Betriebliche Krankenversicherung


    Weshalb ist eine betriebliche Krankenversicherung sinnvoll?

    Betriebliche Krankenversicherung - Erfolgreiche Zusammenarbeit Eine betriebliche Krankenversicherung stellt sowohl
    für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer eine äußerst attraktive Versicherungsform dar. Das hat verschiedene Gründe.

    Der überwiegende Teil der Arbeitnehmer ist
    in Deutschland gesetzlich krankenversichert.

    Das bedeutet, die Arbeitnehmer sind in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert.

    Aufgrund des demografischen Wandels und immer stärker steigender Kosten für die medizinische Versorgung wurden in den letzten Jahren die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen jedoch immer weiter gekürzt. Besonders auffällige Beispiele sind etwa die Streichung der Kostenübernahme für Sehhilfen und die deutlichen Kürzungen beim Zahnersatz. Bis auf eine minimale Grundversorgung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen inzwischen keine zusätzlichen Kosten mehr beim Zahnersatz. Wer höherwertigen Zahnersatz erhalten möchte, muss die Kosten dafür weitestgehend aus eigener Tasche zahlen. Diese immer größer werdenden Versorgungslücken im deutschen Gesundheitssystem lassen sich mit einer betrieblichen Krankenversicherung effektiv schließen.

    Daher schließen immer mehr Arbeitgeber eine betriebliche Krankenversicherung für ihre Mitarbeiter ab. Damit:

    • Zeigen sie soziales Verantwortungsbewusstsein für ihre Mitarbeiter
    • Schaffen sie attraktive Arbeitsbedingungen, mit denen sie
    • hoch qualifizierte, junge Arbeitnehmer gewinnen und in ihrem Unternehmen halten können

    Aber genauso wie die Arbeitgeber können auch die Arbeitnehmer von einer betrieblichen Krankenversicherung enorm profitieren. Sie erhalten mit einer betrieblichen Krankenversicherung:

    • Einen erstklassigen zusätzlichen Versicherungsschutz
    • Versicherungsleistungen zu attraktiven Konditionen, mit denen sie Versorgungslücken des gesetzlichen Gesundheitssystems schließen können

    Arbeitnehmer profitieren häufig zusätzlich davon, dass nicht sie selbst, sondern der Arbeitgeber Versicherungsnehmer ist. Sie tragen also keinerlei Risiko. Häufig können sie auf diese Weise einen besseren Versicherungsschutz erhalten, weil zum Beispiel die Gesundheitsprüfung in der Regel deutlich geringer aus- oder sogar gänzlich wegfällt.

    Eine betriebliche Krankenversicherung stellt damit sowohl für die Arbeitgeber als auch für die Arbeitnehmer einen großen Vorteil dar, den beide Seiten für sich nutzen sollten.


    Welche Leistungen sind in einer betriebliche Krankenversicherung versichert?

    Das Leistungsangebot einer betrieblichen Krankenversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine entscheidende Rolle spielt in jedem Fall das Leistungsspektrum des Versicherungsanbieters.
    Bei den meisten Versicherungsunternehmen, die betriebliche Krankenversicherungen anbieten, entspricht es in etwa dem Angebot für private Zusatzversicherungen. Häufige Leistungen, die mit einer betrieblichen Krankenversicherung abgesichert werden können, sind damit zum Beispiel:

    • Zahnersatz
    • Zahnärztliche Vorsorge und Behandlung
    • Sehhilfen
    • Auslandsversicherungsschutz
    • Chefarztbehandlung
    • Unterbringung im Einzel- oder Zweibettzimmer bei einem Krankenhausaufenthalt
    • Heilpraktikerbehandlung
    • Krankentagegeld

    Betriebliche Krankenversicherung - Physiotherpeutin erlärt Patientin Wirbelsäule Für den Arbeitnehmer ist vor allem entscheidend, welchen Teil dieses Versicherungsangebotes der Arbeitgeber nutzt.

    Dabei ist der Arbeitgeber an bestimmte Vorgaben
    der Versicherungsanbieter gebunden.

    Je nach Versicherungsanbieter können die Versicherungsleistungen nämlich nur für:

    • Die gesamte Belegschaft
    • Bestimmte Abteilungen oder Berufsgruppen
    • Bestimmte Personenkreise mit einer Mindestgröße

    abgeschlossen werden.

