Beamten Krankenversicherung


Weshalb ist eine Beamten Krankenversicherung sinnvoll?

Zahnzusatzversicherung - zufriedener ArztBeamten Krankenversicherungen stellen einen besondere Krankenversicherungsschutz für Beamte dar.

Beamte unterliegen nämlich nicht der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht wie herkömmliche Angestellte.

Stattdessen erhalten sie von ihrem Dienstherren einen prozentualen Zuschuss zu Ausgaben für ärztliche Behandlungen. Diese Zuschüsse werden als Beihilfen bezeichnet. Je nach:

  • Dienstherr,
  • Bundesland und
  • Familienstand

können diese Zuschüsse zwischen 50 und 80 Prozent der anfallenden Behandlungskosten betragen.

Auf diese Weise sind Beamte zwar grundsätzlich für den Krankheitsfall abgesichert, jedoch nicht in vollem Umfang. Den Anteil, der nicht durch die Beihilfen abgedeckt ist, müssen die Betroffenen nämlich selber tragen. Diese Versorgungslücke kann mit einer Beamten Krankenversicherung systematisch geschlossen werden. Dabei handelt es sich um eine private Krankenversicherung, die den Eigenanteil der Beihilfeberechtigten im Bedarfsfall übernimmt. Darüber hinaus bieten Beamten Krankenversicherungen immer auch die Möglichkeit, zusätzliche Leistungen in den Versicherungsschutz einzubinden.

Ähnlich wie Selbstständige haben auch Beamte grundsätzlich die Möglichkeit, den Versicherungsschutz einer gesetzlich Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Im Gegensatz stellt dies in der Regel jedoch keine interessante Option dar. Ähnlich wie Selbstständige müssten sie nämlich die vollen Beiträge selber zahlen. Im Gegenzug bekommen sie in der gesetzlichen Krankenkasse lediglich die gesetzlichen Standardleistungen. Weil im Gegensatz dazu die Beamten Krankenversicherung lediglich die Leistungen der Beihilfe aufstockt, fallen die Beiträge deutlich geringer aus als in der gesetzlichen Krankenkasse. Darüber hinaus lassen sich viele zusätzliche Leistungen integrieren. Insgesamt ermöglicht die Beamtenkrankenversicherung auf diese Weise erstklassige Leistungen einer privaten Krankenversicherung. Gemessen an den Leistungen fallen die Beiträge für eine Beamtenkrankenversicherung dabei ausgesprochen gering aus.


Welche Leistungen sind in einer Beamtenkrankenversicherung versichert?

Die Beamtenkrankenversicherung stellt einen ergänzenden Versicherungsschutz für Beihilfeberechtigte dar. Sie stockt die Beihilfeleistungen, die die Versicherungsnehmer erhalten, auf. Es handelt sich also um eine sogenannte Teilversicherung. Die Höhe der Leistungen, die die Beamtenkrankenversicherung erbringt, hängen damit von der Höhe der Beihilfen ab. Auf diese Weise können die Beihilfeberechtigten einen vollständigen Krankenversicherungsschutz mithilfe einer Beamtenkrankenversicherung sicherstellen.

Zusätzlich haben die Empfänger von Beihilfen die Möglichkeit, wie jeder Privatversicherte weitere Leistungen in den Versicherungsschutz einzubinden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Chefarztbehandlung im Krankenhaus
  • Zwei- oder Einzelbettunterbringung im Krankenhaus
  • Zahnersatz
  • Hilfsmittel wie Sehhilfen oder Hörgeräte

Welche dieser Leistungen im Einzelfall eingeschlossen werden können, hängt vor allem vom Anbieter der Beamtenkrankenversicherung sowie dessen Tarifen ab. In der Regel bieten die meisten Beamtenkrankenversicherungen jedoch zahlreiche Anpassungs- und Wahlmöglichkeiten. Das betrifft neben den einzelnen Leistungen immer auch den Umfang oder die Höhe der Leistungen. Das bedeutet, es wird ein bestimmtes Limit vereinbart, bis zu dem Leistungen von der Beamtenkrankenversicherung übernommen werden. Welche Leistungen oder in welchem Umfang eine Beamtenkrankenversicherung Leistungen umfasst, hängt also davon ab, was die beiden Vertragspartner verhandeln, bzw. welchen Tarif der Versicherte wählt.

