Hausratversicherung


Weshalb ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Hausratversicherung - Ein Zimmer im Haus Die Hausratversicherung wird immer dann gebraucht, wenn Ihr Hab und Gut beschädigt, zerstört oder
verloren gegangen ist. Sie ist dazu bestimmt,
die finanziellen Folgen zu mindern, die mit dieser Beschädigung, der Zerstörung oder dem Verlust einhergehen.

Ihre Hausratversicherung bietet Schutz für alle beweglichen Vermögensgegenstände in Ihrem
Haus oder Ihrer Wohnung, also für alles, was nicht
fest mit dem Gebäude verbaut ist.

Erfahrungsgemäß unterschätzen viele Menschen den Wert, den ihre Wohnungseinrichtung tatsächlich
hat – wohl auch deswegen, weil das Inventar in der Regel über einen Zeitraum von mehreren Jahren oder
gar Jahrzehnten angeschafft wird, so dass die Gesamtsumme dem Besitzer gar nicht vor Augen steht.

Kommt es jedoch zu einem Einbruch, einem Brand oder einem Leitungswasserschaden, der den Hausrat zerstört, wird schnell klar, welche finanzielle Belastung die Neuanschaffung bedeutet, selbst wenn es zunächst nur um das Notwendigste geht. Allein für eine funktionstüchtige Küche muss meist schon ein vierstelliger Betrag aufgebracht werden. Ist die Einrichtung in mehreren Räumen unbrauchbar geworden und sind vielleicht auch hochwertige elektronische Geräte betroffen, so übersteigt das Ausmaß des Schadens sehr schnell die finanziellen Möglichkeiten. Ihre persönlichen Gegenstände, die Bücher, Fotos und Erinnerungen sind natürlich unbezahlbar. Aber mithilfe einer Hausratversicherung müssen Sie als Geschädigter zumindest nicht auf einen angemessenen materiellen Ersatz für Ihr verlorenes Inventar verzichten.


Welche Leistungen sind in einer Hausratversicherung versichert?


1. In der Hausratversicherung versicherbare Gegenstände

Die Hausratversicherung gilt für alle beweglichen Vermögensgegenstände, die sich innerhalb des versicherten Haushalts befinden. Das können

  • Möbel,
  • Kleidung,
  • elektronische Geräte,
  • Nahrungsmittel und
  • Bücher

sein, aber natürlich auch alle anderen Arten von Sachvermögen bis hin zu Dokumenten und Wertgegenständen. Oft sind auch Fahrräder bei vielen Tarifen von vornherein in den Schutz der Hausratversicherung eingeschlossen.


2. Durch die Hausratversicherung abdeckbare Gefahren

Eine Hausratversicherung schützt das Inventar vor verschiedenen Gefahren. Dies sind zum Einen schädliche Einflüsse durch andere Menschen, vor allem

  • Einbruchdiebstahl,
  • Raub und
  • Vandalismus.

Daneben sind aber auch Schäden, die aufgrund bestimmter Umwelteinflüsse auftreten, in der Hausratversicherung abgedeckt. Hierzu zählen beispielsweise Schäden durch

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm
  • Hagel
  • Blitzschlag.

Je nachdem, wo sich der versicherte Haushalt befindet, kann auch eine Erweiterung des Versicherungsschutzes um die sogenannten Elementarschäden sinnvoll sein. In diesem Falle sichert die Hausratversicherung die Wohnungsausstattung auch gegen Naturgewalten wie

  • Überschwemmungen,
  • Erdrutsche,
  • Lawinen,
  • Erdbeben oder
  • Schneedruck

ab.


3. Geltungsbereich der Hausratversicherung

Die Hausratversicherung schützt nicht nur die bewohnten Zimmer selbst, sondern auch weitere Räumlichkeiten, wie zum Beispiel

  • Keller
  • Dachbodenkammern
  • Balkone
  • Terrassen
  • Loggien
  • Garagen
  • Gemeinschaftsräume wie Waschkeller oder Fahrradkeller.

