Transportversicherung


    Weshalb ist eine Transportversicherung sinnvoll?

    Transportversicherung - Lächelnde Transporter Fahrer In der Wirtschaft, im Produktions- und Handels-
    gewerbe basiert das Warenaustausch wesentlich
    auf dem Transport von Gütern und Produkten
    zwischen Hersteller und Kunden, aber auch
    zwischen Hersteller und weiterverarbeitendem
    Gewerbe. Auf allen Transportwegen unterliegen
    die transportierten Sachen dabei dem Risiko, beschädigt oder unbrauchbar zu werden.
    Auch Diebstahl ist nicht auszuschließen.
    Selbst innerbetrieblicher Werkverkehr birgt
    Risiken von Schäden am Transportgut.

    Die Transportversicherung tritt zu einem wesentlichen Teil dafür ein, die Risiken, die aus dem Transport
    von Gütern, Produkten und Zwischenprodukten erwachsen, kalkulierbar zu machen. Diese Risiken sowie die Inhalte der Güterversicherung gelten für alle Unternehmen, unabhängig von der jeweiligen Branche. Die Absicherung kann umfassend gewählt werden und schließt wesentliche Deckungslücken, die aus dem Bewegen werthaltiger Produkte und Gegenstände entstehen. Sie kann auf der anderen Seite auf eine Weise angepasst werden, dass sie gezielt Lücken innerhalb einer bestehenden Gesamtabsicherung schließt. Etwa für Transportbewegungen, Personen, die mit dem Umgang der Transportgüter beauftragt sind, oder die Absicherung auf Montage-Fahrten oder Dienstreisen von Gruppenreisegepäck.

    Absicherung von Warentransport und Güterverkehr
    Die Transportversicherung lässt sich in weiteren Belangen sehr genau anpassen an die speziellen Bedürfnisse des Versicherungsnehmers. Sie ist für jedes Unternehmen interessant, das Waren- oder Güterverkehr bewältigen muss, regelmäßig auswärtige Arbeiten vollzieht oder wertvolle Einzelgegenstände auf Messen präsentiert. Unabhängig davon, ob diese Art Tätigkeit zum Geschäftszweck gehört oder nur jeweils bei Abschluss einer Produktionsphase als Auslieferung an den Kunden durchgeführt wird. Die Haftung für ausgelieferte Waren liegt meist beim Transporteur und dem Auftraggeber für den Transport. Im Rahmen gesetzlicher Versicherungsbedingungen lassen sich Transportrisiken zwar auf Transporteure übertragen. Jedoch decken Haftpflichtversicherungen jeweils nur einen bestimmten Teil der Risiken ab. Zudem muss man dem beauftragten Transporteur vertrauen, dass seine Betriebshaftpflicht ausreichend hoch kalkuliert ist. Besonders bei wertvoller Fracht ist daher die Prüfung einer speziellen Transportversicherung empfehlenswert, die den Absender im Schadenfall begünstigt und neben der Haftpflichtabsicherung des Transporteurs Deckungslücken schließt. Ein Forderungsausfall kann auf diesem Gebiet ernste wirtschaftliche Folgen haben.

    Die Transportversicherung wird individuell als Warenverkehrs-, Speditions- oder Betriebsversicherung geschlossen.

    Auch Kombinationslösungen sind möglich sowie Spezialpolicen, die speziellen Versicherungsbedarf gesondert absichern. Unter Berücksichtigung der Kostenfrage sind im Versicherungsspektrum die meisten Transportmöglichkeiten von Waren und Gütern erfasst.

    Absicherung für Transporteure
    Neben den Transportgütern sind auch Transportierende für übernommene Transportgüter versicherbar. Für die Durchführung von Transporten sind z.B. Frachtführer, Fahrer und Spediteure verantwortlich, die auf Grund ihrer Tätigkeit in der Regel eine spezielle Vermögensschadenhaftpflicht benötigen. Die Transportversicherung kann einerseits die nötige Haftpflichtversicherung abdecken, andererseits über gezielt vereinbarte Kasko-Leistungen auch Eigenschäden und eigenes Risiko minimieren, indem sie im Rahmen des Schadenausgleichs neben dem Geschädigten auch den Versicherungsnehmer als Begünstigten für versicherte Schäden von den entstandenen Kosten befreit. Das kann eine geschäftsgefährdende Betriebsunterbrechung beim Transporteur verhindern.

