Maschinenversicherung


    Weshalb ist eine Maschinenversicherung sinnvoll?

    Die Maschinenversicherung ist als gewerbliche Sachversicherung eine Grundlage der Risikoabsicherung für Produktions- und Maschinenbetriebe. Gezielt bietet die Maschinenversicherung Absicherungslösungen für:

    • Baugeschäfte, Tief- und Hochbauunternehmen
    • Baudienstleister mit Fuhrpark und Maschinenpark
    • Produktionsbetriebe mit Fertigungsstrecken, Produktionsmaschinen und Großmaschinen
    • verarbeitendes Gewerbe, das Maschineneinrichtungen und Vergleichbares zur Herstellung einsetzt
    • Maschinenvermieter und Betreiber von Baumaschinenfuhrparks
    • Handwerk mit Einsatzprofilen in Verbindung mit Baugeräteeinsatz
    • und vergleichbare Unternehmensformen.

    Für Produktionsbetriebe sichert die Maschinenversicherung in der Regel die betriebsbestimmende Grundlage für das Unternehmen ab.
    Maschinenversicherung - Zufriedene Mitarbeiterin Maschinenparks und Fertigungsstrecken sind investitionsaufwendig und teuer.

    Reparaturschaden, Ausfall oder Ersatz einzelner Teile oder ganzer Anlagenstrecken sind kostenintensiv.

    Risiken für die Produktion und teilweise für die
    gesamte Auftragslage müssen kompensiert werden, wenn es zum Schaden kommt.

    Schnelles Handeln ist erforderlich – und selten stehen die Investitionssummen erneut schnell zur Verfügung.

    Die Maschinenversicherung ergänzt und ersetzt die Risikorücklage für Ausfälle oder Schadenfälle für die meisten denkbaren Schadenursachen. Ersatzleistungen in der Maschinenversicherung reichen von fehlerhafter Bedienung, Schäden durch Maschinenbewegung, Aufstellungsfehler beim Maschinenbetrieb und -aufbau bis hin zu Ersatz nach Feuer, Wasserschäden und weiteren elementaren Schäden.
    Unternehmen und Betriebe, besonders im Baugewerbe und Handwerk, haben häufig Maschinen und Geräte im Außeneinsatz. Auf Baustellen und beim Kunden müssen Fertigungen erledigt werden, die einen gezielten Einsatz von Baumaschinen und Arbeitsgeräten unverzichtbar machen. Die eingesetzten mobilen oder zum mobilen Aufbau bestimmten Geräte und Maschinen (wie Krananlagen, Baubetonmischer und -pumpen u.a.) unterliegen dabei erhöhten Schadenrisiken. Sowohl die Bewegung selbst zur Baustelle oder zum Einsatzort birgt Risiken der Beschädigung als auch der Betrieb vor Ort. Bedienfehler, Schäden durch Arbeitsumgebungen oder Diebstahl und Vandalismus verursachen regelmäßig Schäden an mobilen Baumaschinen und Geräten. Die Maschinenversicherung reduziert die finanziellen Risiken, wenn es zum Schaden gekommen ist.


    Welche Leistungen, Gefahren und Schäden sind abgesichert?

    Die Maschinenversicherung bietet umfassenden Versicherungsschutz für Baugeräte, Produktionsmaschinen und Fertigungsstrecken. Sie sichert je nach Unternehmensform unterschiedliche Risiken mit zum Teil wählbarer spezieller Ausrichtung ab oder stellt ganz allgemein die Grundversicherung für die häufigsten und risikoreichsten Schäden an den verschiedenen Formen von Maschinen und Großgeräten ab. Sachbezogen ist sie von besonderer Bedeutung für Produktionsbetriebe und Unternehmen, die wesentliche Geschäftstätigkeiten maschinenbezogen oder -basiert ausführen.
    Die Maschinenversicherung ist konzipiert für die Abfederung von Gefahren durch