Möglich ist außerdem eine Erweiterung der Hausratversicherung um eine sogenannte Außenversicherung, so dass auch das Inventar von Ferienhäusern oder -wohnungen mit abgesichert ist.


4. Sonstiges

Hausratversicherung - Papa hält zusammen mit seiner Tochter ein Modell Haus Die Hausratversicherung ist eine Familienversicherung. Das bedeutet, dass der Versicherungsvertrag pro Haushalt und nicht pro dort lebender Person abgeschlossen wird. Eine Police genügt, denn der Ehe- oder Lebenspartner und die Kinder des Versicherungsnehmers sind mitversichert.

Dieser Familienschutz gilt sogar dann, wenn die
Kinder während ihrer Ausbildung den Wohnort wechseln, ohne jedoch einen eigenen Hausstand zu gründen, also beispielsweise bei der Unterbringung in einem Wohnheimzimmer.


Was ist vor Abschluss einer Hausratversicherung zu beachten?

Zunächst einmal sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass die Hausratversicherung zur unverzichtbaren „Grundausstattung“ gehört. Denn unabhängig vom Alter, von der Gesundheit oder vom Berufsstand, unabhängig davon, ob er zur Miete oder in der eigenen Immobilie wohnt: Kein Mensch ist vor Schäden am Inventar seiner Wohnung sicher. Dank der großen Nachfrage ist auch das Angebot an Hausratversicherungen entsprechend umfassend: Fast jeder Anbieter für private Sachversicherungen hat in seinem Portfolio auch einen oder sogar mehrere Tarife zur Hausratversicherung gelistet.

Inhaltlich unterscheiden sich die verschiedenen Angebote zur Hausratversicherung zunächst einmal nicht so gravierend voneinander. Interessant wird es jedoch, wenn es um die Deckungssumme geht. Hier sollten Sie als Versicherungsnehmer unbedingt darauf achten, dass keine Unterversicherung eintritt, weil Sie sonst im Schadensfall nur unzureichende Leistungen ausgezahlt bekommen. Andererseits ist auch eine Überversicherung zu vermeiden, denn sonst fallen die Prämien für die Hausratversicherung unnötig hoch aus. Wem eine genaue Auflistung seines Inventars zu aufwendig ist, dem wird eine Versicherungssumme von 650 Euro pro Quadratmeter der Wohnfläche empfohlen – denn ab diesem Wert verzichten die meisten Versicherer auf eine sogenannte Unterversicherungsprüfung. Die vereinbarte Deckungssumme wird dann in voller Höhe ausgezahlt.

Abgesehen von der Deckungssumme sollten Sie vor dem Abschluss Ihrer Hausratversicherung genau prüfen, welche zusätzlichen Leistungen Sie benötigen und zu welchen Bedingungen diese versichert werden. Je nach Anbieter und Tarif sind diese entweder schon inbegriffen oder können hinzugewählt werden. Gesonderte Überlegungen sollten unter anderem angestellt werden, wenn

  • Sie wertvolle Fahrräder mitversichern möchten
  • sich Ihr Haus oder Ihre Wohnung im Überschwemmungsgebiet eines Flusses, in einer schneereichen Gegend oder einer sonstigen Gefahrenzone befindet
  • Sie außer Ihrem festen Wohnsitz auch das Inventar in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung versichern möchten.

Welche Kosten werden bei einer Hausratversicherung im Schadenfall übernommen?

Kommt es zu einer Beschädigung, der Zerstörung oder dem Verlust des beweglichen Inventars, so kommt die Hausratversicherung für die finanziellen Folgen auf. Dies kann zum Beispiel nach einem Einbruch, einem Brand oder einem Wasserrohrbruch der Fall sein. Die Maximalgrenze für die Erstattungen durch die Hausratversicherung bildet dabei die vereinbarte Deckungssumme. Darüber hinaus gibt es feste Regelungen für die Leistungsauszahlung, je nachdem, welche Arten von Sachgegenständen in welchem Ausmaß betroffen sind.