    Spezielle Absicherung bei Werksverkehr
    Im Werksverkehr bestehen durch die Häufigkeit durchgeführter Transportbewegungen und das ergänzende Risiko der Verkehrshaftung auf eigenem Grund oft erhöhter Versicherungsbedarf. Sowohl Waren und Güter sind betroffen, oft aber werden auch firmeneigene Infrastruktur und Fahrzeuge beschädigt. Ein Inhaltsversicherung greift hier nur bedingt. Für Personenschäden kann ebenfalls Volumen über die Betriebshaftpflichtversicherung hinaus gedeckt werden, sodass auch Fahrer und Frachtführer in die Leistungen der Güterversicherung eingeschlossen werden können.

    Absicherung spezieller Fahrwegsumgebungen
    Neben der Absicherung der Transportwege Schiene und Straße kann die Transportversicherung speziell auf den Transport durch die Luft und über Wasser optimiert werden. Dabei sind nicht nur Transportvorgänge selbst im Rahmen einer Verkehrshaftungsversicherung versicherbar. Einzelne Anbieter nehmen Servicearbeiten (Be-, Um- und Entladen oder Lagern) auf diesen Transportwegen gegen Mehrleistung in ihre Versicherungsleistungen auf.
    Daneben sind neben dem Lufttransport die möglichen Transportschäden durch Start- und Landevorgänge mitversichert sowie die dem Transportvorgang entsprechenden zugehörigen Bodenbewegungen.


    Welche Leistungen, Gefahren und Schäden sind versichert?

    Transportversicherung - Prüfender Techniker Die Transportversicherung bietet ein sehr weit
    gefasstes Spektrum risikozentrierter Absicherungen
    von Transportvorgängen, Transporthandlungen und Berufsgruppen bzw. Unternehmensausrichtungen.
    Es reicht von der Haftpflichtabsicherung des einzelnen Frachtführers, der unternehmerischen Verkehrshaftung bis zur Gesamtabsicherung der Transportvorgänge eines gesamten Unternehmens. Entsprechend weit ist das Gefahrenspektrum, für das die Transportversicherung leistet.

    Absicherung im Warenverkehr
    Im Waren- und Güterverkehr werden unterschiedliche Situationen und Gesamtgefahren versichert. Generell sind für den Bereich Warentransport alle klassischen Transportgefahren versichert.
    Dazu zählen:

    • Verunfallung des Transportfahrzeugs oder allgemein des Transportmittels, das nicht originär Bestandteil des transportierten Guts ist
    • Einsturz oder Herabfallen von Gegenstände in Lagergebäuden
    • Brandschäden, Schäden nach Blitzschlag oder durch Explosion
    • auch Schäden nach Erdbeben oder Flutwellen nach Seebeben
    • Schäden nach weiteren Naturkatastrophen (Überschwemmung, Feuersbrünste, Hagel, Schnee, etc.)
    • auch Verlustschäden nach Diebstahl, bei Fehlzustellungen oder Unterschlagung
    • Entladeschäden beim Beladen, Umladen oder Entladen bis hin zum Totalverlust der Gesamtwarenladung
    • Schäden nach Flugzeugabsturz, Einschlag von Flugkörpern und Flugkörperteilen

    Für den Bereich des Seetransports gelten insbesondere Einschlüsse für Schäden an der transportierten Ware im Schiffsverkehr:

    • Schäden durch Leckage
    • Containerschäden und Rostfolgen
    • Bruchschäden
    • Hingabe der transportierten Güter bei Gefahr in Verzug (Aufopferung der Güter bei Gefahrenlage)
    • Überbord-Verluste durch schwere Wetterlagen

    Absicherung für Transporteure, Frachtführer, Spediteure
    Für Schäden an zum Transport übernommenen Waren haftet die Transportversicherung bis zur Höhe der Frachtwerte. Grundlage ist der Transportvertrag. Eingeschlossene Schäden sind:

    • Verlust und Schaden bei Unfall
    • Be- und Entladeschäden
    • Diebstahlschäden (nach genauerer Bestimmung in der jeweiligen Police)
    • nachgewiesene Vermögensschäden infolge Ladungsverlustes oder Ladungsbeschädigung
    • Schaden an Umwelt und Verkehrsinfrastruktur
    • je nach Gestaltung des Versicherungsvertrags Einschlüsse von Kasko-Bedingungen bei Schäden am eigenen Fahrzeug

    Absicherung im Werkverkehr
    Schäden im Werkverkehr sind versichert bei:

    • Unfall und Warenschaden
    • Be- und Entladeschäden
    • Anprall von Fahrzeugen
    • Transportschäden des täglichen Ablaufs bei Festlegung einer Mindestschadengrenze resp. eines Selbstbehalts für Kleinschäden.