    • Feuer-, Wasser- und Sturmschäden und weiteren Elementarschäden
    • Schäden aus Einbruchdiebstählen und Vandalismus
    • Bedien- und Einstellungsfehler
    • menschliches Versagen
    • Mangel an Betriebsmitteln (Öl, Schmiermittel oder Druckmittel, etc.)
    • Transportschäden, die durch „höhere Gewalt“ verursacht werden
    • Zerreissen von Maschinenteilen, Fliehkraftwirkung, Fremdkörpereinwirkung
    • Überlastung und Überspannung
    • Ausfall von Mess- und Überwachungseinrichtungen
    • Vorsatzhandlungen Dritter.

    Schadenersatz auch bei Beschädigung von Maschinen- und Geräteteilen
    Der Umfang der Maschinenversicherung schließt grundlegend auch den Ersatz beschädigter Maschinenteile ein. Ziel der Ersatzleistung ist die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der versicherten Maschine vor dem Schaden. Besonders bei versicherten Fertigungsstrecken und Maschinenkomplexen sind Reparaturen auf diese Weise zeit- und kosteneffizienter möglich.

    Kaskoversicherungen bei mobilen Maschinen
    Für mobile Maschinen (Kräne, Lastenbeweger, Betonmischer, Hebebühnen) bieten bestimmte Maschinenversicherungen eine Kaskoversicherung an, die bei Schäden durch eigenes Verschulden nicht nur den Haftpflichtschaden beim Unfallgegner abfängt sondern darüber hinaus die schnelle Wiedereinsatzfähigkeit bzw. die Neubeschaffung der beschädigten Maschine sicherstellt. Je nach Versicherungsbereich kann abgewogen werden, in welchem Umfeld (Zulassung für und Einsatz im öffentlichen Straßenverkehr, Einsatz auf Betriebsgelände, ggf. Transportbewegungen, etc.), ob und in welcher Gestaltung eine Kaskoversicherung in die Maschinenversicherung eingeschlossen werden muss.


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    Maschinenversicherung - Infografik


    Was ist bei Abschluss einer Maschinenversicherung zu beachten?

    Die Maschinenversicherung soll die grundlegende Risikominderung garantieren, wenn Schäden an Maschinen, an Fertigungsstrecken oder Maschinenparks entstehen. Je nach Einsatzumgebung und Art der zu versichernden Maschinen lassen sich in der Maschinenversicherung Schwerpunkte bilden, die eine optimale Anpassung der Versicherungsleistungen an die Anforderungen des Versicherungsnehmers garantieren und gleichzeitig wirtschaftlich günstig gestaltet sind.
    Je nach Art der Versicherungsgegenstände bzw. des Geschäftsfelds der versicherungsnehmenden Firma gibt es drei grundsätzlich unterscheidbare Versicherungsumgebungen.

    Versicherung von Fertigungsstrecken und Maschinenkomplexen
    Komplexe Anlagen können bereits durch den Ausfall eines ihrer Teile wesentlich in ihrer Funktion beeinträchtigt werden oder ganz ausfallen. Die Maschinenversicherung muss für diesen Fall besonders Reparatur- und Ersatzleistungen erbringen, die eine zügige Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Maschine garantiert. Ebenso spielt der Ersatz einzelner Maschinenteile eine besondere Rolle.

    Versicherung von Groß- und Einzelmaschinen (Einzelrisiken)
    In bestimmten Unternehmen spielen einzelne Maschinen eine besondere Rolle (Hobelbank beim Drechsel oder eine Kleinfertigungsanlage für bestimmte Autoteilezulieferer), die besonders versichert werden soll. In der Regel ist der Versicherungswert adäquat zur Bedeutung der Anlage für das Unternehmen, die Absicherung der Leistungsfähigkeit der Maschine hat eine besondere unternehmerische Bedeutung. Hier können in der Maschinenversicherung einzelne Risiken gezielt kompensiert werden. Die Rate kann dem Risiko entsprechend angepasst werden.

