversicherung ein. Sie ersetzt bei den versicherten Gegenständen den Wiederbeschaffungswert. Eventuell sind Selbstbehalte vereinbart, die in Summe oder anteilig zum Tragen kommen können. Dazu werden die entsprechenden Bestimmungen im Versicherungsvertrag festgelegt.
      Zu den Einrichtungsgegenstände zählen betriebswichtige Anlagen, Inventargegenstände (auch in Leasing und Miete) und ggf. Werkzeuge.
    • Schadenersatz bei Kommissionssachen oder Lagersachen und Vorräten
      Sind im Unternehmen seiner Geschäftstätigkeit entsprechend seiner Bestimmung Sachen eingelagert (z.B. für den Kommissionsverkauf), die nur mittelbar zum Betriebsvermögen gehören bzw. formalrechtlich als Lagergegenstände gelten, die zur Auslieferung bestimmt sind, müssen Schäden daran dem Eigentümer ersetzt werden. Die Betriebsinhaltsversicherung kommt für den Ersatz dieser Sachen auf und leistet Entschädigung der geschädigten Partei gegenüber. Hier kann also der Begünstigte ein anderer als der Versicherungsnehmer sein. Das umfasst z.B. in Autohäusern Schäden an den zur Reparatur übernommenen Fahrzeugen.
      Für Vorräte, die ein Unternehmen anlegen muss, um seine Geschäftsbestimmung zu erfüllen, gelten ebenfalls Ersatzleistungen im Schadenfall. Es gilt der Wert der Neubeschaffung bis zur Deckungssumme.
    • Reparaturkostenersatz
      Sind versicherte Gegenstände nur beschädigt und ist die Reparatur der günstigste Weg der Wiederherstellung der Wirtschaftsfähigkeit des Unternehmens, kommt die Betriebsinhaltsversicherung auch für Kosten der Reparatur auf. Höchstgrenze ist auch hier das erreichen der Deckungssumme unter Berücksichtigung eventueller Selbstbehalte.
    • Beräumung und Nebenkosten
      Nebenschäden, z.B. Abraum nach Erdreich-Verschmutzung, können von der Betriebsinhaltsversicherung ebenso übernommen werden wie Kosten für die Wiederherstellung verlorener Akten und Datensätze. Die genauen Regelungen dazu sollten im Versicherungsvertrag entsprechend festgelegt werden, um im Schadenfall Klarheit über die erweiterten Ersatzleistungen zu gewährleisten. Zusätzlich müssen diese Risikofaktoren in der Deckungssumme der Betriebsinhaltsversicherung berücksichtigt werden, da ihnen in der Regel kein klar definierbarer Versicherungswert im Vorfeld zuzuordnen ist.

    Welche Kosten werden von der Betriebsinhaltsversicherung im Schadenfall nicht übernommen?

    Eine Reihe von Ausschlüssen ergeben sich aus dem Konzept der Betriebsinhaltsversicherung. Die wichtigsten Ausschlüsse im Überblick.
    Verschleiß und Abnutzung
    Nicht erfasst werden Schäden an der versicherten Einrichtung, die durch Verschleiß oder Abnutzung entstehen. Die Defintion erfasst die Gesamtheit der jeweiligen Anlage, ihrer bestimmungsgemäßen Verschleißteile sowie der restliche Betriebsform. Der Ersatz obliegt dem Versicherungsnehmer selbst und wird in der Regel über Wartungsverträge und Rücklagen kompensiert. Bei Ersatz der Anlagen nach einem definierten Schadenfall ist jedoch voll erfasst.
    Betriebsmittel
    Der Ersatz von zum Betrieb technischer Anlagen nötigen Betriebsmittel, oft Schmierstoffe, Druckertoner, Farbmittel, Verarbeitungsinhalte, etc., wird von der Betriebsinhaltsversicherung nicht übernommen. Im regulären Schadenfall umfasst der Schadenersatz jedoch dem vollen Umfang bis zur Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft.
    Rechtskosten
    Kommt es im Rahmen eines Schadenfalls, in dem die Betriebsinhaltsversicherung gegriffen hat, zu Rechtsstreitigkeiten, sind diese Kosten nicht im Versicherungsumfang enthalten. Hier greifen in der Regel gewerbliche Rechtsschutzversicherungen oder entsprechend ausgelegte Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen. Auch die Betriebshaftpflichtversicherung kann inkludierte Rechtskosten tragen, z.B. zur Abwehr unberechtigter Forderungen. In der Betriebsinhaltsversicherung werden diese regelmäßig jedoch nicht erfasst.
    Haftpflichtschäden
    Jede Form von Haftpflichtschäden Dritten gegenüber werden von der Betriebsinhaltsversicherung nicht übernommen (bedingte Ausnahmen sind definierte Folge- und Nebenkosten von Schadenfällen). Regelmäßig greifen hier entsprechende Haftpflichtversicherungen.
    Ersatzleistungen nach Vorsatz beim Versicherungsnehmer
    Schäden an der versicherten Betriebseinrichtung, die vorsätzlich vom Versicherungsnehmer oder einem gesetzlichen Vertreter verursacht wurden, werden von der Betriebsinhaltsversicherung nicht erstattet.