    In die Werkverkehrsversicherung können Einschlüsse für Transporte zwischen Werksniederlassungen eingeschlossen werden, um Transport über öffentliche Wege und Straßen ohne zusätzlichen Versicherungsaufwand mit einzuschließen.

    Übernahme von Risiken bei Produktausstellungen und Messen
    Auf Messen können im Rahmen einer Ausstellungsversicherung abgesichert werden:

    • Ausstellungsobjekte
    • Messestand und (auch technische) Einrichtung
    • Transport der Gegenstände vom Unternehmen zur Messe und zurück (oder weiteren Ausstellungsorten)
    • das Gruppenreisegepäck von Mitarbeitern

    Je nach Gestaltung kann diese auch für Vermögensschäden und Rechtsfolgekosten eintreten, die der Versicherungsnehmer zu verantworten hat. Im Falle unberechtigter Vorwürfe kann die Transportversicherung die Zurückweisung der Forderung übernehmen, ohne, dass dem Versicherungsnehmer zusätzliche Kosten entstehen.

    In der Transportversicherung allgemein sind darüber hinaus Rechtsfolgeschäden mitversicherbar. Die Versicherung trägt dann bis zu einer festgelegten Höchstgrenze die Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen bis hin zu Gerichtsverhandlungen einschließlich Anwaltskosten.

    In Erweiterung der Leistungen lassen sich bei besonders wertvoller Fracht oder besonders wichtigen einzelnen Transportvorgängen Absicherungen gegen Forderungsausfall und Betriebsunterbrechung in die Transportversicherung einschließen.


    Was ist bei Abschluss einer Transportversicherung zu beachten?

    Durch die relativ große Bandbreite versicherbarer Risiken in der Transportversicherung kann es zur Unübersichtlichkeit kommen, welche Versicherungsart für welches Unternehmen oder Transportvorhaben sinnvoll und optimal ist. Der Schadenservice spielt eine zusätzlich wichtige Rolle, um das Unternehmen im Leistungsfall nicht mit einem Forderungsausfall zu konfrontieren, weil die Schadenabwicklung zu lange anhält.

    Wesentliche Grundlage für die Festlegung der optimal konfigurierten Transportversicherung ist daher die Analyse des jeweiligen Schadenpotentials sowie der benötigten Versicherungseinschlüsse. Sie muss häufig in eine bestehende Betriebshaftpflicht integriert werden. Darüber hinaus sollten Deckungs- und Versicherungssummen möglichst genau bestimmt werden.

    Für Spediteure und Transporteure sind in der Regel die Bestimmungen aus dem Transportauftrag Grundlage für die Inhalte der Transportversicherung. In der Regel soll die Versicherung Schäden an übernommenem Gut kompensieren. Darüber hinaus lassen sich Anteile für die Regulierung von Eigenschäden auf Kasko-Basis bestimmen, die die Transportversicherung im Schadenfall leisten soll. So können Schäden am Betriebskapital und Firmeninhalte gesichert und auf dem eigenen Gelände Leistungen der Verkehrshaftungsversicherung aufgegriffen werden.

    Transportversicherung – LKW frontal

    Für die Festlegung einer auf bestimmte Waren oder bestimmte Transportbewegungen eingestellten Transportversicherung ist in der Regel zu prüfen, ob eine Clusterversicherung, Einzelversicherungen oder eine Warentransportversicherung abgeschlossen werden muss. Für den Transport großer Anlagen oder bei schwierigen Transportverhältnissen müssen ggf. gesonderte Vereinbarungen mit der Versicherung getroffen werden.