In dieser Anpassungsfähigkeit besteht auch eine große Stärke der Beamtenkrankenversicherung gegenüber gesetzlichen Krankenkassen. Der Versicherungsschutz kann den individuellen Bedürfnissen und Wünschen angepasst werden. Außerdem zahlt der Versicherungsnehmer nur für die vereinbarten Leistungen. Anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen hat der Versicherungsnehmer außerdem einen vertraglich vereinbarten Anspruch darauf, dass die vereinbarten Leistungen im Bedarfsfall auch tatsächlich erbracht werden. Leistungsansprüche können also nicht gestrichen werden, wie dies bei gesetzlichen Krankenversicherungen geschehen kann.


Was ist vor Abschluss einer Beamtenkrankenversicherung zu beachten?

Wer vor der Entscheidung steht, eine Beamtenkrankenversicherung abzuschließen, sollte einige Punkte berücksichtigen. Dadurch lässt sich ein passender Versicherungsschutz ermitteln, den der Versicherte später nicht bereuen muss. Vor dem Abschluss einer Beamtenkrankenversicherung sollten daher folgende Punkte in jedem Fall geklärt werden:

  • Welche Leistungen sind gewünscht und notwendig?
  • Welche Tarife beinhalten die gewünschten Leistungen?
  • Welcher der passenden Tarife ist der günstigste?

Die Frage nach dem Leistungsumfang muss jeder Versicherungsnehmer für sich selber klären. Sie richtet sich nach den persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen des Versicherungsnehmers. Auch die persönliche Risikobereitschaft und die Fähigkeit oder Bereitschaft Kosten selber zu tragen sind entscheidende Faktoren. Sie alle haben einen großen Einfluss darauf, welche Leistungen eine Beamtenkrankenversicherung erbringen sollte.

Zahnzusatzversicherung - Ärztin in Beratung Ist der Leistungsbedarf geklärt, sollten im nächsten Schritt Tarife und Anbieter ermittelt werden, die den gewünschten Versicherungsschutz bieten. Erst im Anschluss sollten die passenden Tarife auch im Hinblick auf die Beitragshöhe miteinander verglichen werden.

Nicht selten verlangen die Anbieter von Beamtenkrankenversicherung sehr unterschiedliche Beiträge für gleiche oder ähnliche Leistungen.

Einen entscheidenden Faktor bei der Berechnung von Beiträgen spielen aber immer das Alter des Versicherungsnehmers sowie eventuelle Vorerkrankungen.

Diese werden mitunter als Risikofaktoren gewertet, die den Versicherungsbeitrag erhöhen können. Aus diesem Grund führen Beamtenkrankenversicherungen wie alle privaten Krankenversicherungen eine Gesundheitsprüfung durch. Allerdings verzichten einige Anbieter auch auf eine solche Prüfung. Zum Beispiel, wenn sich Beamte innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach ihrer Verbeamtung für eine Beamtenkrankenversicherung entscheiden.


Wann leistet eine private Beamtenkrankenversicherung?

Damit eine private Beamtenkrankenversicherung ihre Leistungen erbringt, gelten die gleichen Kriterien wie bei einer privaten Vollversicherung. Das bedeutet, eine private Beamtenkrankenversicherung leistet grundsätzlich:

  • Nach dem Abschluss der Behandlung, bzw. nach der Rechnungslegung
  • Wenn die in Anspruch genommenen Leistungen im Versicherungsschutz enthalten sind

In der Praxis heißt das, dass ein Beamter wie ein Privatpatient nach dem Abschluss einer ärztlichen, zahnärztlichen oder psychotherapeutischen Behandlung eine Rechnung für die erbrachten Leistungen erhält. Der Arzt rechnet also nicht mit einer Versicherung sondern direkt mit dem Patienten ab. Dieser kann die Rechnung anschließend bei der zuständigen Beihilfestelle und bei seiner Beamtenkrankenversicherung einreichen. Beide Stellen erstatten dann dem Patienten die entstandenen Behandlungskosten zurück. Alternativ hat der Patient die Möglichkeit, eine Rechnung nicht einzureichen. Bei der Beamtenkrankenversicherung kann das sinnvoll sein, wenn diese ein Beitragsrückzahlung  anbietet. Viele Beamtenkrankenversicherung bieten eine solche Beitragsrückzahlung an, wenn der Versicherte im Laufe des Versicherungsjahres keine Leistungen der Beamtenkrankenversicherung in Anspruch nimmt. Übersteigen die Beitragsrückzahlungen der Beamtenkrankenversicherung die entstandenen Arztkosten, kann es durchaus rentabel sein, kleinere Rechnungen selber zu zahlen.