    Der Arbeitgeber kann diese Vorgaben auch im Sinne seiner Arbeitnehmer für sich nutzen. So können zum Beispiel für die unterschiedlichen Berufsgruppen oder Abteilungen unterschiedliche Leistungen vereinbart werden. Auf diese Weise kann der Arbeitgeber den unterschiedlichen Bedürfnissen seiner Arbeitnehmer gerecht werden. Mitarbeiter im Montagebereich haben häufig einen anderen Versicherungsbedarf als Mitarbeiter im Verwaltungsbereich. Manche Arbeitgeber lassen auch ihren Mitarbeitern freie Wahl und schließen einen Versicherungsschutz für bestimmte Leistungen ab, sobald die notwendige Mindestanzahl an Mitarbeitern für diesen Versicherungsschutz erreicht ist.

    Welche Leistungen also eine betriebliche Krankenversicherung im Einzelfall umfasst, hängt vor allem ab:

    • Vom Versicherungsanbieter
    • Vom Arbeitgeber als Versicherungsnehmer
    • Unter Umständen vom Arbeitnehmer

    Alles in allem stellt die betriebliche Krankenversicherung eine gute und flexible Möglichkeit dar, einen bedarfsorientierten Versicherungsschutz sicherzustellen. Das trägt zusätzlich außerdem zu einem guten Betriebsklima und einer hohen Motivation der Mitarbeiter bei.


    Was ist vor Abschluss einer betriebliche Krankenversicherung zu beachten?

    Arbeitgeber, die eine betriebliche Krankenversicherung für ihre Arbeitnehmer abschließen möchten, sollten grundsätzlich immer einige Punkte beachten.

    Eine zentrale Rolle spielt die Frage nach der Finanzierung der betrieblichen Krankenversicherung. Dabei kommen mehrere verschiedene Varianten in Frage:

    • Arbeitgeberfinanzierung
    • Gemeinsame Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer
    • Anfangsfinanzierung durch den Arbeitgeber mit Fortsetzungsmöglichkeit durch den Arbeitnehmer
    • Arbeitnehmerfinanzierung

    Bei der Arbeitgeberfinanzierung trägt der Arbeitgeber die Beiträge für die betriebliche Krankenversicherung komplett alleine. Alternativ dazu können die Arbeitnehmer an der Finanzierung beteiligt werden. Das bedeutet: Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen die Versicherungsbeiträge gemeinsam. Bei einer Anfangsfinanzierung trägt der Arbeitgeber die Beiträge für einen bestimmten Zeitraum komplett. Anschließend hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, die Versicherung zu übernehmen. Die Beiträge muss er dann selber zahlen. Eine ausschließliche Arbeitnehmerfinanzierung ist für eine betriebliche Krankenversicherung ebenfalls möglich. Auch in diesem Fall ist der Arbeitgeber Versicherungsnehmer. Der Arbeitnehmer profitiert von den günstigen Rahmenbedingungen, die der Arbeitgeber durch den Abschluss der betrieblichen Krankenversicherung ermöglicht.

    Ein weiterer wichtiger Punkt für den Arbeitgeber als Versicherungsnehmer einer betrieblichen Krankenversicherung ist die Zahl der Versicherten. Das hängt damit zusammen, dass es sich bei der betrieblichen Krankenversicherung um einen Gruppentarif handelt. Die Versicherten profitieren dabei von einer Art Mengenrabatt. Das bedeutet: Je mehr Versicherte der Versicherungstarif einschließt, desto günstiger die Konditionen. Eine übliche Staffelung für eine betriebliche Krankenversicherung kann zum Beispiel wie folgt aussehen:

    • Bereits ab fünf versicherten Arbeitnehmern ist ein Abschluss möglich
    • Eine spürbare Vergünstigung der Konditionen tritt häufig ab zehn versicherten Arbeitnehmern in Kraft
    • Sobald 50 % der Belegschaft versichert sind, entfällt eine Gesundheitsprüfung

    Unter diesen Umständen sollte der Arbeitgeber prüfen, wie viele unterschiedliche Leistungen er seinen Mitarbeitern zur Auswahl stellt. Unter Umständen kann es sinnvoller sein, nur wenige Leistungen mit sehr günstigen Konditionen zu ermöglichen, als viele Leistungen mit nur gering vergünstigten Konditionen.