    Ebenfalls zu Beachten ist der Kostenfaktor für den jeweiligen Transport. Für bestimmte Transportvorgänge, die jedoch nicht unversichert bleiben sollten, spielt er für die Gesamtkalkulation der Ware eine wesentliche Rolle. Nur so lassen sich Transport- und Auslieferungskosten wirtschaftlich optimiert abbilden.


    Welche Kosten werden im Schadenfall übernommen?

    Die Versicherung ist wesentlich darauf ausgerichtet, Schäden nach Transportunfällen an Waren, Gütern, beteiligten Transportmitteln und entstandenen Folge- und Vermögensschäden auszugleichen. Sie steht in bestimmten Fällen für den Einschluss von Rechts- und Prozesskosten ein, leistet Bergungs- und Havariekosten und kann Ausgleich für Weitertransporte liefern.

    Im Einzelnen umschließt sie folgende Ausgleichszahlungen:

    • Kosten für den Ersatz verlustiger oder beschädigter Güter durch Transport. Begünstigt ist hier entweder der Versicherungsnehmer, insofern er nach Handelsgrundlage für den Transport der Ware bei Verlust und Beschädigung haftet und die Versicherungskosten selbst trägt (in der Regel bei Schiffstransport ab Verladung); oder der Auftraggeber des Versicherungsnehmers, insofern der Versicherungsnehmer im Transportauftrag die Transportrisiken selbst trägt (in der Regel bei Speditur).
    • Kosten, die aus Verspätungen und Terminverletzungen resultieren.
    • Kosten für Ersatz nach Diebstahl, Fehlsendung oder Unterschlagung.

    Vermögensschäden in der Transportversicherung
    Für bestimmte Formen von Vermögensschäden kommt die Transportversicherung auf, wenn der Versicherungsvertrag entsprechend ausgerichtet ist. Dazu zählen:
    Ersatz von entgangenem Gewinn nach Terminverletzung
    bei durch Verschulden des Transporteurs schadhaft gewordener Teilezulieferung ggf. Folgekosten für Produktionsausfälle und Neuanlieferung beim bestimmten Empfänger
    etc.

    Rechtskosten in der Transportversicherung
    Die Transportversicherung lässt sich ebenfalls dahin optimieren, im Streifall für die Erstattung von Rechtskosten (passiv und aktiv) einzutreten. Das beinhaltet im Einzelfall die Zurückweisung der erhaltenen Forderungen nach Schadenersatz, wenn diese unberechtigt ist, bis hin zur Verhandlungsführung nach Schadenfällen. In diesem Fall sollten Doppelungen zu eventuell bestehenden Rechtskostenversicherungen geprüft werden, um Doppelversicherung oder Mehrfachdeckung zu vermeiden, da diese in der Regel unwirtschaftlich ist.


    Welche Kosten werden von der Transportversicherung im Schadenfall nicht übernommen (Ausschlüsse)?

    Da die Transportversicherung auf einem sehr weiten Einsatzfeld der Transport- und Warenverkehrsabwicklung einsetzbar ist, sind grundsätzliche Ausschlüsse selten veranschlagt. In der Regel legt der jeweilige Versicherungsvertrag fest, bis zu welchen Grenzen sie Kosten und Gefahren deckt. Meist ist die Transportversicherung, sofern sie den Warenverkehr abdecken soll, als Allgefahrenversicherung konzipiert und findet ihre Grenzen in der Festlegung der konkreten Ausschlüsse. Diese sollten entsprechend genau verhandelt werden, damit im Schadenfall keine Deckungslücke entsteht.

    Ausgeschlossen werden gemeinhin Gefahren

    • die aus Transporten in Kriegs- oder Krisengebieten resultieren würden
    • des Warenverlustes oder Terminverzögerungen nach Beschlagnahmung oder Festsetzung der Ladung durch hoheitliche Aufgabenträger entstehen
    • die aus Streiks, politischen oder gesellschaftlichen Unruhen, etc., stammen.

    Jedoch sind diese Gefahren nachträglich oder vertraglich vereinbart gesondert versicherbar.

    Grundsätzlich werden gemeinhin Gefahren aus

    • Waffengebrauch oder biologisch-chemischen Substanzgebrauch in Waffenähnlichkeit
    • Wirken von Kernenergie oder schädlicher (ionisierender) Strahlung

    nicht versichert.