Grundvoraussetzung für eine Kostenübernahme durch eine Beamtenkrankenversicherung ist immer, dass die entsprechenden Leistungen auch tatsächlich abgesichert sind. Also nur wenn eine Einzelbettunterbringung im Krankenhaus vertraglich vereinbart ist, erstattet die Beamtenkrankenversicherung dem Versicherten auch tatsächlich die Kosten dafür. Gerade bei umfangreicheren Behandlungen sollten sich die Versicherten von ihrer Beamtenkrankenversicherung verbindlich zusichern lassen, dass alle Leistungen übernommen werden. Auf eine solche verbindliche Zusage zur Kostenübernahme haben Beihilfeberechtigte bereits ab erwarteten Behandlungskosten in Höhe von 1.000 Euro einen Anspruch.


Wann leistet eine Beamtenkrankenversicherung nicht?

Immer wieder kann es vorkommen, dass eine Beamtenkrankenversicherung nicht leistet. Das kann verschiedene Gründe haben:

  • Der Versicherte hat Leistungen in Anspruch genommen, die nicht im Versicherungsschutz enthalten sind
  • Der Versicherte hat medizinisch nicht notwendige Leistungen in Anspruch genommen

Eine wichtige Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Beamtenkrankenversicherung ist immer, dass die Leistungen medizinisch notwendig sind und dass sie durch den genutzten Versicherungstarif abgesichert sind. Enthält die Beamtenkrankenversicherung zusätzliche Leistungen, können diese auch in Anspruch genommen werden, wenn sie nicht unbedingt notwendig sind. In diesem Fall ist entscheidend, dass die Leistungen im Versicherungstarif eingeschlossen sind. Das ist zum Beispiel bei Zahnersatz häufig der Fall. Durch entsprechende Zusatzbausteine haben die Versicherungsnehmer die Möglichkeit, besonders hochwertigen Zahnersatz in Anspruch zu nehmen.

Wer sich nicht sicher ist, ob bestimmte Leistungen von der Beamtenkrankenversicherung übernommen werden, kann in seinen Versicherungsunterlagen nachsehen oder direkt beim Versicherungsanbieter nachfragen. Vor umfangreicheren Behandlungen haben die Versicherten sogar einen Anspruch auf eine verbindliche Auskunft zur Kostenübernahme.

Ein weiterer Grund dafür, dass eine Beamtenkrankenversicherung nicht leistet, kann darin bestehen, dass der Versicherungsnehmer bei der Gesundheitsprüfung falsche oder unvollständige Angaben gemacht hat. Die Gesundheitsprüfung dient dazu, bei der Aufnahme eines Antragstellers bestimmte Gesundheitsrisiken zu ermitteln. Verschiedene Anbieter von Beamtenkrankenversicherungen verzichten aber auch auf eine solche Prüfung.


Können Zusatzbausteine versichert werden?

Wie bei einer privaten Vollversicherung ist es auch bei einer Beamtenkrankenversicherung bei nahezu allen Anbietern möglich, zusätzliche Leistungen einzuschließen. Über die Basisleistungen hinaus, die dem gesetzlichen Versicherungsschutz entsprechen, können so zum Beispiel in die Beamtenkrankenversicherung integriert werden:

  • Chefarztbehandlung im Krankenhaus
  • Freie Krankenhauswahl
  • Ein- oder Zweibettunterbringung
  • Hochwertiger Zahnersatz
  • Kostenübernahme für Sehhilfen oder Hörgeräte
  • Kostenübernahme für Heilpraktikerbehandlungen

Welche Leistungen im Detail eingeschlossen werden können, hängt in erster Linien vom Versicherungsanbieter und dessen Tarifen ab. Das Gleiche gilt für die Höhe oder den Umfang der einzelnen Zusatzleistungen. Während eine Beamtenkrankenversicherung Kosten für eine Brille in Höhe von 300 Euro jährlich übernimmt, erstattet eine andere Beamtenkrankenversicherung unter Umständen nur 200 Euro alle zwei Jahre. Die Angebote der Beamtenkrankenversicherung sind sehr vielfältig und ermöglichen viele Anpassungen an die individuellen Bedürfnisse des Versicherungsnehmers. Entscheidend ist letztlich, was Versicherungsnehmer und -anbieter vertraglich vereinbaren. Der Umfang der vereinbarten Leistungen ist gleichzeitig immer auch ein entscheidender Faktor bei der Höhe der Versicherungsbeiträge.