    Versicherung von mobilen Maschinen und Maschinenparks
    Bewegliche Maschinen unterliegen neben dem Risiko durch Betrieb- und Funktionsausfällen zusätzlich der Gefahr einer Beschädigung durch ihren Transport bzw. ihrer eigenen Beweglichkeit. Nicht immer lassen sich Unfälle vermeiden – und bei Selbstverschulden bleibt der Betroffene oft mit den Reparaturkosten für die eigene Gerätschaft zurück. Produktionsausfälle oder eine empfindliche Reduzierung der Einkünfte durch die beschädigte Maschine müssen durch die Maschinenversicherung abgefangen werden. Dynamisch wählbare Kaskoanteile lassen sich bei einigen Anbietern in die Maschinenversicherung integrieren. Besonders beim Betrieb von Fuhr- und Maschinenparks sollte dieser Aspekt verstärkt berücksichtigt werden.


    Welche Kosten werden von der Maschinenversicherung im Schadenfall übernommen?

    Grundlegend werden alle im Versicherungsvertrag vereinbarten Kosten übernommen. Das beinhaltet zunächst Kosten für die Prüfung und Bearbeitung des Versicherungsfalls und alle Ausgleichszahlungen, die aus der Reparatur oder dem Ersatz eines Maschinenteiles oder einer gesamten Maschine entstehen. Dazu zählen auch reine Reparaturkosten zusätzlich zu den Kosten für die Teile selbst.

    • Kosten für Schäden an der Maschine selbst
    • Teileersatz und Reparatur
    • Kosten für den Ersatz von Maschinensegmenten bei komplexen Anlagen
    • im Kaskofall Ersatz der Schäden an der eigenen Maschine
    • Kosten für durch den Schaden an der Maschine selbst entstandene Drittschäden
    • Aufräumarbeiten und Bergungskosten nach Unfällen (bis zu einer bestimmten Höhe, meist auf „erstes Risiko“ mitversichert)
    • Entsorgungs- und Abraumarbeiten bei Verschmutzungen des Erdreichs
    • Bewegungs- und Sicherungskosten
    • durch einen nötigen Lufttransport verursachte Mehrkosten

    Hinweis: Auch für die Übernahme von Kosten nach Versicherungsfällen gilt die vereinbarte Selbstbehaltsgrenze bis zum Eintritt der Maschinenversicherung. In der Regel ist diese Schwelle bei Inanspruchnahme von Kostenerstattungen durch den Schaden selbst bereits gegeben.


    Welche Kosten werden im Schadenfall nicht übernommen?

    Maschinenversicherung - Geld mit einem Taschenrechner Die Maschinenversicherung tritt für Ausfälle und Mängel in Ersatzleistungen ein, die die Einsatzfähigkeit
    der versicherten Sachen wiederherstellen soll.

    Die Leistung tritt auch dann ein, wenn der Schadenfall trotz sachgemäßen Gebrauchs oder auch durch unsachgemäße, vorsätzlich herbeigeführte Beschädigungen eintritt.

    Dessen ungeachtet sind einzelne Leistungen aus den Inhalten der Maschinenversicherung ausgeschlossen.

    Dazu zählen:

    • Verschleiß: Verschleißteile, Verbrauchsstoffe (z.B. Schmiermittel, Öle, etc.) oder betriebsbedingte Abnutzung ist grundlegend nicht Bestandteil der Versicherungsleistungen der Maschinenversicherung.
    • Schäden nach Kernenergieunfällen

    Für stationäre Anlagen sind in der Regel nicht versichert:
    Diebstahl, Brand, Überschwemmungen und Hochwasser sowie Erdbeben.

    Hier muss bei Abschluss der Maschinenversicherung genau darauf geachtet werden, welche Art von Geräten und Maschinen in die Maschinenversicherung eingeschlossen werden soll. Für mobile Maschinen und Fahrgeräte wird die Maschinenversicherung speziell für die Ansprüche mit zusätzlicher Kaskoversicherung eingestellt. Bei unzureichender Beschreibung der versicherten Sachen drohen Deckungslücken.