  • Nach dem Diebstahl oder der Zerstörung von Sachgegenständen wird in der Regel der Wiederbeschaffungswert von der Hausratversicherung erstattet, also die Kosten, die bei einem Neukauf anfallen würden.
  • Wenn Sachgegenstände beschädigt wurden, dann trägt die Hausratversicherung die Reparaturkosten. Diese dürfen jedoch den Wiederbeschaffungswert nicht überschreiten.
  • Waren die Sachgegenstände allerdings schon vorher defekt, dann wird der sogenannte gemeine Restwert angesetzt, das heißt die Summe, die bei einem Verkauf des Gegenstandes in seinem Zustand noch hätte erzielt werden können.
  • Fahrräder und Wertgegenstände werden meist mit dem Neuwert angesetzt, allerdings nur bis zur Erreichung der vereinbarten Entschädigungsgrenze.

Diese Entschädigungsgrenze ist ein spezieller Wert, der bei der Hausratversicherung für die Mitversicherung von Wertgegenständen eingesetzt wird. Er kann von Anbieter zu Anbieter variieren, liegt aber oft bei 20 Prozent der Gesamtdeckungssumme. Bis zu dieser Grenze wird jedoch prinzipiell der Neuwert erstattet. Allerdings gibt es hierbei eine Bedingung: Die Wertgegenstände müssen in einem dafür geeigneten Tresor oder Safe aufbewahrt werden. Ist dies nicht der Fall, so gelten bei der Hausratversicherung die folgenden Obergrenzen für die Erstattung:

  • bei Bargeld: 1000 Euro
  • bei Schmuck: 20.000 Euro
  • bei Wertpapieren und Sparbüchern: 2500 Euro

Abgesehen von den Erstattungen leistet die Hausratversicherung im Schadensfall aber auch noch andere Unterstützung. So können beispielsweise für einen gewissen Zeitraum die Hotelkosten übernommen werden, wenn die Wohnung nach dem bzw. durch das Eintreten des Versicherungsfalles vorübergehend unbewohnbar geworden ist.

Hausratversicherung - Sparschwein auf nem Berg von Münzen

Welche Kosten werden bei einer Hausratversicherung im Schadenfall nicht übernommen?

Es gibt eine Reihe von Szenarien, bei denen die Hausratversicherung grundsätzlich nicht für die entstandenen Schäden einsteht. Hierzu zählen vor allem:

  • atomare Unfälle
  • Kriege und kriegsähnliche Zustände (auch Terrorismus)
  • Beschädigung oder Zerstörung von fest verbauten Bestandteilen des Gebäudes, zum Beispiel Klimaanlagen, Einbauküchen, Fußböden (hier greift die Gebäudeversicherung)
  • Schäden, die andere am Hausrat verursachen (hier ist deren Haftpflichtversicherung zuständig)
  • Schäden, die aufgrund von geöffneten Fenstern oder Balkontüren auftreten

Zum letzten Punkt ist anzumerken, dass auch ein angekipptes Fenster die Einbruchgefahr deutlich erhöht. Zwar gibt es mehrere Gerichtsurteile, die unterschiedliche Versicherungsunternehmen dazu verurteilt haben, die Leistungen aus der Hausratversicherung trotzdem auszuzahlen. Aber dabei kam den Versicherungsnehmern jedes Mal zugute, dass der Versicherer nicht nachweisen konnte, zu welcher Zeit sich der Einbruch ereignet hatte. Nach dem Grundsatz der Beweispflicht wurde dann jeweils zugunsten des Versicherungsnehmers entschieden, dass die Tat möglicherweise unmittelbar nach dem Verlassen der Wohnung begangen wurde, daher nicht in Zusammenhang mit der Dauer der Abwesenheit stand und deswegen auch nicht auf grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen sei. Hierauf sollte sich jedoch niemand verlassen. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass ein angekipptes Fenster bei einer Abwesenheit von mehr als einigen Minuten als grobe Fahrlässigkeit angesehen wird. Zwar muss seit einer Veränderung des Versicherungsgesetzes im Jahre 2008 auch in solchen Fällen mindestens ein Anteil der Leistungen ausgezahlt werden – aber besser ist es, beim Verlassen der Wohnung bzw. des Hauses prinzipiell alle Fenster und Türen sorgfältig zu schließen.