Grundsätzlich besteht mit der Wahl von Zusatzbausteinen oder -leistungen in der Beamtenkrankenversicherung auf jeden Fall eine sehr gute Möglichkeit, die Leistungen an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Jeder Versicherungsnehmer sollte daher für sich selber prüfen, welche Leistungen er in Anspruch nehmen möchte, bzw. welche Leistungen er tatsächlich benötigt.


Wann beginnt der Versicherungsschutz?

Der Beginn des Versicherungsschutzes durch eine Beamtenkrankenversicherung lässt sich nicht durch einen Termin festlegen. Es gelten stattdessen drei verschiedene Beginne, die eine entscheidende Rolle spielen. Zu unterscheiden sind:

  • Formeller Beginn
  • Technischer Beginn
  • Materieller Beginn

Zahnzusatzversicherung - Ärztin hält eine Uhr Als formeller Beginn wird der Zeitpunkt bezeichnet, zu dem der Versicherungsnehmer einen Aufnahmeantrag gestellt hat und seine Vertragsunterlagen für die Beamtenkrankenversicherung erhalten hat.
In der Versicherungspolice selber ist der Zeitpunkt für den technischen Beginn der Beamtenkrankenversicherung festgehalten.

Es handelt sich um den Zeitpunkt, ab dem die Versicherung gültig ist. In der Regel handelt es sich um den ersten Tag des Folgemonats.

Abweichende Vereinbarungen und Zeitpunkte können aber getroffen werden. Entscheidend ist der Zeitpunkt der in der Police festgehalten ist.
Ab diesem Zeitpunkt:

  • Werden dem Versicherten Beiträge berechnet
  • Werden bestimmte Wartezeiten und Fristen berechnet

Der Zeitpunkt nach dem Ablauf von Wartezeiten und Fristen nach dem technischen Beginn wird als materieller Beginn bezeichnet. Ab diesem Zeitpunkt kann der Versicherungsnehmer die Leistungen seiner Beamtenkrankenversicherung in vollem Umfang in Anspruch nehmen. Der materielle Beginn kann dabei für einzelne Leistungen variieren. Je nach Art der Leistungen, die in der Beamtenkrankenversicherung enthalten sind, gelten dafür nämlich häufig unterschiedliche Wartezeiten. Zum Beispiel sind neben einer generellen Wartezeit von drei Monaten für alle Leistungen auch besondere Wartezeiten von bis zu acht Monaten etwa für Zahnbehandlungen, Psychotherapie oder Entbindungen üblich. Innerhalb dieser Wartezeit kommt die Beamtenkrankenversicherung für die entsprechenden Leistungen nicht auf.


Welche Versicherungssummen sind sinnvoll?

Je nach Ausgestaltung der Beamtenkrankenversicherung werden Versicherungssummen nur für bestimmte Leistungen vereinbart. Dabei können verschiedene Formen zur Festlegung von Versicherungssummen, Höchstbeträgen oder Maximalsummen genutzt werden:

  • Komplette Kostenübernahme
  • Kostenbeteiligung bis zu einem bestimmten Prozentsatz der Gesamtkosten
  • Kosten bis zu einem bestimmten Jahres-Höchstbetrag

Die komplette Kostenübernahme findet für gewöhnlich bei Basisleistungen statt. Also den Leistungen, die vom Umfang her den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen. Auch für viele Zusatzleistungen wie zum Beispiel Chefarztbehandlungen oder Einzelzimmerunterbringung gelten bei den meisten Beamtenkrankenversicherungen keine Höchstgrenzen. Im Bedarfsfall werden alle anfallenden Kosten gegebenenfalls abzüglich der möglichen Beihilfen erstattet.