    Wann leistet eine private betriebliche Krankenversicherung?

    Wann eine betriebliche Krankenversicherung leistet, ist davon abhängig, für welche Leistungen sie abgeschlossen wurde.
    Betriebliche Krankenversicherung_Rezept ausstellen

    Ob es sich also zum Beispiel um eine:

    • Zahnzusatzversicherung
    • Reisekrankenversicherung
    • Zusatzversicherung für Sehhilfen

    handelt. Abhängig davon, für welche Leistungen die betriebliche Krankenversicherung abgeschlossen wurde, unterscheiden sich auch die Voraussetzung. Das gilt auch für die eingeschlossenen Leistungen und deren Umfang. So kann zum Beispiel bei einer betrieblichen Krankenversicherung, die den Zahnersatz abdeckt, der Umfang der Leistungen von Anbieter zu Anbieter und von Tarif zu Tarif variieren. So kann die Kostenübernahme im einen Fall 60 % der Kosten für Zahnersatz betragen in einem anderen 90 %. Entscheidend ist grundsätzlich immer, welche Leistungen ein Tarif, der für eine betriebliche Krankenversicherung gewählt wurde, einschließt. Versicherte können dies im Zweifelsfall ihren Versicherungsunterlagen entnehmen.
    Möchte ein Arbeitnehmer, der über seinen Arbeitgeber eine betriebliche Krankenversicherung abgeschlossen hat, versicherte Leistungen in Anspruch nehmen, entspricht das Prozedere einer privaten Zusatzversicherung. Das heißt, genauso wie ein privat versicherter Patient nehmen die Versicherten einer betrieblichen Krankenversicherung bestimmte Leistungen in Anspruch. Für die erbrachten Leistungen erhalten sie im Anschluss an die Behandlung eine Rechnung. Anders als bei einer gesetzlichen Krankenkasse rechnet der Arzt oder das Krankenhaus direkt mit dem Patienten ab. Dieser kann die Rechnung für seine Behandlung bei der betrieblichen Krankenversicherung einreichen und sich die Kosten erstatten lassen.

    Weil die Abrechnung direkt zwischen Arzt und Patienten stattfindet, bedeutet dies aber auch, dass der Patient für Kosten aufkommen muss, wenn seine betriebliche Krankenversicherung diese nicht übernehmen sollte. Etwa, weil der Patient nicht versicherte Leistungen in Anspruch genommen hat. Bei größeren Behandlungen sollten sich die Versicherten daher von ihrer betrieblichen Krankenversicherung im Vorfeld die Kostenübernahme bestätigen lassen.


    Wann leistet eine betriebliche Krankenversicherung nicht?

    Genauso wie die Frage, wann eine betriebliche Krankenversicherung leistet, richtet sich auch die Frage, wann eine betriebliche Krankenversicherung nicht leistet, vor allem danach, welche Leistungen abgesichert sind und welche Konditionen dafür ausgehandelt wurden.

    Ein großer Vorteil einer betrieblichen Krankenversicherung besteht darin, dass für den Versicherungsschutz besondere Konditionen gelten. Zum Vorteil der Versicherten. So fallen bei vielen Anbietern von betrieblichen Krankenversicherungen etwa Wartezeiten komplett weg. Auch die Gesundheitsprüfung, die bei vielen Zusatzversicherungen regulär üblich ist, fällt in vielen Fällen komplett weg oder findet in deutlich geringerem Umfang statt. Diese Vergünstigungen hängen häufig von der Größe der Gruppe der Versicherten im jeweiligen Tarif ab. Mit solchen Sonderkonditionen fallen für die Versicherten zwei entscheidende Faktoren weg, die sonst mitunter dazu führen können, dass Zusatzversicherungen Leistungen nicht erbringen.

    Grundsätzlich gilt natürlich auch für eine betriebliche Krankenversicherung, dass nur die Leistungen erbracht werden, die explizit abgesichert werden.
    Das bedeutet umgekehrt natürlich auch, dass Leistungen, die nicht abgesichert sind, nicht von der betrieblichen Krankenversicherung übernommen werden.