    Auch Eintritt der Transportversicherung bei Zahlungsverzögerung oder Insolvenz des Warenabnehmers oder des Lieferanten (je nach dem, wer der Begünstigte per Vertrag sein soll) wird in der Regel ausgeschlossen, wenn kein gesetzlich definierter Grund vorliegt, der dennoch den Eintritt der Versicherung fordert.

    Die meisten Gefahren sind für eine Vielzahl möglicher Transportumgebungen und Güterbewegungen versicherbar. Bindend ist die konkrete Gesetzeslage sowie der konkrete individuelle Versicherungsvertrag, der explizit jeweilige Ausschlüsse regelt.
    Hinweis: Die Festlegung bestimmter Ausschlüsse kann dazu beitragen, die Rate anzupassen.


    Wie verhalte ich mich im Schadenfall?

    Transportversicherung - Frau meldet Schadensfall Die Transportversicherung soll im Schadenfall unterschiedliche Aufgaben übernehmen.

    Entsprechend muss je nach Art des Schaden und besonders nach Art der Transportversicherung nach bestimmten Prioritäten gehandelt werden.

    Eins jedoch ist jeder Versicherungsform gemein:
    Die Meldung des Schadenfalls ist der erste und wichtigste Schritt, um einen Eintritt der Versicherung
    zu bewirken.

    Schadenfall im Warenverkehr
    Für den Schadenfall im Warenverkehr muss festgehalten werden:

    • wer ist geschädigt worden
    • wann ist der Schaden eingetreten
    • welches Gut ist in welchem Umfang betroffen
    • sind Personen geschädigt worden (bei Kasko- und Haftpflichtausrichtung)
    • sind Behörden informiert worden (ggf. Protokollnummern, etc.)
    • Schadenart: Be-, Ent-, Umladeschaden, Transportschaden, Diebstahlschaden o.ä.
    • weitere Informationen, die die Versicherungsvertretung abfragt.

    Schadenfall im Werkverkehr
    Die Meldung an die Transportversicherung muss u.a. umfassen

    • Beschreibung des Transportvorgangs und Transportzweck
    • Art des Schadens (Anprall, Unfall, Ladevorgänge, etc.)
    • sind Dritte in den Schadenfall involviert
    • liegen Umweltschäden als Folgeschäden vor
    • sind Behörden ggf. informiert worden und liegen darüber Protokolle vor.

    Je nach Sachlage umfasst die Schadenmeldung weitere Bestandteile.

    Schadenfall bei Terminverletzung
    Soll nach einer Terminverletzung Schadenersatz geleistet werden, muss dem Versicherer

    • Art und Umfang der Verzögerung
    • Grund der Verzögerung
    • ggf. ergriffene Maßnahmen zur Schadenminderung
    • Art des entstandenen Schadens (Transportfolgekosten, Lagerkosten, Vermögensschäden, etc.)

    mitgeteilt werden.

    Schadenfall bei Vermögensschaden
    Bei der Geltendmachung von Vermögensschäden durch Dritte muss der gesamte Fall im Einzelnen dem Versicherer mitgeteilt werden. Die Mitteilung umfasst Art der Vorwürfe, Grund der Ableitung des Vermögensschadens und sämtlich vorliegende Protokolle.

    Im Allgemeinen bietet die Transportversicherung für bestimmte Schadenarten je nach Art der abgeschlossenen Versicherungsleistungen ein entsprechendes Meldeprotokoll an. Entscheidend ist die Festlegung im Versicherungsvertrag, zu welchen Handlungen der Versicherungsnehmer in einem Schadenfall verpflichtet ist.


    Wann beginnt der Versicherungsschutz?

    Transportversicherung - Transporter mit einer Stoppuhr Der Versicherungsschutz wird in der Regel für konkrete Transportzwecke oder für Spezialtransportabsicherung geschlossen. Im jeweiligen Fall setzt die Gültigkeit mit der Übersendung des Versicherungsscheins, mit der Zusage der Deckungsübernahme bzw. mit Zahlung der vereinbarten Prämie ein.

    Der Vertrag kann entsprechend den unternehmerischen Bedürfnissen des Versicherungsnehmers auch mit einem Eintrittsdatum geschlossen werden, ab dem
    die Versicherungsleistungen gelten sollen.