    Hinweis: Zur optimalen Gestaltung der Rate lassen sich neben den grundlegenden Ausschlüssen verschiedene andere Leistungen ausschließen. Die Regelungen dazu werden im jeweiligen Versicherungsvertrag festgehalten. Wichtig ist, den gewünschten Ausschluss oder die Maschine, für die der Versicherungsschutz nicht gelten soll (bspw. weil eine andere Versicherung Schäden daran tragen würde), präzise zu benennen und die ausgeschlossene Leistung genau zu beschreiben. Ggf. mit einer Ergänzung, über welche Versicherung der ausgeschlossene Schaden kompensiert werden soll (z.B. können verschiedene Betriebsinhaltsversicherungen je nach Art der versicherten Sache eintreten). Im Schadenfall muss u.U. die Nachweis erbracht werden, dass keine vorsätzliche Unterversicherung vorliegt. Dieser Umstand kann für die gesamte Versicherungswirkung von Bedeutung sein.


    Wie verhalte ich mich im Schadenfall?

    Der Schadenfall in der Maschinenversicherung tritt ein, wenn nach den im Versicherungsvertrag festgelegten Umständen die Funktion der versicherten Maschinen ganz oder teilweise beeinträchtigt ist. Um den Versicherungsfall geltend machen zu können, sind eine Reihe von Verpflichtungen einzuhalten, die im Speziellen in der jeweiligen Police festgehalten sind, im Allgemeinen mindestens folgende Punkte umfassen:

    • Meldung des Schadenfalls an die Maschinenversicherung: Die Mitteilung des Schadenfalls mit Beschreibung des Schadens, der Schadenursache und ggf. gutachterlicher oder fachmännischer Einschätzung muss unverzüglich an den Versicherungsträger erfolgen. Besonders bei Mitversicherung von Produktionsausfällen in der Maschinenversicherung sind die Prognosen über den Umfang des Schadens und die Zeit bis zur Wiederherstellung der Produktionsbereitschaft ebenfalls bald nach Bekanntwerden der Versicherung zu melden.
    • Schadenminderungspflicht: Ist der Schaden an einem Maschinenteil oder einer Maschine bekannt, müssen geeignete Maßnahmen zur Minderung von Folgeschäden an der Maschine selbst und an mit ihr zusammenhängenden Produktionsstätten getroffen werden. Das kann vom Betriebsstopp mindestens der beschädigten Maschine bis hin zur Unterbrechung der gesamten Produktionskette reichen.
    • Meldepflicht an Behörden beachten: Sind durch einen Maschinenschaden bspw. schädliche Gase oder Flüssigkeiten in die Umgebung ausgetreten, müssen ggf. Behörden über den Vorfall in Kenntnis gesetzt werden.

    Schadenfall bei mobilen Maschinen
    Beim Schaden an und durch mobile Maschinen verursacht, müssen zusätzlich Melde- und Auskunftspflichten möglicher Unfallgegner berücksichtigt werden. Besonders polizeibehördliche Erfassung des Unfalls, Geschädigte oder Beteiligte müssen protokolliert werden, um den Schadenhergang für die Versicherung transparent machen zu können und ggf. weitere Haftungsansprüche offen zu legen.


    Wann beginnt der Versicherungsschutz?

    Der Versicherungsschutz beginnt in der Maschinenversicherung mit Eintritt des Versicherungsvertrags zum vereinbarten Zeitpunkt. Bei mobilen Geräten oder Maschinenparks, deren Inhalt von Zeit zu Zeit einem Wechsel unterlegen ist, lässt sich ggf. eine Rahmenvereinbarung für den dynamischen Schutz aller mitversicherten gleichwertigen Maschinen und Geräte vereinbaren. Ggf. kann durch dann verringerten Verwaltungsaufwand auch die Rate angepasst werden.
    Maschinenversicherung - Geschäftsfrau hällt eine Uhr

    Für stationäre Anlagen und Maschinen beginnt der Versicherungsschutz ebenfalls wie vereinbart, jedoch frühestens mit der vollständigen Betriebsbereitschaft des Versicherungsgegenstands. Aufbau und Einarbeitung sind somit nicht in der Maschinenversicherung erfasst. Ggf. muss hier über eine Transportversicherung eine Versicherungslücke geschlossen werden.