    Die Versicherten, also die Arbeitnehmer, sollten daher genau prüfen, welche Leistungen ihre betriebliche Krankenversicherung einschließt.

    Handelt es sich bei der betrieblichen Krankenversicherung zum Beispiel um eine Zahnzusatzversicherung sollten die Versicherten vor einer Behandlung sicherstellen, dass beispielsweise die Kosten für einen bestimmten Zahnersatz auch wirklich übernommen werden. Nimmt der Versicherte bestimmte Leistungen in Anspruch, obwohl diese weder durch seine gesetzliche Krankenkasse noch durch seine betriebliche Krankenversicherung abgesichert sind, muss er für die Kosten selber aufkommen. Vor umfangreicheren Behandlungen sollten sich die Versicherten daher immer eine verbindliche Zusage zur Kostenübernahme geben lassen.


    Können Zusatzbausteine versichert werden?

    Betriebliche Krankenversicherung - Zahnersatz Eine betriebliche Krankenversicherung stellt in der Regel ein Bündel von Zusatzversicherungen dar. Diese werden als Gruppentarife zu besonderen Konditionen vom Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer abgeschlossen.

    Der Arbeitgeber kann als Versicherungsnehmer entscheiden, welche Zusatzversicherungen er abschließen und seinen Arbeitnehmern auf
    diese Weise zur Verfügung stellen möchte.

    Viele Arbeitgeber binden bei dieser Entscheidung ihre Arbeitnehmer mit ein, sodass eine flexible individuelle Anpassung der betrieblichen Krankenversicherung möglich ist. Innerhalb der betrieblichen Krankenversicherung stellt jede Zusatzversicherung an sich bereits gewissermaßen einen Zusatzbaustein dar. Inwiefern darüber hinaus für den Versicherungsnehmer, also den Arbeitgeber, die Möglichkeit besteht, die betriebliche Krankenversicherung für seine Arbeitnehmer noch mit anderen Versicherungen zur Vorsorge zu kombinieren, lässt sich nicht pauschal sagen.

    Dies hängt vor allem ab vom:

    • Angebot des Versicherungsanbieters
    • Geschäftsverhältnis des Arbeitgebers zum Versicherungsanbieter

    Häufig können Unternehmen nämlich individuelle Versicherungsleistungen für ihr Unternehmen mit einem Versicherungsanbieter aushandeln. Im Einzelfall können sich daraus auch für den versicherten Arbeitnehmer besondere Versicherungsmöglichkeiten ergeben. Im Normalfall sind im Rahmen einer betrieblichen Krankenversicherung jedoch außer den angebotenen Zusatzversicherungen der betrieblichen Krankenversicherung keine weiteren Zusatzbausteine versicherbar.


    Wann beginnt der Versicherungsschutz?

    Im Gegensatz zu vielen regulären Zusatzversicherungen bietet eine betriebliche Krankenversicherung insbesondere für die Versicherten einen besonders großen Vorteil: Es gelten keine Wartezeiten! Das bedeutet, dass der Versicherte die vertraglich vereinbarten Leistungen sofort im vollen Umfang nutzen kann.

    Der genaue Beginn der betrieblichen Krankenversicherung ist im Versicherungsvertrag, den der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer mit dem Versicherungsanbieter schließt, definiert. Handelt es sich dabei um einen Zeitpunkt in der Zukunft, müssen der Versicherungsnehmer und der versicherte Arbeitnehmer, berücksichtigen, dass Leistungen erst ab diesem Zeitpunkt in Anspruch genommen werden können. Für Behandlungskosten vor diesem Zeitpunkt kommt die betriebliche Krankenversicherung nicht auf. Bei den meisten betrieblichen Krankenversicherungen ist es üblich, dass sich der Versicherungsschutz nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres automatisch um jeweils ein Jahr verlängert. Eine weitere Voraussetzung für den Beginn des Versicherungsschutzes einer betrieblichen Krankenversicherung ist häufig außerdem, dass die erste Beitragsrate pünktlich gezahlt wird. Das heißt in der Regel zum in der Police definierte Zeitpunkt für den Versicherungsbeginn oder unverzüglich nach Zugang der Versicherungspolice.


    Welche Versicherungssummen sind sinnvoll?