Sind für bestimmte Leistungen Prozentsätze vereinbart, bedeutet das, dass anfallende Kosten prozentual übernommen werden. Die Beamtenkrankenversicherung erstattet in diesem Fall die entstandenen Kosten prozentual zurück. Die nicht gedeckten Kosten muss der Versicherungsnehmer selber tragen. Außer der prozentualen Begrenzung sind die Leistungen nicht limitiert. Der Versicherte kann also alle gedeckten Leistungen in unbegrenztem Umfang in Anspruch nehmen.

Die dritte übliche Art der Kostenbeteiligung ist die Übernahme von Kosten bis zu einem bestimmten Höchstbetrag pro Jahr. In diesem Fall übernimmt die Beamtenkrankenversicherung alle Kosten für eine bestimmte Leistung bis zu einem Maximalbetrag. Ist der Maximalbetrag erreicht, muss der Versicherte alle darüber hinaus anfallenden Kosten selber tragen. Üblich sind solche Höchstbeträge oder auch Versicherungssummen insbesondere für Heilpraktikerbehandlungen, Sehhilfen und Hörgeräte sowie mitunter für zahnmedizinische Leistungen oder Zahnersatz. Für welche Leistungen im Einzelfall Versicherungssummen gelten, variiert von Anbieter zu Anbieter von Beamtenkrankenversicherungen. Welche Versicherungssummen im Einzelfall sinnvoll sind, lässt sich daher nicht pauschal beantworten. Entscheidend bei der Festlegung von Versicherungssummen ist immer auch der persönliche Bedarf. Wer zum Beispiel keine oder nur sehr wenige Heilpraktikerbehandlungen in Anspruch nehmen möchte, benötigt auch nur geringe Höchstbeträge. Wer hingegen regelmäßig neue Sehhilfen mit aufwendigen Gläsern benötigt, sollte darauf achten, dass auch die Kosten in angemessener Höhe von der Beamtenkrankenversicherung übernommen werden.


Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

Anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen richten sich die Beiträge ganz klar nach den Leistungen, die vertraglich mit der privaten Beamtenkrankenversicherung vereinbart sind. Das heißt also, dass der Versicherungsnehmer nur für Leistungen zahlen muss, die er im Bedarfsfall auch wirklich von der Beamtenkrankenversicherung in Anspruch nehmen kann. Dabei gilt grundsätzlich: Je umfangreicher die Leistungen der privaten Beamtenkrankenversicherung, desto höher in der Regel auch die Beiträge.

Neben dem Leistungsumfang spielen zusätzlich zwei weitere Faktoren eine entscheidende Rolle bei der Berechnung der Beitragshöhe:

  1. Alter des Versicherungsnehmers
  2. Risikofaktoren wie chronische Erkrankungen

Zahnzusatzversicherung - Arzt hält Geldscheine Wie die Leistungen der Beamtenkrankenversicherung hat auch das Alter des Versicherungsnehmers einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Versicherungsbeiträge. Weil junge Versicherte statistisch gesehen seltener krank werden, müssen sie auch die Leistungen ihrer Beamtenkrankenversicherung seltener in Anspruch nehmen. Junge Versicherungsnehmer zahlen daher in der Regel weniger als ältere Versicherungsnehmer einer Beamtenkrankenversicherung.

Die Kostensteigerungen im Alter können jedoch gering gehalten werden, wenn Versicherungsnehmer bereits in jungen Jahren in die Beamtenkrankenversicherung eintreten. Dann bilden die privaten Beamtenkrankenversicherungen wie jede andere private Krankenversicherung auch aus einem Teil der Beiträge Altersrücklagen. Diese Rücklagen nutzen die Beamtenkrankenversicherungen, um den steigenden Leistungsbedarf der Versicherten im Alter zu kompensieren. Dadurch können die Beitragssteigerungen im Alter reduziert werden.

Wie das Alter stellen auch Vorerkrankungen eines Versicherungsnehmers ein Risiko für eine private Beamtenkrankenversicherung dar. Denn auch in diesem Fall besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Versicherte die Leistungen seiner Beamtenkrankenversicherung häufiger in Anspruch nehmen muss. Aus diesem Grund führen viele Beamtenkrankenversicherungen eine Gesundheitsprüfung durch. Je nach Vorerkrankung können Risikozuschläge erhoben werden. Einige Beamtenkrankenversicherungen verzichten unter bestimmten Voraussetzungen auf solche Gesundheitsprüfungen.