    Die Versicherungsleistung kann für stationäre Maschinen je nach möglicher Erweiterung oder Modernisierung in der Deckungshöhe und der Ersatzleistung angepasst werden. Läuft die Maschinenversicherung aus oder ist die Umstrukturierung von großer Tragweite, sodass sich das Versicherungsumfeld grundlegend ändert, ist ggf. ein Wechsel der Maschinenversicherung die wirtschaftlich günstigere Lösung. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich ein regelmäßiger Vergleich, der die Konditionen der eigenen Maschinenversicherung mit Marktgegebenheiten in Beziehung setzt.

    Insgesamt kann der Versicherungsschutz für die Gesamtheit einer Maschinenanlage vereinbart werden. Erfolgt ein weiterer Ausbau oder eine Erweiterung des Maschinenparks bzw. der Fertigungsstrecken, kann die Deckungshöhe der Maschinenversicherung angepasst werden. Um Deckungslücken und Unterversicherung zu vermeiden, sollte eine regelmäßige Prüfung der Aktualität der Deckungssumme erfolgen. Auch Wertsteigerungen oder Ersatz durch höherwertige Technologie wirkt sich auf die Versicherungssumme aus.


    Welche Deckungssumme bzw. Versicherungssumme ist sinnvoll?

    Die Deckungssumme in der Maschinenversicherung wird grundlegend unterschieden nach Deckung für stationäre Maschinen und Deckung für mobile bzw. fahrbare Maschinen und Großgeräte.

    Maschinenversicherung für stationäre Maschinen, Fertigungsstrecken und Maschinenkomplexe: Welche Deckungssumme ist empfehlenswert?
    Die Berechnung der Deckungssumme in der Maschinenversicherung basiert im Wesentlichen auf den Neuwerten der versicherten Maschinen und Anlagen. Zusätzlich werden Kosten für Aufbau und Anschaffung einbezogen. Dazu zählen auch Zölle, Verpackungsbestand und Transportkosten.
    Wichtig für die ausreichende und wirkungskräftige Versicherung großer Maschinenanlagen (z.B. Fertigungsstrecken mit verschiedenen Komponenten, etc.) ist die reale Wertdeckung. D.h., die Deckungssumme muss für die Maschinenversicherung nach jeder Erweiterung der Anlage und auch nach jeder Modernisierung, die wesentlich auf die Werthaltigkeit der Maschinen bzw. ihrer Komponenten wirkt, angepasst werden. Die Gefahr von Unterversicherung ist vor diesem Hintergrund gegeben und muss aktiv vermieden werden. Hier liegt nicht nur die Gefahr mangelnder Deckung im Schadenfall sondern überhaupt die Gefahr eines Eintritts der Versicherung.

    Maschinenversicherung für mobile Anlagen: Wahl der richtigen Deckungssumme
    Die Ermittlung der Versicherungssumme für mobile Anlagen und fahrbare Maschinen basiert zum einen auf den o.g. Eckwertdaten zu Maschinenwert und -beschaffung. Zusätzlich greifen jedoch statistische Risikowerte, die die Deckungssumme in der Kaskoversicherung beeinflussen können. Je nach Art der Anlage und Maschine können hier Unterschiede in der Ermittlung der Deckungssumme auftreten im Vergleich zum reinen Versicherungswert. Auch lassen sich mit verschiedenen Anbietern der Maschinenversicherung Prämienreduktionen vereinbaren für bestimmte Umfänge des Versicherungsgegenstands.


    Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

    Der Beitragssatz in der Maschinenversicherung wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Einige davon sind gesetzt und bilden feste Bestandteile, andere lassen sich modifizieren.

    Feste Berechnungsgrößen für den Beitrag in der Maschinenversicherung

    Höhe der Versicherungssumme

    Die Versicherungssumme bestimmt zu einem wesentlichen Teil die Höhe des zu leistenden Beitrags. Vor dem Hintergrund möglicher Betriebserweiterungen, Maschinenausbauten oder Ausweitung des Versicherungskreises der Maschinenversicherung lassen sich ggf. dynamische Versicherungssumme vereinbaren, die dem jeweiligen Realwert sukzessive angepasst werden. Hier wird der Beitrag in der Regel ebenfalls dynamisch vereinbart. Genauere Regelungen trifft der Versicherungsvertrag.

    Art der versicherten Maschinen und Geräte

    Je nach Konstruktionsart, Aufbauweise und Einsatzgebiet ergeben sich für unterschiedliche Maschinen- und Gerätearten unterschiedliche Risikobewertungen. So können für Groß- stationäre Anlagen andere Risikobewertungen greifen, als für mobile Geräte und fahrbare Maschinen. Für mobile Geräte wird der Anteil der Kaskoversicherung in der Regel neben dem Realwert der Maschinen durch statistische Werte ergänzt.

    Vereinbarungen mit der Maschinenversicherung über Laufzeiten und Umfänge

    In den meisten Vereinbarungen zur Versicherung lassen sich mit dem Versicherer Vergünstigungen der Konditionen verhandeln. In der Regel werden dazu Eckpunkte bestimmt, die den Rahmen des Versicherungsvertrags festhalten. Dazu zählen je nach konkreter Sachlage z.B.

    • Laufzeiten über den Gesamtversicherungsumfang
    • bestimmte individuelle Ausschlüsse (sofern auf eigenes Risiko abbildbar)
    • die Vereinbarung von Selbstbehalten im Schadenfall.

    Die genaueren Regelungen trifft der jeweilige Versicherungsvertrag im Einzelnen. Unter bestimmten Umständen können auch ausschließliche und festgelegte Einsatzumgebungen, Schadenfreiheiten und Vorversicherungen in die Gestaltung der Prämie zur Maschinenversicherung einbezogen werden.


    Welche Vorteile bringt ein Vergleich?

    Maschinenversicherung - Kollegen im Gespräch Die Versicherung wertvoller Maschinenstränge, Fertigungsstrecken, Maschinenparks und auch die Absicherung von werthaltigen Einzelanlagen ist ein wichtiger Bereich.

    In der Regel hängt die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens von der Funktionsfähigkeit der versicherten Maschinen – und im Schadenfall von schnellem Ersatz.

    Dazu kommen Abwägungen über die Wirtschaftlichkeit abgeschlossener, bereits laufender oder geplanter Versicherungen, die dauerhaft in die Betriebskosten einkalkuliert werden müssen. Bereits die Grundlage zu diesen Entscheidungen muss daher besonders tragfähig sein.

    Der Vergleich der Maschinenversicherung stellt diese Grundlage bereit. Ein breites Spektrum von Angeboten in der Maschinenversicherung wird durchsucht nach den jeweilig passenden, individuell nötigen Versicherungsbedingungen. Aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Anbieter und Versicherungsformen (einschließlich der Beschreibung von Gerätearten, Leistungsumfängen und Kaskobedingungen bei mobilen Maschinen) wird die jeweils passende Maschinenversicherung identifiziert und aufgelistet. Neben der aktuellen Rate sind zum Vergleich noch Inhalte, Umfang und Ausschlüsse gelistet, um eine möglichst übersichtliche Form der Informationsgewinnung zu gewährleisten. Details sind zur jeweiligen Suche direkt abrufbar. Zusätzlich assistiert eine kostenfrei telefonische Hotline kompetent und erfahren bei der Auswahl der passenden Maschinenversicherung.