    Die Höhe der Versicherungssummen innerhalb einer betrieblichen Krankenversicherungen richtet sich ganz nach den jeweiligen Leistungen. Sie sind dabei für die unterschiedlichen Leistungen individuell angepasst. Es gelten also unterschiedliche Versicherungssummen, für die verschiedenen eingeschlossenen Zusatzversicherungen wie zum Beispiel:

    • Krankentagegeld
    • Sehhilfen
    • Zahnzusatzversicherung

    Betriebliche Krankenversicherung_Investition Die maximale Höhe der Leistungen, der Versicherungssummen, wird dabei individuell zusammen mit dem Leistungsumfang festgelegt. Für Sehhilfen kann zum Beispiel festgelegt sein, dass Kosten von bis zu 200 Euro alle zwei Jahre übernommen werden.

    Bei Zusatzversicherungen für Zahnersatz werden die Versicherungssummen hingegen häufig in den ersten Versicherungsjahren schrittweise erhöht. Welche Versicherungssummen im Einzelfall sinnvoll sind, lässt sich nicht pauschal sagen.

    Für die Arbeitnehmer als Versicherte ist es häufig aber attraktiver bei wenigen Leistungen in hohem Umfang, also mit hohen Versicherungssummen, zu profitieren als bei vielen Leistungen nur in geringem Umfang. Ob das im Einzelfall zutrifft, sollte jeder Arbeitgeber individuell mit seinen Angestellten, den Versicherten, abklären. Auch hier bestehen wie in vielen anderen Bereichen der betrieblichen Krankenversicherung zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten. Von diesen Möglichkeiten sollten Arbeitgeber umfassend Gebrauch machen, um den optimalen Versicherungsschutz für ihre Angestellten zu ermöglichen. Sie selber profitieren davon durch ein:

    • Gutes Betriebsklima
    • Motivierte Mitarbeiter
    • Geringere krankheitsbedingte Ausfallzeiten

    Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

    Wie bei allen privaten Kranken- und Krankenzusatzversicherungen richtet sich auch der Beitrag zur betrieblichen Krankenversicherung nach verschiedenen Faktoren. Das sind insbesondere:

    • Art und Umfang der Leistungen
    • Anzahl der versicherten Arbeitnehmer
    • Alter der Versicherten

    Da es sich bei der betrieblichen Krankenversicherung um Gruppenversicherungen handelt, spielt vor allem die Anzahl der versicherten Arbeitnehmer eine entscheidende Rolle bei der Berechnung der Beiträge. Grundsätzlich gilt: Je mehr Versicherungsnehmer in einem Tarif abgesichert werden, desto niedriger fallen die Beiträge aus. Häufig werden die Versicherten dabei nach ihrem Alter gruppiert. Altersabhängig können die Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung daher variieren. Um die Zahl der Versicherten pro Tarif zu erhöhen, kann es daher für den Arbeitgeber sinnvoll sein, die Auswahl der Versicherungsarten für seine Arbeitnehmer einzuschränken. Die Vorteile durch die höhere Gruppengröße wiegen diese Einschränkung in der Regel deutlich auf.

    Neben dem Alter und der Anzahl der Versicherten pro Tarif spielen natürlich auch die vereinbarten Leistungen eine entscheidende Rolle. Je umfangreicher die Leistungen der betrieblichen Krankenversicherung, desto höher fallen üblicherweise auch die Beiträge aus.

    Keine Rolle spielen bei der Berechnung der Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung in der Regel eventuelle Vorerkrankungen. Schließt eine Person einzeln eine Zusatzversicherung ab, können Vorerkrankungen und Risikofaktoren zu einer deutlichen Erhöhung der Versicherungsbeiträge führen. Bei einer betrieblichen Krankenversicherung ist dies nicht oder in einem deutlich geringeren Umfang der Fall.


    Welche Vorteile bringt ein Vergleich der betrieblichen Krankenversicherung?