Welche Vorteile bringt ein Vergleich der Beamtenkrankenversicherung?

Ein Vergleich der Angebote für Beamtenkrankenversicherungen birgt immense Vorteile. Jeder Versicherungsnehmer sollte daher verschiedene Vergleichsmöglichkeiten vor Vertragsabschluss nutzen. Der Vergleich von unterschiedlichen Tarifen und Anbietern birgt dabei verschiedene direkte und indirekte Vorteile:

  1. Muss sich der Versicherungsnehmer darüber klar werden, welche Leistungen er benötigt oder wünscht
  2. Muss der Versicherungsnehmer genau prüfen, welche Leistungen ein Angebot beinhaltet
  3. Neue bisher noch nicht bekannte Anbieter können entdeckt werden
  4. Das günstigste Angebot kann ermittelt werden

Die ersten beiden Punkte stellen eindeutig einen indirekten Nutzen dar. Dieser sollte aber nicht unterschätzt werden. Der Vergleich unterschiedlicher Beamtenkrankenversicherungen erfordert nämlich, dass sich der Versicherungsnehmer mit dem Thema intensiv auseinandersetzt. Er muss sich darüber klar werden, welche Leistungen er von einer Beamtenkrankenversicherung benötigt oder wünscht. Außerdem  sollte er genau prüfen, welche Anbieter und Tarife zu seinen Bedürfnissen passen. Nur dann ist es nämlich möglich, gleichwertige Angebote miteinander zu vergleichen. Zuletzt können dann geeignete Angebote miteinander verglichen werden. Wer für den Vergleich verschiedener Beamtenkrankenkassen auf Online-Vergleichsrechner zurückgreift, kann dabei häufig neue Anbieter und Tarife entdecken.

Wer auf diese Weise verschiedene Beamtenkrankenversicherungen genau miteinander vergleicht, kann sicherstellen, dass er:

  • die passenden Leistungen erhält
  • ein möglichst günstiges Angebot findet

Versicherungsnehmer, die dies berücksichtigen, können sicherstellen, dass sie den optimalen Versicherungsschutz erhalten.


Kann eine flexible Anpassung des Versicherungsschutzes sowie des Beitrags vorgenommen werden?

Wer sich für eine private Beamtenkrankenversicherung entscheidet, kann vor dem Vertragsabschluss individuell und flexibel entscheiden, welchen Versicherungsschutz er in Anspruch nehmen möchte. Auf diese Weise lassen sich auch die Beiträge anpassen. Inwiefern eine Anpassung auch nach Vertragsabschluss möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Um die Leistungen innerhalb einer bestehenden Beamtenkrankenversicherung zu ändern, ist in der Regel ein Tarifwechsel nötigt. Dabei gilt, dass der Wechsel in einen Tarif mit geringerem Leistungsumfang in der Regel recht problemlos möglich ist. Möchten Versicherungsnehmer ihren Versicherungsschutz und den Leistungsumfang ihrer Beamtenkrankenversicherung erweitern, kann dies an bestimmte Bedingungen geknüpft sein. Je nachdem, welche zusätzlichen Leistungen der Versicherungsnehmer künftig in Anspruch nehmen möchte, verlangen Beamtenkrankenversicherungen mitunter eine erneute Gesundheitsprüfung. Bei verschiedenen Versicherungen kann daher eine Wechseloption in den Versicherungsvertrag integriert werden, mit der ein Wechsel ohne weitere Gesundheitsprüfung möglich ist.

Welche Konditionen im Einzelfall für eine spätere Anpassung des Versicherungsschutzes in einer Beamtenkrankenversicherung gelten, ist letztlich abhängig vom Anbieter, dessen Tarifen und seinen Konditionen. Wer sich Wechsel- und Erweiterungsoptionen offen halten möchte, sollte seinen Vertrag vor Abschluss daraufhin genau prüfen. In Zweifelsfällen sollte auch beim Versicherer direkt nachgefragt werden.


Können die Beiträge von der Steuer abgesetzt werden?