    Der Vergleich der Maschinenversicherung stellt sicher

    • dass die günstigsten Raten mit dem optimalen Versicherungsbedingungen identifiziert werden können
    • dass in einer übersichtlichen Darstellung aus unterschiedlichen Anbietern gewählt werden kann
    • dass kompetente Unterstützung bei Fragen und Spezifizierungen kostenfrei bereit steht
    • dass der passende Versicherungsvertrag schnellstmöglich geschlossen werden kann.

    Können die Beiträge zur Maschinenversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Wirtschaftliche Bedeutung der Maschinenversicherung
    Beiträge und Kosten der Maschinenversicherung stellen in der Regel neben der Betriebshaftpflichtversicherung die Grundlage des Risikomanagements des Unternehmens dar. Rücklagen für die Maschinenersatz, Reparaturen und Ausfallmieten sind oft wirtschaftlich unrentabel und wirken steuerlich nachteilig auf die Bilanzierungssumme des Unternehmens. Maschinenversicherungen reduzieren den nötigen Rückhalt auf die vereinbaren Selbstbeteiligungen und sichern die Betriebsbereitschaft des Unternehmens nachhaltig ab.

    Steuerliche Absetzbarkeit der Maschinenversicherung
    Die Maschinenversicherung kann vor diesem Hintergrund steuerlich als Betriebsausgabe gehandhabt werden. Je nach Leistungsumfang und weiteren nötigen Versicherungen für den Betrieb des Unternehmens können wesentliche Teile des Beitrags für die Maschinenversicherung steuerlich geltend gemacht werden.
    Die Maschinenversicherung lässt sich auf diese Weise in das Finanzkonzept des Unternehmens nachhaltig integrieren. Steuerliche Vergünstigungen wirken sich positiv auf die Bilanz des Unternehmens aus. Zusätzlich können sie regelmäßig berücksichtigt werden.


    Was ist bei einer Kündigung der Maschinenversicherung zu beachten?

    Allgemeines
    Die Maschinenversicherung unterliegt den allgemeinen Bestimmungen zu Versicherungskonditionen und ist in der Regel mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende der vereinbarten Versicherungslaufzeit kündbar.
    Die Kündigung der Maschinenversicherung bedarf der Schriftform. Sie muss fristgerecht eingereicht werden. Zu beachten sind insbesondere verlängerte Vertragslaufzeiten. Nach dem Ablauf der festgelegten Mindestvertragslaufzeit kann die Maschinenversicherung zum Ende eines jeden folgenden Versicherungsjahres unter Einhaltung der Frist erfolgen.

    Vorbereitung und Wirkungen
    Die Kündigung der Maschinenversicherung sollte nachhaltig geplant werden. So fallen mit dem Ende des Versicherungsvertrags jegliche Versicherungsleistungen unmittelbar weg. Nachhaftungspflichten bestehen in der Maschinenversicherung in der Regel nicht. Nur bereits innerhalb des bestehenden Versicherungsschutzes gemeldete Versicherungsfälle werden auch über eine mögliche Kündigung hinaus bearbeitet. Neu eintretende Versicherungsfälle – unabhängig davon, ob sie an der gleichen versicherten Anlage auftreten oder nicht – werden nach Ende der Versicherungszeit nicht mehr von der Maschinenversicherung getragen. Das betrifft neben den Ausgleichszahlungen auch ggf. integrierte Rechtsprüfungsbestandteile.

    Folgeversicherung prüfen
    Die grundlegende Planung der Kündigung sollte idealerweise bereits die Prüfung einer Folgeversicherung beinhalten. Für die Auswahl der Folgeversicherung sind hauptsächlich individuelle Gegebenheiten maßgeblich.