    Wie bei allen Versicherungen lohnt es sich auch bei einer betrieblichen Krankenversicherung, verschiedene Angebote genau miteinander zu vergleichen. Das gilt sowohl für den:

    • Arbeitgeber als Versicherungsnehmer als auch für den
    • Arbeitnehmer als Versicherten

    Weshalb der Arbeitgeber vor dem Abschluss einer betrieblichen Krankenversicherung verschiedene Angebote miteinander vergleichen sollte, liegt auf der Hand. Er muss die Versicherungsbeiträge zahlen und kann mit einem Vergleich die betriebliche Krankenversicherung ermitteln, die für ihn am günstigsten ist. Er kann also mit einem Vergleich von verschiedenen betrieblichen Krankenversicherungen Geld sparen. Darüber hinaus bietet ein Vergleich verschiedener betrieblicher Krankenversicherungen auch die Möglichkeit, das Angebot mit den besten Leistungen für ein bestimmtes Budget zu ermitteln.
    Betriebliche Krankenversicherung - Versicherungsvergleich
    Nicht ganz so offensichtlich aber ebenso Vorteilhaft kann ein Vergleich verschiedener Versicherungsangebote auch für den Arbeitnehmer sein. Das ist vor allem immer dann der Fall, wenn er bereits über einen Versicherungsschutz verfügt, der dem Leistungsumfang der betrieblichen Krankenversicherung ähnelt oder sogar entspricht. In diesem Fall sollte also ein Vergleich der betrieblichen Krankenversicherung mit einem bestehenden  Versicherungsschutz vorgenommen werden. Stellt sich dabei heraus, dass die betriebliche Krankenversicherung bessere Leistungen oder Konditionen bietet, kann der Arbeitnehmer in vielen Fällen seine bisherige Zusatzversicherung ruhen lassen. Im Gegensatz zu einer Kündigung kann er dann zu einem späteren Zeitpunkt, etwa einem Arbeitgeberwechsel, die bisherige Zusatzversicherung wieder aufnehmen. Ob diese Option besteht, hängt von seinem bestehenden Versicherungsvertrag ab.


    Kann eine flexible Anpassung des Versicherungsschutzes sowie des Beitrags vorgenommen werden?

    Eine Anpassung des Versicherungsschutzes ist vor allem vor dem Abschluss einer betrieblichen Krankenversicherung durch die Auswahl der unterschiedlichen Zusatzleistungen möglich. Der Tarif für eine Chefarztbehandlung oder ein umfangreiches Krankentagegeld ist in der Regel teurer als etwa eine Zusatzversicherung für Sehhilfen oder Auslandsversicherungsschutz. Auch der Umfang der Leistungen innerhalb eines bestimmten Tarifes kann häufig angepasst werden. So werden zum Beispiel Zahnzusatzversicherungen in unterschiedlichem Leistungsumfang angeboten. Je nach Tarif können Behandlungskosten in unterschiedlichem Umfang abgesichert werden. Etwa 50 oder 85 Prozent der Kosten für Zahnersatz.

    Durch die Wahl und die Anpassung der verschiedenen Zusatzleistungen, die im Rahmen einer betrieblichen Krankenversicherung möglich sein sollen, verändert sich auch die Höhe des Beitrags. Eine weitere indirekte Anpassungsmöglichkeit für die Höhe der Beiträge besteht in der Größe der Gruppen für einzelne Tarife. Je größere die Gruppe der Versicherten für einen Tarif, desto günstiger sind die Beiträge für die betriebliche Krankenversicherung. Der Arbeitgeber kann also über die Anzahl der Tarife, die er seinen Arbeitnehmern zur Auswahl stellt, indirekt die Gruppengröße pro Tarif beeinflussen. Welche Spielräume hierbei bestehen, ist jedoch vor allem von den Vertragsmodalitäten der betrieblichen Krankenversicherung abhängig.

    Eine Anpassung des Versicherungsschutzes und der Beitragshöhe einer bestehenden betrieblichen Krankenversicherung ist in der Regel nicht möglich. Mitunter sind jedoch Anpassungen zum Ablauf eines Versicherungsjahres möglich, etwa durch einen Tarifwechsel oder Neu-Gruppierungen der Versicherten.


    Können die Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Als Versicherungsnehmer kann der Arbeitgeber, der eine betriebliche Krankenversicherung abschließt, die Beiträge für seine Arbeitnehmer zahlen. Bei der steuerlichen Behandlung der Beiträge sind in diesem Fall einige Dinge zu beachten. Mitunter kommen auch verschiedene Varianten in Frage. Im Einzelfall sollte der Versicherungsnehmer grundsätzlich die für ihn beste Variante mit seinem Steuerberater ermitteln.