    Hinweis: Bestimmte Maschinen und Anlagen müssen ggf. gesondert versichert werden. Je nach Geschäftsfeld sind spezialisierte Betriebseinrichtungen und Anlagen mit einer Erweiterung der Betriebsinhaltsversicherung zu versehen, um in die Deckung zu gelagen. Die Elektronikversicherung deckt bspw. das Feld elektrischer Anlagen und Betriebseinrichtungen ab. Diese Einschlüsse müssen vor Abschluss der Betriebsinhaltsversicherung unbedingt geprüft werden, um Deckungslücken zu vermeiden.


    Wie verhalte ich mich in der Betriebsinhaltsversicherung im Schadenfall?

    Die Betriebsinhaltsversicherung übernimmt die Regulierung der nach einem Schadenfall entstehenden Kosten. Einige wesentliche Punkte sind jedoch vom Versicherungsnehmer unmittelbar nach Eintritt des Schadens zu beachten.

    Schadenmeldung
    Betriebsinhaltsversicherung - Freundliche Geschäftsfrau Die Schadenmeldung muss unverzüglich und möglichst vollständig unmittelbar an die Versicherung erfolgen, nachdem der Schaden eingetreten ist.

    Davon unbenommen sind Nachmeldungen von
    Neben- und Folgeschäden, die bei Eintritt des Schadenfalls noch nicht unmittelbar erkennbar waren.

    Mitgeteilt werden sollten betroffene Bereiche und Umfang der betroffenen versicherten Sachen.

    Art und Umfang des Schadens
    Wichtig für die Mitteilung an die Betriebsinhaltsversicherung ist die genaue Beschreibung der Art und des Umfangs des Schadens zur Einschätzung weiterer Risiken und eventueller Folgeschäden. Wichtig ist, den betroffenen Schadenbereich zu erfassen und Mängel, direkte und indirekte Schäden aufzulisten, um eine möglichst exakte Kompensation der Schadenersatzleistungen zu erreichen. Dafür ist nicht nur die Beschreibung der betroffenen Infrastruktur nötig, sondern weitergehend auch die Mitteilung über betroffene Geräte, eventuelle Gebäudeschäden (auch wenn nicht unmittelbar in der Betriebsinhaltsversicherung erfasst), Schäden an technischen Anlagen und die Zuordnung als direkten oder Folgeschaden.

    Ein Schaden in der Betriebsinhaltsversicherung kann auch mittelbar eintreten, ohne, dass die Ursache im versicherten Bereich liegen muss. So sind z.B. Löschwasserschäden durch Löscharbeiten in unmittelbar angrenzenden Liegenschaften durch die Betriebsinhaltsversicherung erfasst. Auch hierzu muss eine genaue Schadenmitteilung erstellt werden. Der Versicherer unterstützt bei der Erstellung.

    Behördliche Informationspflicht bei Umweltschäden
    Bei bestimmten Schadenfällen ist es vorgeschrieben, Behörden zu informieren. Besonders bei Havarien von Großanlagen ist das der Fall, jedoch auch bei allen andern Schäden, durch die ggf. Dritte gefährdet oder Schäden an Umwelt und Umgebung entstehen können. Durch die Mitteilung und Übersendung entsprechender Protokolle wird die Einschätzung entstehender Neben- und Folgekosten möglich.