    In der Regel beginnt der Versicherungsschutz jedoch unmittelbar nach Vertragsschluss bzw. Zahlung der ersten Rate oder der vereinbarten Prämie.

    Die Absicherung von Gruppenreisegepäck ist meist mit den jeweiligen Reisedaten abgedeckt.

    Warentransportversicherung
    Der Warentransport kann in der Transportversicherung konkret für die Bewegung einer Marge, definierter Kolli und definierter Güterpakete erfolgen. Entsprechend beginnt der Versicherungsschutz wie vereinbart und dauert den Transport über bis zur Verbringung am Zielort beim Abnehmer. Die genauen Bedingungen regelt der jeweilige Versicherungsvertrag.

    Kasko- und Haftpflichtabsicherung
    In der Transporteursversicherung gelten die im Versicherungsvertrag vereinbarten Leistungszeiträume. In der Regel wird hier vom Versicherungsjahr ausgegangen.

    Sonderfall Spezialtransporte
    Spezialtransporte werden in der Regel innerhalb eines größeren Logistischen Rahmens versichert. Hier wird die Leistung meist konkret an den Vorhaben und Transportplanungen orientiert. So tritt sie meist erst mit dem Beginn des Transports ein und endet jeweils mit Erreichen des Bestimmungsortes oder eines festgelegten Bestimmungszustandes (z.B. Entladen am Bestimmungsort). Vereinbarung zur Versicherung, Festlegung der Deckung und Begleichung der Rate sind hier meist bereits im Vorfeld des Transportes abgeschlossen.


    Welche Deckungssumme ist sinnvoll?

    Die Transportversicherung operiert mit festgelegten Deckungen für bestimmte Schadenfälle. Die Deckungssumme resultiert je nach Art der Transportversicherung aus deiner Bestimmung der Versicherungssumme anhand des Wertes, der transportiert werden soll und Zusatzkosten, wie Zoll, Abfertigung, etc., und der Art vereinbarter Leistungen.
    Die Deckungssumme sollte stets die realen Gefahren abbilden. Sie kann gesondert festgelegt werden für die Bereiche

    • Warentransport
    • Haftpflicht- und Kasko
    • Valorenversicherung
    • Spezialtransporte
    • Firmenversicherung mit Werksverkehr
    • Vermögensschäden und Folgeschäden
    • Summe der Ausfälle bei einer Betriebsunterbrechnung (entweder als Eigenschaden oder als kalkulierter Fremdschaden, wenn das transportierte Gut ein zentrales Produktionsmittel des Kunden ist)

    Die Auswahl der passenden Deckungssumme ist von entscheidender Bedeutung, um Deckungslücken zu vermeiden. Oft ist eine eingehende Beratung ein wichtiger Bestandteil für die Festlegung der richtigen Deckung. Dabei kann ein Vergleich helfen, der zusätzliche kostenfreie telefonische Beratung bietet.

    Transportversicherung – Zufriedener Versichterter

    Für die Deckung von Eigenschäden und eigenen Risiken, die über Haftpflichtleistungen hinaus geht, muss besondere Sorgfalt auf den zu deckenden Realwert der Versicherungsgegenstände gelegt werden.
    Für die Festlegung von Haftpflichtdeckungen stehen statistische Werte zur Verfügung, die sich u.a. an der Größe des Unternehmens, dem Umfang der Transportaufgaben und der transportierten Wertentsprechungen und den vereinbarten Deckungsleistungen orientiert.


    Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren bestimmen den Beitragssatz?

    Der Beitrag basiert auf dem Versicherungwert und den vereinbarten Deckungssummen für die einzelnen Bestandteile der Transportversicherung. Er wird auf der Basis der Risikogesamtheit des Versicherungsnehmers kalkuliert. Die Versicherungsbedingungen führen das je nach Sachlage individuell aus. Im Allgemeinen wird der Beitragssatz beeinflusst von den Faktoren