Ähnlich kompliziert verhält es sich mit der Hausratversicherung bei Schäden durch Haushaltsgeräte, bei denen fließendes Wasser im Spiel ist, also Waschmaschine oder Geschirrspüler. Es ist generell immer empfehlenswert, diese nur in Betrieb zu nehmen, wenn Sie zu Hause sind und auf einen eventuellen Wasserschaden sofort reagieren können – oder einen Spezialmechanismus anbringen zu lassen, der beim Platzen des Schlauchs die Wasserzufuhr unterbricht (Aquastop oder Wasserstop genannt). Andernfalls kann es unter Umständen zu Schwierigkeiten bei der Schadensregulierung durch Ihre Hausratversicherung kommen.


Wie verhalte ich mich bei einer Hausratversicherung im Schadenfall?

Wenn es zu einem Schadensfall kommt, dann sollten im Hinblick auf die Hausratversicherung vor allem zwei wesentliche Dinge beachtet werden, nämlich

  1. die Schadenseindämmung und
  2. die umgehende Verständigung des Versicherungsunternehmens

Zur Schadenseindämmung zählt alles, was das Ausmaß des Schadens möglichst gering hält – selbstverständlich ohne das eigene Leben bzw. die eigene Gesundheit zu gefährden. Dazu gehören zum Beispiel die folgenden Maßnahmen:

  • kleine Brände selbst versuchen zu löschen
  • bei nicht kontrollierbarem Feuer sofort die Feuerwehr rufen
  • bei Einbruch, Raub und Vandalismus sofort die Polizei verständigen und Strafanzeige erstatten
  • bei Wasserhavarien möglichst den Haupthahn abdrehen
  • gestohlene Geldkarten oder Sparbücher sofort sperren lassen
  • gestohlene oder zerstörte Gegenstände genau auflisten
  • bei gestohlenen Fahrrädern der Polizei Marke und Rahmennummer mitteilen

Die Schadensmeldung sollte binnen einer Woche nach dem Eintritt des Versicherungsfalles bei der Hausratversicherung eingehen. Hierfür stehen in den meisten Fällen mehrere Kommunikationswege zur Verfügung, wobei jedoch die unterschiedlich langen Laufzeiten beachtet werden müssen.


Wann beginnt der Versicherungsschutz?

Der Versicherungsschutz beginnt bei der Hausratversicherung, wenn das Versicherungsunternehmen
den Aufnahmeantrag des Versicherungsanwärters angenommen und dies durch den Versand der Versicherungspolice zum Ausdruck gebracht hat. Auf der Versicherungspolice ist das Datum des Versicherungsbeginns für die Hausratversicherung vermerkt. Die zweite Voraussetzung für das Einsetzen
des Versicherungsschutzes ist die rechtzeitige Zahlung der ersten Versicherungsprämie durch den Versicherungsnehmer. Hierfür wird ihm meist eine Frist von 14 Tagen nach der Zusendung der Police eingeräumt. Dabei ist es durchaus möglich, als Datum für den Beginn der Hausratversicherung einen Zeitpunkt zu wählen, der vor diesem Zahlungstermin liegt. Diese vorläufige Deckung erlischt allerdings,
wenn die Prämie nicht rechtzeitig gezahlt wird.

Hausratversicherung - Pärchen schaut auf die Uhr

Welche Deckungssumme / Versicherungssumme ist sinnvoll?