    Schadenminderungspflicht
    Unmittelbar in Zusammenhang mit dem Feststellen eines Schadens tritt allgemein geregelt eine Pflicht zur Minderung des Schadens ein. So müssen Anlagen, die zum Teil beschädigt sind, ggf. abgestellt werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Die Maßnahmen zur Schadenminderung sollten protokolliert werden. Sie müssen jedoch vertretbar sein. Gefährdungen dürfen durch Maßnahmen zur Schadenminderung nicht erfolgen (so muss z.B. einen brennenden Bereich niemand betreten um Gegenstände zu bergen oder Maschinen abzuschalten, wenn er dadurch eine Gefahr für Leben und Gesundheit ausgesetzt wäre).


    Wann beginnt der Versicherungsschutz?

    Die Regelungen zum Vertragsbeginn sind von zwei Seiten festgelegt. Zum einen beginnt der Versicherungsschutz zum im Vertrag festgelegten Zeitpunkt. Jedoch in der Regel nicht vor Eingang der ersten Rate zum Versicherungsbeitrag beim Versicherer. Die Betriebsinhaltsversicherung erhebt keine Warte- oder Karenzzeiten, bevor der Versicherungsschutz wirksam wird.

    Festlegung des Versicherungsbeginns im Risikomanagement
    Die Betriebsinhaltsversicherung kann nahtlos in das Risikomanagement des Unternehmens insgesamt eingefügt werden. Sie wird nicht mit zusätzlichen Wartezeiten belegt, die einen Versicherungseintritt verzögern, die über gesetzliche Regelungen zum Abschluss eines rechtsgültigen Vertrags hinaus gehen. Das macht die Betriebsinhaltsversicherung als Versicherungsbaustein im gesamten Risk Management des Unternehmens einsetzbar an jedem Punkt, an dem eine Ausweitung oder Ergänzung des Versicherungsschutzes sinnvoll und angebracht erscheint.
    Auch Wechsel und Neuabschluss der Betriebsinhaltsversicherung können vor diesem Hintergrund ohne weitgehende Ersatzplanung vorgenommen werden. Zu beachten sind jedoch mögliche Sonder- und Zusatzeinschlüsse, die möglicherweise wichtige Geschäftsbereiche absichern und für die gesonderte Bestimmungen gelten (Vgl. Maschinen- und Elektronikversicherungen und bestimmte Transportversicherungen).


    Welche Deckungssumme bzw. Versicherungssumme ist sinnvoll?

    Die Betriebsinhaltsversicherung deckt einen genau definierten Schadenbereich für Einrichtung und Inventar des versicherten Unternehmens ab. Die Versicherungssumme umfasst zu ihrem größten Teil die Realwerte, die in der Betriebsinhaltsversicherung versichert werden sollen. Es werden in der Regel Neuwerte Zugrunde gelegt, die die Deckung bestimmen. Jedoch sind auch verschiedene Vermögenswerte und indirekte Sachwerte versichert. Die Deckungssumme kann damit möglichst nahe an den realen Gegebenheiten des Unternehmens ausgerichtet werden.

    Realwerte in der Betriebsinhaltsversicherung
    In der Betriebsinhaltsversicherung werden die kaufmännischen und technischen Betriebseinrichtungen eines Unternehmens versichert. Dazu zählen Büroeinrichtungen und Zubehöre ebenso wie technische Geräte, Eingangstüren und Sicherungsanlagen. Je nach Spezialisierung können z.B. in der Elektronikversicherung erweitert alle elektronischen Anlagen und Datenverarbeitungsgeräte, sofern sie über Büroeinrichtungen hinaus gehen erfasst werden. Diese Werte sind genau bestimmbar und legen in ihrer Gesamtheit als Newert die Grundlage für die Bildung der Versicherungssumme. Auf dieser Basis kann entsprechender Ersatz geleistet werden.