    • Versicherungssumme der zu transportierenden Werte
    • Zoll- und Überführungskosten
    • Art des Transportweges und Art der Transportmittel
    • in den Versicherungsvertrag eingeschlossene Deckungen
    • Haftpflichtanteile und Kaskoanteile mit entsprechenden Gegenwerten
    • Laufzeit und Gesamtumfang des Versicherungsvertrags
    • je nach Versicherer Vorversicherungen und Schadenfreiheit
    • Risikogruppe des Transportumfelds
    • Festlegung von Selbstbehalten
    • Fakturierungszustand der transportierten Waren
    • Gesamtumfang der versicherten Transportaufgaben
    • sowie je nach konkreter Gestaltung aus weiteren Faktoren
    • bei der Ausstellungsversicherung die jeweiligen Einzelwerte und die eigenen Sicherungsvorkehrungen

    Für die unternehmerische Kalkulation können Selbstbehalte, Laufzeiten und selbst bestimmte Ausschlüsse als variable Faktoren in die Bestimmung des Beitragssatzes einbezogen werden.


    Welche Vorteile bringt ein Vergleich der Transportversicherung?

    Durch die Bandbreite möglicher Ausrichtungen ist ein Vergleich das optimale Mittel, um die geeignetste Form zu isolieren. Je nach Art des Transportes, der zu transportierenden Ware und auch nach Umfang der Transportaufgaben des Unternehmens insgesamt variieren Angebote teils erheblich. Ein Vergleich hilft effektiv, Kosten zu reduzieren und die günstigste Versicherungslösung herauszufinden.

    Das gilt nicht nur für den Bereich der Unternehmenstransporte. Auch Spediteure bzw. Transporteure profitieren von den Möglichkeiten eines Vergleichs durch die Vielzahl verglichener Tarife und Angebote im Haftpflicht- und Kasko-Bereich. Grundsätzlich bietet der Vergleich online die breiteste Basis für eine fundierte Auswahl passender Transportversicherungen. Neben Warentransport- und Valorenversicherungen zeigt der Vergleich Angebote in

    • Frachtführerversicherungen
    • Spezialtransportabsicherungen
    • Einzelanfertigungs- und Modellversicherungen für Transporte
    • Versicherungslösungen für Reisegepäck und Technik auf Messereisen
    • Einschlüsse von Diebstahlschutz
    • Rechtskostenversicherungen im Transportumfeld
    • vielen spezielle Ausrichtungen der Transportversicherung mehr.

    In übersichtlicher Darstellung kann so eine verlässliche Auswahl infrage kommender Versicherungslösungen erfolgen. Die Zusendung der Ergebnisse erfolgt bequem per E-Mail. Ebenso kann ein regelmäßiges Update für den konkret gesuchten Versicherungsbereich in der Transportversicherung erfolgen.
    Für besondere oder grundlegende Fragen steht zusätzlich ein kostenfreier telefonischer Beratungsservice bereit, der kompetent und erfahren bei der Auswahl der richtigen Versicherung zur Seite steht.

    Nach dem Vergleich verschiedener Angebote kann sowohl online als auch telefonisch direkt der Versicherungsvertrag abgeschlossen werden.


    Können die Beiträge zur Transportversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Transportversicherung - Frau rechnet mit Taschenrechner Beiträge aus Die Transportversicherung leistet einen wesentlichen
    Teil zur Risikoabsicherung kapitaler Schäden am Unternehmen. Sie ist eine Vorsorgemaßnahme gegen unvorhergesehene geschäftliche Bedrohungen und dient dem Erhalt des Unternehmens.

    Vor diesem Hintergrund kann die Versicherung als Sicherheitsinvestition betrachtet und entsprechend steuerlich geltend gemacht werden.

    Veranlagung in den Betriebsausgaben
    Ganz allgemein kann der jeweilige Beitrag als Betriebsausgabe zur Abwendung von Schaden geltend gemacht werden. In der Regel spielt es keine Rolle, welcher Art die Versicherung ist. Sowohl diejenigen Komponenten, die Ansprüche Dritter im Schadenfall befriedigen sollen, dienen dem Risikomanagement, wie auch die Anteile, die Schäden am eigenen Unternehmen kompensieren sollen.