    Grundsätzlich können die Ausgaben für eine betriebliche Krankenversicherung vom Arbeitgeber als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Auf diese Weise kann er seinen Gewinn reduzieren und somit Steuern sparen. Weil die vom Arbeitgeber gezahlten Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung einen geldwerten Vorteil für den versicherten Arbeitnehmer darstellen, müssen sie als solche versteuert werden. In vielen Fällen übernimmt dies der Arbeitgeber. Zwei Möglichkeiten kommen dabei in Betracht:

    • Versteuerung als Nettolohn
    • Pauschale Versteuerung

    Bei der Versteuerung als Nettolohn wird der entsprechende Bruttolohn errechnet und genauso wie das Arbeitsentgelt für den Arbeitnehmer versteuert. Übernimmt der Arbeitgeber auch die hierbei auf die Beiträge der betrieblichen Krankenversicherung entfallenden Lohnsteuern, werden diese ebenfalls als geldwerte Vorteile angerechnet.

    Alternativ ist eine pauschale Versteuerung der Beiträge zur betrieblichen Krankenversicherung möglich. Voraussetzung dafür ist, dass:

    • Die Beiträge jährlich gezahlt werden, sodass sie als sonstiger Bezug des Arbeitnehmers angesehen werden
    • Dabei der Gesamtbetrag der sonstigen Bezüge des Arbeitnehmers 1.000 Euro nicht überschreitet
    • Mindestens 20 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt sind (darunter gilt eine sogenannten Kann-Regelung für die Pauschalversteuerung)

    Was ist bei einer Kündigung der betrieblichen Krankenversicherung zu beachten?

    Betriebliche Krankenversicherung - Kündigung Eine Kündigung einer betrieblichen Krankenversicherung ist in der Regel problemlos möglich. Da es sich in der Regel um Versicherungen ohne Altersrückstellungen handelt, müssen außer Kündigungsfristen in der Regel keine besonderen Punkte berücksichtigt werden.

    Als Kündigungsfrist für eine ordentliche Kündigung gilt eine Frist von drei Monaten jeweils zum Ende eines Versicherungsjahres. Dieses kann je nach Anbieter
    vom Kalenderjahr abweichen.

    Viele Anbieter betrieblicher Krankenversicherungen passen das Versicherungsjahr inzwischen auch dem Kalenderjahr an. Möglich sind sowohl:

    • Die Kündigung der kompletten betrieblichen Krankenversicherung als auch
    • Die Kündigung des Vertrages oder des Tarifes für einen einzelnen Arbeitnehmer

    Erreicht ein versicherter Arbeitnehmer eine Altersgrenze für einen Tarif oder werden andere vertragliche Kriterien nicht mehr erfüllt, gelten gesonderte Fristen. Diese sind in den Vertragsunterlagen zur betrieblichen Krankenversicherung geregelt. Ebenfalls besondere Konditionen gelten auch, wenn der Versicherungsanbieter die Beiträge für eine betriebliche Krankenversicherung erhöht. In diesem Fall hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, innerhalb einer Frist von ein bis zwei Monaten die betriebliche Krankenversicherung außerordentlich zu kündigen.

    Scheidet ein versicherter Arbeitnehmer aus dem Unternehmen des Versicherungsnehmers aus, kann er eine bestehende betriebliche Krankenversicherung gegebenenfalls unter geänderten Konditionen als Einzelversicherung fortführen.


    Was ist bei einem Wechsel der betrieblichen Krankenversicherung zu beachten?

    Im Wesentlichen gelten bei einem Wechsel einer betrieblichen Krankenversicherung die gleichen Kriterien wie bei der Kündigung einer betrieblichen Krankenversicherung. Um Komplikationen für seine Arbeitnehmer zu vermeiden, sollte der Arbeitgeber darauf achten, dass ein lückenloser Versicherungsschutz gewährleistet ist. Dazu muss vor allem der Abschluss einer neuen betrieblichen Krankenversicherung rechtzeitig in die Wege geleitet werden. Außerdem muss der Zeitpunkt für den Versicherungsbeginn passend gewählt werden. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, steht einem Wechsel der betrieblichen Krankenversicherung nichts mehr im Weg.