    Vermögenswerte in der Betriebsinhaltsversicherung
    Zusätzlich zur Betriebseinrichtung müssen für bestimmte Geschäftsbereiche Vermögenswerte versichert werden. So können zum Beispiel Bargeld- und Zahlungsbestände im Unternehmen oder Dokumentenwerte versichert werden, deren Volumen varriert. Hierfür werden sowohl staistische Werte als auch auf konkreten Erfahrungen im Unternehmen basierende Werte herangezogen, um den Teil der Versicherungssumme für Vermögenswerte zu bilden. Bei Verluste nach Diebstahl, Einbruchdiebstahl und Raub sind diese Werte entsprechend versichert. Zu beachten ist jedoch, dass je nach Betriebsbestimmung besondere Abschlüsse für höhere Vermögenswerte gelten müssen. Das ist z.B. der Fall, wenn Unternehmen wesentlich mit Wert- und Vermögensgegenständen Dritter umgehen.

    Weitere Sachwerte im Versicherungsschutz
    In die versicherten Sachwerte des Unternehmens zählen jedoch auch Einrichtungsgegenstände, die angemietet oder über Leasingverträge in die Nutzung des Unternehmens übergehen. In der grundlegenden Neuwertbestimmung des Unternehmens werden sie vor diesem Hintergrund zwar nicht erfasst. Im Schadenfall müssen sie jedoch bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts ersetzt werden. Diese Werte müssen ebenfalls in der Bildung der Versicherungssumme erfasst werden.


    Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

    Betriebsinhaltsversicherung - Freundlicher Geschäftsmann erklärt den Beitrag Den Beitrag in der Betriebsinhaltsversicherung
    bestimmt im Wesentlichen die Versicherungssumme.
    Sie basiert auf den versicherten tatsächlichen Werten im Unternehmen.

    Zur Optimierung der Rate ist es empfehlenswert,
    die Versicherungssumme regelmäßig möglicherweise veränderten Umständen entsprechend anzupassen.

    Sowohl Unter- als auch Überversicherung stellen finanzielle Nachteile dar, die durch regelmäßige Überprüfung entsprechend vermieden werden sollten. Ein regelmäßig durchgeführter Vergleich am Versicherungsmarkt kann dafür ein Instrument sein.
    Über verschiedene Faktoren kann das Unternehmen Einfluss auf die Rate der Betriebsinhaltsversicherung nehmen.

    Dazu zählen:

    • Selbstbehalte
    • verlängerte Vertragslaufzeiten
    • gezielte Ausschlüsse.

    Selbstbehalt
    Die Festlegung von Selbstbehalten kann den Versicherungsbeitrag reduzieren. Hier werden wirtschaftlich sinnvolle Eigenanteile am Schadenersatz definiert, die je Schadenfall greifen. Gleichzeitig regelt der Selbstbehalt auch den faktischen Eintritt der Betriebsinhaltsversicherung im Schadenfall, das er einen „Mindestschaden“ beschreibt, für den der Versicherer erstmals aufkommen soll.

    Vertragslaufzeit
    Länger vereinbarte Vertragslaufzeiten (in der Regel ab mehr als einem Jahr) werden von verschiedenen Versicherern mit Rabattleistungen bedient. Kündigungen längerer Vertragslaufzeiten sind bei Verträgen von unter 3 Jahren Laufzeit zum vereinbarten Laufzeitende, bei Verträgen mit Laufzeit von mehr als 3 Jahren erstmals zum Ende des 3. Versicherungsjahres unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist kündbar.

    Ausschlüsse
    Bestimmte Versicherungsleistungen bedingen eine erhöhte Rate. Je nach Situationen können für einzelne Inhalte alternative Versicherungsformen gewählt werden, die Leistungen aus der Betriebsinhaltsversicherung ausschließbar machen. Hier empfiehlt sich die Prüfung möglicher Doppelversicherungen.
    Im Umkehrschluss ist es u.U. sinnvoll, Leistungen einer anderen Versicherung in die Betriebsinhaltsversicherung zusammenzufassen und entsprechen die Rate für die andere Versicherung zu reduzieren oder einzusparen.

    Neugründungsrabatte
    Unabhängig von regulären „Stellschrauben“ bieten Versicherer für bestimmte Versichertengruppen Rabatte, z.B. bei Neugründung von Firmen. Ein Vergleich zeigt dazu nötige Voraussetzungen und Bedingungen.


    Welche Vorteile bringt der Vergleich der Betriebsinhaltsversicherung?