Hinsichtlich der Deckungssumme für die Hausratversicherung ist es wichtig, sowohl eine Über- als auch eine Unterversicherung zu vermeiden: Denn beides führt zu finanziellen Nachteilen. Bei einer Überversicherung zahlen Sie als Versicherungsnehmer unnötig hohe Beiträge, während bei der Unterversicherung im Schadensfall nur ein Teil der tatsächlichen Kosten erstattet wird.

Die genaueste Methode zur Ermittlung der passenden Deckungssumme für die Hausratversicherung ist natürlich die Erstellung einer Inventarliste, auf der jeder (relevante) Vermögensgegenstand mit seinem jeweiligen Wert erfasst wird. Allerdings ist dieses Verfahren sehr aufwendig, und die Liste muss in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Einfacher gestaltet sich das Ganze, wenn für die Deckungssumme der Hausratversicherung pro Quadratmeter Wohnfläche eine feste Summe veranschlagt wird. Diese Methode spart sehr viel Zeit und Mühe und wird deswegen sehr häufig angewandt. Hierbei empfiehlt es sich unbedingt, pro Quadratmeter mindestens 650 Euro anzusetzen, weil ab diesem Betrag die meisten Versicherungsunternehmen im Schadensfall darauf verzichten, eine Unterversicherungsprüfung durchzuführen. Der entstandene Schaden wird dann also bis zum Erreichen der Deckungssumme in voller Höhe erstattet.

Hier ein praktisches Beispiel: Für eine 60 Quadratmeter große Wohnung betrüge die mindestens anzusetzende Deckungssumme für die Hausratversicherung mit Unterversicherungsverzicht also 60 mal 650 Euro, das heißt 39.000 Euro.


Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

Die Höhe des Beitrages zur Hausratversicherung hängt von einer Reihe ganz unterschiedlicher Faktoren ab:

  1. Tarifzone
  2. Bauartklasse
  3. Nutzungsart
  4. gewünschte Zusatzleistungen
  5. beitragssenkende Maßnahmen

1. Die Tarifzone in der Hausratversicherung

Die Tarifzone spielt für die Hausratversicherung deswegen eine wichtige Rolle, weil das Risiko einer Beschädigung oder Zerstörung des versicherten Sachvermögens nicht zuletzt auch von der unmittelbaren Umgebung des Gebäudes abhängt. Dabei sind es in erster Linie die Einbruchdiebstähle, die den Wert einer Tarifzone bestimmen: Ihre statistische Häufigkeit wird erfasst und als Vergleichswert bei der Beitragsfestlegung für die Hausratversicherung herangezogen.


2. Die Bauartklasse in der Hausratversicherung

Für die Höhe der Beiträge zur Hausratversicherung ist auch die Bauart des betreffenden Gebäudes wichtig – denn die Stabilität des Materials und dessen Verarbeitung leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit, auch und gerade im Hinblick auf schlechte Wetterbedingungen und Naturkatastrophen. In aller Regel werden Haushalte, die in einem Gebäude aus massivem Beton mit einem soliden Ziegeldach angesiedelt sind, bei der Hausratversicherung günstiger eingestuft werden als solche in einem leichter gebauten Haus.


3. Die Nutzungsart in der Hausratversicherung

Ein weiterer Faktor für die Festlegung der Beiträge zur Hausratversicherung ist die sogenannte Nutzungsart. Hier wird grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Typen der Aufbewahrung des Hausrats unterschieden:

  • ständig bewohnte Wohnung in ständig bewohntem Gebäude
  • nicht ständig bewohnte Wohnung in ständig bewohntem Gebäude (zum Beispiel Zweitwohnung)
  • nicht ständig bewohntes Gebäude (zum Beispiel Ferienhaus)
  • Lagerhäuser

Je intensiver das betreffende Gebäude genutzt wird, desto geringer ist natürlich das Risiko für Schäden, zum Beispiel durch Einbrüche. Deswegen wird sich eine ständige Nutzung auch günstig auf die Höhe des Beitrags zur Hausratversicherung auswirken.


