D&O Versicherung


    Weshalb ist eine D&O Versicherung sinnvoll?

    D&O - zufriedener Geschäftsführer Die D&O Versicherung leistet für Führungskräfte von Unternehmen eine wertvolle Absicherung, die Ihnen nach Gesetzeslage und Arbeits- und Angestelltenrecht nicht zweifelsfrei zusteht.

    Geschäftsführer, Manager, Vorstände und auch geschäftsführende Mitarbeiter, Abteilungsleiter mit eigenständigen Entscheidungskompetenzen: sie alle unterliegen einer arbeitsrechtlichen Zweiteilung, deren Verantwortlichkeiten wirtschaftliche und persönlich-finanzielle Risiken bergen.

    Die D&O Versicherung federt diese Risiken in einem weiten Rahmen ab.

    Führungskräfte (das umfasst alle Organe eines Unternehmens) haften für ihre Entscheidungen bis in ihr privates Vermögen hinein (sog. Organhaftung). Für die Haftung ist die Entscheidungsfreiheit für das Unternehmen ausschlaggebend, nicht allein die nominelle Position. Die Organe des Unternehmens haften mit ihren Entscheidungen und Anweisungen dabei sowohl dem eigenen Unternehmen gegenüber als auch Kunden, Auftraggebern und Abnehmern gegenüber, die durch diese Geschäftsentscheidungen ggf. beeinträchtigt werden. Auch Stakeholder haben in bestimmten Fällen Schadenersatzansprüche, die die D&O Versicherung abfängt.

    Wirtschaftsentscheidungen auf Unternehmerebene sind in der Regel von großer finanzieller Tragweite. Das zieht im Schadenfall empfindliche Folgen nach sich, die den Betroffenen bis in die private Haftung mit dem eigenen Vermögen verfolgen können. Die D&O Versicherung hat hier die besondere Funktion der Existenzsicherung. Denn Organe von Unternehmen gelten auf der einen Seite des Arbeitsrechts als Angestellte (insofern sie von einem Unternehmensgremium für das Unternehmen berufen worden sind), auf der anderen Seite jedoch sind ihre Entscheidungen selbstständig und gelten als „für das Unternehmen“ gefällt. Sie sind damit haftbar für ihre Weisungen, Analysen und Entscheidungen. Und das auch, wenn ihnen wichtige oder entscheidende Grundlagen nicht zugänglich waren, eine Unachtsamkeit eine wichtige Information unbeachtet gelassen hat oder wenn schlicht widrige Umstände der fraglichen Entscheidung abträglich waren. Die D&O Versicherung nimmt diese Risiken auf. Sie sorgt darüber hinaus neben finanzieller auch in einem festgelegten Rahmen für rechtliche Sicherheit im Schadensfall.


    Infografik

    D&O Versicherung - Infografik


    Welche Leistungen, Gefahren und Schäden sind in einer D&O Versicherung abgedeckt?

    Die D&O Versicherung deckt die grundlegenden Gefahren persönlicher wirtschaftlicher Entscheidungen ab, wenn sie in berechtigter Wahrnehmung der Aufgaben eines berufenen Organs eines Unternehmens gefällt worden sind. Dazu zählen:

    • fehlerhafte wirtschaftliche Entscheidungen
    • Liegen für eine Entscheidung nicht ausreichend Informationen vor und trifft das Unternehmensorgan auf dieser Grundlage eine fehlerhafte Entscheidung, so kann es dafür haftbar gemacht werden. Meist wird argumentiert, dass die Verantwortung für die korrekte und umfassende Informationsbeschaffung beim betroffenen Unternehmensorgan gelegen hat. Es muss nach seiner Position und nach seinen Aufgaben haften.
    • Falsche strategische und unternehmerische Entscheidungen.

    Entstehen dem eigenen Unternehmen Schäden nach Entscheidungen, die hätten anders getroffen werden müssen, oder wurden bei der Entscheidungsfindung Fehler begangen, die nach Aufgabe und Leistung hätten vermieden werden müssen, fordern betroffene Unternehmen zunehmend vom verantwortlichen Organ Schadenersatzzahlungen (Organhaftung). Die Risiken aus der sogenannten Innenhaftung werden von der D&O Versicherung getragen und ersetzt.