Zahnzusatzversicherung - Stetoskop und ein Sparschwein Die Beiträge zur privaten Beamten Krankenversicherung können genauso wie andere Beiträge zur Krankenversicherung grundsätzlich steuerlich abgesetzt werden. Es gelten jedoch einige Beschränkungen, die die Absetzbarkeit einschränken. Grundsätzlich sind alle tatsächlich gezahlten Beiträge zur Beamtenkrankenversicherung absetzbar, die zu den sogenannten Basisleistungen gehören.

Das sind alle Leistungen, die den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen.

Beiträge für Zusatzleistungen können nicht direkt steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen zum Beispiel Beiträge für Leistungen wie zum Beispiel:

  • Heilpraktikerbehandlungen
  • Einzelbett-Unterbringung
  • Chefarztbehandlung

Für den Versicherungsnehmer ist in der Regel nicht ersichtlich, wie sich seine Beiträge auf die unterschiedlichen Leistungen verteilen. Deshalb erhält er am Jahresende einen Nachweis darüber, welcher Anteil der  Beiträge auf die Basisleistungen entfällt. Diesen Betrag kann der Versicherungsnehmer von der Steuer absetzen.

Bleiben die Beiträge unterhalb eines bestimmten Freibetrages, können weitere Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. In der Regel besteht diese Option jedoch nur theoretisch, weil mit den jährlichen Beiträgen die Freibeträge überschritten werden. Die Höhe der Freibeträge liegt seit 2010 bei 1.900 Euro für Beamte und Arbeitnehmer.


Was ist bei einer Kündigung zu beachten?

Wie jeder andere Versicherungsvertrag lässt sich auch eine Beamtenkrankenversicherung kündigen. Werden alle geltenden Fristen eingehalten, gibt es keine Probleme. Zu unterscheiden sind bei einer Kündigung grundsätzlich:

  • Ordentliche Kündigung
  • Außerordentliche Kündigung

Damit ergeben sich insgesamt drei Fristen, die bei der Kündigung einer Beamtenkrankenversicherung eingehalten werden müssen:

  1. Ordentliche Kündigungsfrist
  2. Kündigungsfrist für außerordentliche Kündigung
  3.  Mindestvertragslaufzeit

Zahnzusatzversicherung - Behandlung Die Kündigungsfrist für ordentliche Kündigungen beträgt üblicherweise drei Monate zum Ende des Kalender- oder Versicherungsjahres.

Welcher Zeitpunkt im Einzelfall gilt, ist den Versicherungsunterlagen zu entnehmen.

Dort ist gegebenenfalls auch der genaue Anfangs- und Endpunkt eines Versicherungsjahres zu finden, falls dieses vom Kalenderjahr abweicht.

Im Falle einer außerordentlichen Kündigung beträgt die Kündigungsfrist einen Monat. Ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht vor allem immer dann, wenn die Beamten Krankenversicherung die Beiträge erhöht. Im Gegensatz zur ordentlichen Kündigung ist eine außerordentliche Kündigung auch innerhalb eventueller Mindestvertragslaufzeiten möglich, wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Eine ordentliche Kündigung ist innerhalb einer Mindestvertragslaufzeit nicht möglich. Ob Mindestvertragslaufzeiten für einen Vertrag gelten, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.


Was ist bei einem Wechsel zu beachten?

Bei einem Wechsel der Beamtenkrankenversicherung sind auf jeden Fall alle Kriterien für eine Kündigung einer Beamten Krankenversicherung zu beachten. Wer zu einer anderen Versicherung wechseln möchte, sollte bedenken, dass:

  • Altersrückstellungen nur bei Verträgen, die nach 2009 geschlossen wurden, zum neuen Anbieter mitgenommen werden können
  • Aufgrund eines höheren Alters und eventueller Erkrankungen bei der neuen Beamtenversicherung deutlich höhere Beiträge fällig werden können

Eventuell höhere Beiträge durch Alter oder krankheitsbedingte Risikozuschläge können aber häufig durch deutlich günstigere Tarife ausgeglichen werden. Ob ein Wechsel im Einzelfall finanzielle Vor- oder Nachteile bringt, sollte daher vor dem Wechsel gründlich geprüft werden. In jedem Fall muss der Versicherungsnehmer seiner bisherigen Beamtenkrankenversicherung nachweisen, dass ein neuer Versicherungsvertrag geschlossen wurde. Wird dieser Nachweis nicht erbracht, wird die Kündigung nicht wirksam. Auf diese Weise wird eine nahtlose Weiterversicherung sichergestellt.