4. Zusatzleistungen zur Hausratversicherung und andere Zuschläge

In manchen Situationen ist es notwendig, den Schutz der Hausratversicherung um bestimmte Leistungen zu erweitern. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn

  • Fahrräder mitversichert werden sollen,
  • es um die Einrichtung eines Ferienhauses geht oder
  • die Entschädigungsgrenzen erhöht werden sollen.

Je nach dem Anbieter sind bestimmte Erweiterungen wie der Schutz der Fahrräder bereits inbegriffen oder können extra abgeschlossen werden. Außerdem werden unter Umständen Zuschläge zur Hausratversicherung fällig, wenn in konkreten Situationen die Gefahren erhöht sind, etwa bei

  • einer Abwesenheit von mehr als 60 Tagen
  • Nachbarschaft zu Betrieben mit erhöhter Brandgefahr
  • einer besonders leichten Bauweise.

5. Beitragssenkende Maßnahmen bei der Hausratversicherung

Es gibt einige Maßnahmen, die der Versicherungsnehmer ergreifen kann, um die Höhe der Beiträge zur Hausratversicherung zu senken. Hierzu zählen unter anderem:

  • die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung
  • die Installation einer Einbruchmeldeanlage
  • der Einbau bestimmter einbruchhemmender Sicherungsmechanismen
  • der Abschluss eines mehrjährigen Vertrages

Welche Vorteile bringt ein Vergleich der Hausratversicherung?

Hausratversicherung - Familie hält den Daumen hoch Ein Vergleich Ihrer Hausratversicherung ermöglicht
es Ihnen festzustellen, wie wettbewerbsfähig das
Ihnen vorliegende Angebot im Hinblick auf den
Preis und die eingeschlossenen Leistungen ist.

Dies ist sowohl vor dem erstmaligen Abschluss
als auch bei bereits länger bestehenden Verträgen
der Hausratversicherung sinnvoll: Denn der Versicherungsmarkt verändert sich beständig,
so dass es inzwischen vielleicht längst einen günstigeren Tarif für Sie gibt.

Beim Vergleich der verschiedenen Angebote zur Hausratversicherung können Sie zunächst einmal überprüfen, welche Tarife alle für Sie wichtigen Leistungen enthalten bzw. zu welchen Bedingungen Sie eventuelle Zusatzleistungen abschließen können. Dies ist zum Beispiel wichtig, wenn Sie das Inventar eines Ferienhauses mitversichern möchten. Sobald Sie eine Übersicht über die geeigneten Angebote haben,
können Sie dazu übergehen, die Höhe der Beiträge miteinander zu vergleichen, wodurch Sie den für Sie günstigsten Tarif zur Hausratversicherung ermitteln können.

Diese Möglichkeiten haben Sie, um Ihre Hausratversicherung schnell und vor allem kostenfrei zu vergleichen:

  1. die Nutzung unseres online-Rechners
  2. die Kontaktaufnahme per E-Mail oder live-Chat
  3. eine persönliche Beratung per kostenfreier Service-Hotline

Wir beraten Sie jederzeit gern und zeigen Ihnen den Weg zur für Sie günstigsten Hausratversicherung auf.


Können die Beiträge zur Hausratversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

Nein, es ist leider nicht möglich, die Beiträge zur Hausratversicherung steuerlich anrechnen zu lassen.

Das liegt daran, dass die Hausratversicherung explizit dem Zweck dient, das private Vermögen – genauer gesagt das in den Wohnräumen befindliche Sachvermögen – des Versicherungsnehmers zu schützen. Nach § 10 EStG ist ein Abzug der Versicherungsbeiträge bei der Einkommensteuererklärung jedoch nur dann möglich, wenn die betreffende Versicherung

  • dem Schutz der Person selbst (z.B. private Haftpflichtversicherung) oder
  • zur Vorsorge (z.B. private Rentenversicherung)

dient. Da dies auf die Hausratversicherung nicht zutrifft, ist sie steuerlich nicht anrechenbar.