    Rechtskostenübernahme (inkludierte Rechtsschutzversicherung)
    In den meisten Fällen sind Forderungen nach Vermögensschäden aus der D&O Versicherung strittig. Nachweispflichten reichen über Jahre zurück. Betroffene haben oft bereits Position oder Unternehmen gewechselt. Die D&O Versicherung trägt das haftungsrechtliche Verfahren zur Beweisführung und Anspruchsklärung für den Versicherungsnehmer.

    Nachhaftung
    Für zurückliegende Versicherungsfälle übernimmt die D&O Versicherung die Deckung. Voraussetzung ist, dass der Schadeneintritt im Versicherungszeitraum der D&O Versicherung liegt. Vermögensschäden werden zum großen Teil erst sehr viel später nach der sie verursachenden Entscheidung offenbar. So ist es wichtig, dass die D&O Versicherung auch dann eintritt, wenn der Versicherungsnehmer bereits nicht mehr in der entsprechenden Stelle arbeitet. Das gilt auch, wenn der Arbeitnehmer das Unternehmen bereits verlassen hat. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Schadeneintritts.


    Was ist bei Abschluss einer D&O Versicherung zu beachten?

    D&O - zufriedener Manager am Schreibtisch Die D&O Versicherung kann auf zwei Arten Versicherungsschutz gewährleisten.

    Sie kann vom Unternehmen für alle seine Organe und Führungskräfte geschlossen werden. Damit gilt die Unternehmenspolice für alle, die als Entscheidungsträger das Unternehmen vertreten.

    Sie wird summarisch vom Vorstand oder einem entsprechenden Führungsgremium des Unternehmens eingesetzt.

    In der Regel gilt der Abschluss einer D&O Versicherung für das Unternehmen als positiv für das Risikomanagement. Denn die D&O Versicherung federt substantielle wirtschaftliche Risiken ab, die durch die Führungskräfte des Unternehmens im geschäftlichen Alltag bedingt werden.

    Die Gültigkeit für den entsprechenden Personenkreis wird dabei ausdrücklich im Versicherungsvertrag festgelegt. Wichtig für die Unternehmenskalkulation und die Einschätzung der Risikoverteilung ist dabei, dass die Deckungssumme sich auf alle Versicherten des Mitversichertenkreises verteilt und entsprechend schon vor Ende der Versicherungsperiode ausgeschöpft sein kann. Die Risikoeinschätzung dazu ist maßgeblich.

    Eine zweite Variante ist der individuelle Abschluss einer D&O Versicherung. Sie gilt für den Versicherungsnehmer auf Basis individueller Risikoeinschätzung und „geht mit dem Versicherungsnehmer mit“. Deckungssummen und Laufzeiten können hier individuell vereinbart werden. Zuschüsse zur Versicherungsprämie können mit dem Arbeitgeber vereinbart werden. Je nach Gestaltung des Versicherungsvertrags sind jedoch steuerliche Wirkungen zu beachten.


    Welche Kosten werden bei einer D&O Versicherung im Schadenfall übernommen?

    Die D&O Versicherung trägt im Sinne einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung Kosten, die nach Fehlentscheidungen oder Fehlern in Anweisungen oder durch Unterlassungen auf Führungsebene eines Unternehmens entstehen können. Es werden Schäden von Dritten geltend gemacht, von Geschäftspartnern, Dienstleistern, Kunden und über die Innenhaftung auch vom eigenen Unternehmen selbst. Im Rahmen der Deckungssumme trägt die D&O Versicherung die Freistellung von Schadenersatzforderungen. Sie trägt zusätzlich Rechtskosten für Prüfung, Klärung und ggf. Zurückweisung (unberechtigter) Forderungen.