    Besonders die Kompensation von Eigenschäden hat in der Transportversicherung indirekt eine doppelte steuerliche Wirkung. Sie ermöglicht zu einen die Auslagerung von Risikovorhaltungen an das Versicherungsunternehmen (für etwaige Neuanschaffungen oder Reparaturen an eigenen Sachen, für die nun keine eigenen Rückhaltungen aufgebaut werden müssen – die in der Regel selbst steuerlich veranlagt werden müssten, da sie aus der Firmenkapital stammen) und die Verbesserung der Bilanzsumme. Zum anderen kann die Prämie selbst von der Steuer abgesetzt werden.
    Begrenzung erfährt die steuerliche Absetzbarkeit in dem maximal gesamt möglichen Betrag, der als Betriebskosten abgesetzt werden kann, und den sich in der Regel mehrere Versicherungsarten teilen.


    Was ist bei einer Kündigung zu beachten?

    Die Kündigung muss fristgerecht und in schriftlicher Form erfolgen. Die Kündigung beendet das Versicherungsvertragsverhältnis in der Regel zum Ende des Versicherungsjahres, wenn ein Dauervertrag geschlossen worden ist. Wurde die Versicherung für einen einzelnen Transportvorgang oder eine einzelne Warenlieferung geschlossen, bedarf es in der Regel keiner gesonderten Kündigung nach dem Abschluss des versicherten Transportvorgangs. Soll der Versicherungsvertrag für den Transport nicht eintreten, muss vom Vertrag zurückgetreten werden. Einzelheiten dazu regelt der Versicherungsvertrag.

    Über die im Versicherungsvertrag vereinbarten Zeiträume hinaus wirkt die Transportversicherung nach der Kündigung nicht. Eine rückwirkende Versicherung ist unter bestimmten Voraussetzungen dann gegeben, wenn die Ursache für einen Schadenfall nach der Kündigung noch im Versicherungszeitraum gelegen hat. In den meisten Fällen tritt dieser Fall bei verspätet geltend gemachten Vermögensschäden ein.


    Was ist bei einem Wechsel zu beachten?

    Transportversicherung - Zwei freundliche Berater Die Transportversicherung kann aus verschiedenen Gründen und, je nach Unternehmenstätigkeit und konkreten Transportvorgängen, zu verschiedenen Zeitpunkten gewechselt werden.

    Vor diesem Hintergrund ist ein Vergleich in regelmäßigen Abständen empfehlenswert, um über jeweils aktuelle und günstige Angebote informiert zu sein.

    Wechsel aus wirtschaftlichen Gründen
    Innerhalb einer bestimmten Geschäftslaufzeit ändern sich ggf. Voraussetzungen im Unternehmen, die Anpassungen der Versicherungsleistungen allgemein, speziell Anpassungen der Leistungen nötig machen. Je nach Volumen oder unternehmerischem Auftrag können verschiedene Leistungen und Deckungssummen angepasst werden, die eine Auswirkung auf die jeweilige Versicherungsrate haben.
    Der Eintritt direkt nach Abschluss macht vor diesem Hintergrund einen nahtlosen Wechsel möglich. Wichtig ist, die jeweiligen Kündigungsfristen der bestehenden Versicherung zu beachten, um Doppelversicherungen zu vermeiden. Ein Anschlussvertrag kann rechtzeitig mit vordefiniertem Vertragsbeginn geschlossen werden. Die Leistungen werden von diesem Tag an valid.

    Der Abschluss von Policen in der Direktversicherung ist häufig günstig. In den meisten Fällen müssen Leistungen der Transportversicherung jedoch mit der Betriebshaftpflicht, einer erweiterten Güterversicherung der Transportführer oder für die ergänzende Absicherung der Verkehrshaftung optimiert werden. Dieser Versicherungsmix kann vom Unternehmen kaum in der Direktversicherung realisiert werden. Häufig werden hier Vergleichsportale genutzt, die mit ergänzender, kostenfreier Beratung fachkompetente Unterstützung bei der Zusammenstellung geben.

    Wechsel bei der Absicherung einzelner Transportvorgänge
    Für einzelne Transportvorgänge kann die Transportversicherung jeweils neu gewählt werden. Hier kann vor jedem Vorgang neu gewählt werden. Konditionen sind entsprechend anpassbar. Bei regelmäßig wiederkehrenden Transporten sind anstelle eines permanenten Wechsels möglicherweise Rahmenverträge mit einer Gesamtabdeckung aller Leistungen die günstigere Lösung. Wir stehen Ihnen für Beratung und Anpassung der optimalen Versicherungslösung kompetent und erfahren zur Seite.