Anders verhält es sich jedoch bei gewerblich genutzten Räumen. Das Inventar von Büros, Werkstätten, Lagerräumen und sonstigen Geschäftsräumen kann mithilfe des gewerblichen Pendants zur Hausratversicherung, der sogenannten Geschäftsinhaltsversicherung, abgesichert werden. Diese ist dann selbstverständlich im Rahmen der Betriebskosten steuerlich voll abzugsfähig.


Was ist bei einer Kündigung der Hausratversicherung zu beachten?

Es ist natürlich möglich, die Hausratversicherung zu kündigen. An allererster Stelle sollte hierbei jedoch der Grundsatz stehen: Keine Lücke im Versicherungsschutz!

Niemand ist jemals völlig sicher vor den Gefahren und Risiken, gegen die eine Hausratversicherung das Inventar der Wohnräume absichert. Ein Brand kann leider jederzeit entstehen, ein Wasserrohr kann brechen oder ein Sturm das Gebäude und seine Inhalte beschädigen. Wer seine Hausratversicherung kündigt, sollte deshalb unbedingt darauf achten, dass eine Weiterversicherung besteht, entweder durch einen neuen Vertrag oder aber im Rahmen einer Familienversicherung (beispielsweise beim Zusammenziehen eines Paares in eine gemeinsame Wohnung).

Für die Kündigung der Hausratversicherung gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen: drei Monate bei einer ordentlichen und ein Monat bei einer außerordentlichen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung der Hausratversicherung ist ohne Angabe von Gründen jeweils zum Ablauf des Versicherungsjahres möglich. Bei Verträgen mit einer langen Laufzeit (zum Beispiel fünf Jahre) ist es zulässig, die ordentliche Kündigung erstmalig nach drei Jahren zu gestatten.

Die außerordentliche Kündigung der Hausratversicherung ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich, dann jedoch auch unterjährig. Zu den häufigsten Gründen solch einer außerordentlichen Kündigung zählen:

  • eine Erhöhung der Beiträge ohne eine entsprechende Verbesserung der Leistungen
  • ein Umzug des Versicherungsnehmers in eine teurere Tarifzone
  • der Eintritt eines Versicherungsfalles

Wenn ein Schadensfall eingetreten ist, dann haben sowohl der Versicherungsnehmer als auch das Versicherungsunternehmen das Recht, die Hausratversicherung außerordentlich zu kündigen. Dies muss innerhalb von vier Wochen nach dem Abschluss des Verfahrens geschehen, wobei es keine Rolle spielt, ob die Hausratversicherung für den Schaden aufgekommen ist oder nicht.

Die Kündigung der Hausratversicherung muss in jedem Falle schriftlich erfolgen. Wer dafür den traditionellen Postweg wählt, sollte in Betracht ziehen, dass für die Rechtzeitigkeit der Kündigung der Eingang beim Versicherungsunternehmen ausschlaggebend ist, nicht das Datum des Poststempels.


Was ist bei einem Wechsel der Hausratversicherung zu beachten?

Hausratversicherung - Familie vor dem Laptop Auch ein Wechsel der Hausratversicherung ist selbstverständlich möglich und empfiehlt sich
zum Beispiel dann, wenn sich bei einem Vergleich herausgestellt hat, dass dieselben Leistungen
bei einem anderen Anbieter günstiger zu haben
sind bzw. ein anderer Tarif mehr Leistungen zum
selben Preis bietet.

Dem Wechsel der Hausratversicherung geht
natürlich die Kündigung des bestehenden Vertrages voraus – je nach Sachlage eine ordentliche oder eine außerordentliche. Hierbei müssen die gesetzlichen Kündigungsfristen von drei bzw. einem Monat eingehalten werden. Außerdem ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Lücke im Versicherungsschutz entsteht:
dass also rechtzeitig vor dem Auslaufen der alten schon eine neue Hausratversicherung abgeschlossen wird.