    Jedoch können einige allgemeine Fragen berücksichtigt werden:

    • Aus welchem Grund erfolgt die Kündigung der Maschinenversicherung?
      Hier können Wegfall oder wesentliche Veränderung der Geschäftsinhalte des Unternehmens begründend wirken. Ggf. muss eine andere Form der Versicherung für die Geräte und Maschinen eintreten (Geschäftsinhaltsversicherung, Elektronikversicherung, etc.). Meist ist das nach einem Wechsel der Geschäftsziele und damit einhergehender Umstrukturierung des Unternehmens der Fall. Dann nämlich, wenn sich der Querschnitt der eingesetzten Geräte seiner Art her so grundlegend ändert, dass die Inhalte der Maschinenversicherung nicht mehr im nötigen Umfang greifen würden.
    • Welche Maschinen sollen weiterhin versichert werden?
      Ggf. bleiben auch nach einer Umstrukturierung noch Maschinen und Geräte am Standort, die einer gesonderten Maschinenversicherung bedürfen. Hier muss neu abgeschlossen werden, um Deckungs- und Versicherungslücken zu verhindern. Im Vorfeld empfiehlt sich ein Vergleich der günstigsten Anbieter, um auch die neuen unternehmerischen Gegebenheiten angemessen in der Maschinenversicherung abbilden zu können. Eine Anpassung der Rate ist oft gegeben. Das muss in der Bilanzierung und der steuerlichen Kalkulation jeweils berücksichtigt werden. Die Kündigung bzw. Aufhebung der bestehenden Maschinenversicherung sollte nicht vor Klärung dieser Frage erfolgen.

    Kündigung nach Versicherungsfall
    Nach einem Versicherungsfall ist innerhalb einer festgelegten Frist (in der Regel 2 bis 4 Wochen nach Eintritt des Versicherungsfalls) die Maschinenversicherung selbst berechtigt, den Versicherungsvertrag unplanmäßig zu kündigen. Hierzu sollten unbedingt die genauen Bestimmungen im Versicherungsvertrag geprüft werden, um ggf. schnellstmöglich eine Weiterversicherung zu gewährleisten und Deckungslücken zu vermeiden.


    Was ist bei einem Wechsel der Maschinenversicherung zu beachten?

    Maschinenversicherung - Frau in einer Beratung Gründe für einen Wechsel der Maschinenversicherung
    Für einen Wechsel der Maschinenversicherung sprechen verschiedene Gründe. Oft sind es wirtschaftliche Faktoren, oft auch Wechsel der zu
    versichernden Inhalte oder eine Erweiterung des Versicherungsgegenstands. Auch bereits seit längerer Zeit bestehende Maschinenversicherungen sollten regelmäßig einem Vergleich unterzogen werden, um
    ihre Aktualität und ihren Marktstand zu beurteilen und ggf. einen Wechsel einleiten zu können.

    Wechsel der Maschinenversicherung aus wirtschaftlichen Gründen
    Vor dem Auslaufen der bestehenden Maschinenversicherung empfiehlt sich ein Vergleich der Raten und Inhalte am Markt. Auf der Basis eines guten Vergleichs lässt sich verlässlich entscheiden, ob die bestehende Maschinenversicherung verlängert werden oder ob ein Wechsel erfolgen soll. Besonders längerfristig angelegte Versicherungszeiträume können effektiv auf mögliche Kostenersparnis geprüft werden.

    Wechsel wegen Veränderung des Versicherungsgegenstands
    Nicht immer ist eine Erweiterung der bestehenden Maschinenversicherung einem Wechsel vorzuziehen. Neuabschlüsse nach einem Wechsel können mit Vergünstigungen über das komplette Versicherungspaket versehen sein, verbesserte Laufzeiten und Ratengestaltungen beinhalten. Ein Vergleich stellt die Grundlagen verschiedener Versicherung nebeneinander und sichert die Überblick über das beste Verhältnis von Rate und Inhalt. Bei einer wesentlichen Ausweitung der Versicherungssumme oder wesentlicher Veränderung der versicherten Geräteart sollte vor Auslaufen der Maschinenversicherung ein Vergleich angestellt und ggf. ein Wechsel erwogen werden.