    Der Vergleich der Betriebsinhaltsversicherung ist die grundlegende Voraussetzung, die optimale Rate individuell ausfindig zu machen. Er dient der Ermittlung der Versicherungsinhalte und der erforderlichen Deckung.
    Darüber hinaus ist einer der wesentlichen Vorteile des Versicherungsvergleichs die weit gehende Datengrundlage einer Vielzahl unterschiedlicher Angebote auf dem Sektor der Betriebsinhaltsversicherungen. Denn nicht nur müssen die Leistungen der Versicherung auf den versicherten Unternehmens- und Wirtschaftsbereich zutreffen. Darüber hinaus müssen Leistungseinschlüsse, Risikofelder und ggf. Ausschlüsse und Sonderleistungen identifiziert werden, die erst durch einen sachkundigen Vergleich festgelegt werden können. Die optimale Zusammenstellung der Betriebsinhaltsversicherung macht ein Vergleich möglich.

    Zusätzlich bietet ein kostenfreier telefonischer Support den entscheidenden Vorteil, Fragen und Unklarheiten zu Versicherungsbedingungen und der Wirksamkeit der Betriebsinhaltsversicherung für das Risikomanagement unmittelbar klären zu können.

    Nach dem Online-Vergleich einer Vielzahl von Angeboten und der Festlegung der besten Versicherungsform, ist die ausgewählte Betriebsinhaltsversicherung zudem direkt entweder online oder telefonisch abschließbar. Das vermindert Warte- und Recherchezeiten und sichert die Schadenfreistellung des Unternehmens optimal ab. Zusätzliche Kosten entstehen dafür nicht.


    Können die Beiträge zur Betriebsinhaltsversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Die Beiträge zur Betriebsinhaltsversicherung sind steuerlich absetzbar. Sie dienen wesentlich der Gefahren. und SChadenabwehr für das Unternehmen und seiner wirtschaftlichen Sicherheit. Der Abschluss der Betriebsinhaltsversicherung kann allgemein als Sicherheitsmaßnahme betrachtet werden. Die Ausgaben für die Betriebsinhaltsversicherung können damit als Betriebsausgaben geltend gemacht werden und entsprechend steuerlich veranlagt.

    Das betrifft sowohl die Bedingungen für die allgemeine Betriebsinhaltsversicherung als auch grundsätzlich zusätzliche Vereinbarungen und Zusatzversicherungen, die die Absicherung der wesentlichen Betriebsinhalte zum Ziel haben, die die wirtschafliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens gewährleisten sollen.


    Was ist bei einer Kündigung zu beachten?

    Betriebsinhaltsversicherung - Freundliche Geschäftsfrau hält Kündigungsunterlagen Die Kündigung der Betriebsinhaltsversicherung muss fristgerecht erfolgen. Sie kann zum Ende der Versicherungslaufzeit erfolgen, bei mehrjährigen Verträgen frühestens ebenfalls unter Berücksichtung der Kündigungsfrist zum Ende des 3. Versicherungsjahres. Bei der Kündigung sollten Wechsel- und Folgewirkungen beachtet werden sowie die Auswirkungen auf das Risikomanagement des Unternehmens insgesamt.


    Was ist bei einem Wechsel beachten?

    Der Wechsel der Betriebsinhaltsversicherung sollte nach einem fundierten Vergleich erfolgen, um optimalere Raten und Inhalte für die Betriebsinhaltsversicherung zu erzielen. Weiterhin sollte beachtet werden:

    • Welche Zusatzvereinbarungen müssen übernommen werden?
    • Sind in der neuen Versicherung alle Betriebsinhalte adäquat erfasst?
    • Können Versicherungsinhalte aus anderen Versicherungen auf die Betriebsinhaltsversicherung übertragen werden?
    • Welche Einschlüsse können zur Optimierung der Rate von anderen Versicherungen übernommen werden?
    • Bestehen Spezialisierungen des Unternehmens, die Teile seiner Einrichtung separat absicherbar machen?

    Der Wechsel muss von fristgerechter Kündigung der bestehenden und nahtlosem Einstieg der neuen Betriebsinhaltsversicherung begleitet sein, um Deckungslücken zu vermeiden.