    • Kostenübernahme der D&O Versicherung in der Außenhaftung
    • Die Außenhaftung tritt ein, wenn ein Führungsorgan eines Unternehmens durch eine seiner Entscheidungen (oder eine pflichtwidrige Unterlassung) einen Dritten schädigt. Als Dritte gelten alle Außenstehenden eines Unternehmens:
    • Geschäfts- und Auftragspartner
    • Projektpartner
    • Zulieferer und Dienstleister
    • Kunden, Abnehmer, Zwischenhändler
    • etc.

    Schadenersatz nach strittigen Entscheidungen wird meist vom Unternehmen gefordert. Es sei denn, der Entscheidungsträger haftet persönlich für die getroffene Entscheidung. Fordert bspw. ein Zulieferer Schadenersatz, weil er einen Auftrag wegen einer fehlenden Ausschreibung nicht erhalten hat und kann den Fehler dem Geschäftsführer des Unternehmens nachweisen, tritt die D&O Versicherung für die Klärung und Befriedigung der Ansprüche ein. Kosten für Prozesse und Abgeltung sind inhaltlicher Bestandteil der D&O Versicherung.

    Kostenübernahme der D&O Versicherung in der Innenhaftung
    Haftet dem Geschädigten gegenüber das Unternehmen über seine Körperschaft oder seine Gremien, kann es trotzdem zur Schadenersatzforderung an der einzelnen Mitarbeiter kommen. In der Regel fordern Aufsichtsgremien im Schadenfall die Prüfung eines Schadenfalls und im Zweifel den Schadenersatzausgleich durch den Manager. So kann die Gesellschafterversammlung eine Schadenersatzforderung gegen den Geschäftsführer des Unternehmens fordern. Die D&O Versicherung greift hier bereits für die rechtliche Prüfung der geltend gemachten Ansprüche. Dazu kann, je nach Sachlage, auch die Katalogisierung und Aufstellung von Nachweisprotokollen dienen.

    Hinweis: Die Leistungen in der D&O Versicherung können variieren. Ggf. sollte eine erweiterte Deckung durch eine gewerbliche Rechtsschutzversicherung entschieden werden.

    Kostenübernahme im Prozess
    Kommt es zum Prozess, trägt die D&O Versicherung Kosten, die im Rahmen des Prozesses für den Versicherungsnehmer anfallen. Die konkreten Übernahmen und Freistellungen richten sich nach der jeweiligen Sachlage.

    Hinweis: Kosten aus der Prozessführung zur Klärung oder Zurückweisung von Forderungen sind regelmäßig nicht in die Deckungssumme der D&O Versicherung einbezogen, sondern werden von der Versicherung zusätzlich übernommen.


    Welche Kosten werden von der D&O Versicherung im Schadenfall nicht übernommen?

    D&O - zufriedener Geschäftsmann telefoniert Frühzeitige Meldung
    Als Risikoabfederung für Schäden, die vornehmlich nach Verlusten an Vermögen geltend gemacht werden, greift die D&O Versicherung entsprechend für die Mehrzahl von Vermögensschäden.

    Entsprechend gelten Ausschlüsse von Schäden nach Unfällen oder anders verursachten oder verantworteten Personen- und Sachschäden. Für diese Schäden, die ebenfalls als Haftpflichtschäden gelten, treten in der Regel Betriebshaftpflichtversicherungen ein.

    Leistungen, deren Deckung gemeinhin Aufgabe anderer geschäftlicher Versicherungen sind, werden von der D&O Versicherung in der Regel ebenfalls nicht übernommen. Dazu zählen im Berufsleben Fehler oder Schäden nach Berufsausübung, die auf Handwerk und für eigene Tätigkeit entstehen. Für Fehler in der Berufsausübung greift in weiten Teilen die Berufshaftpflichtversicherung. Die D&O Versicherung übernimmt Schäden, die Folge- und Handlungsschäden sind und nicht aus der direkten Ausübung des Berufs entstehen.

    Dazu zählen auch Produktions- und Umweltschäden. Hier greifen entsprechend gewerbliche Haftpflichtversicherungen.

    Neben diesen Leistungen, die durch andere Versicherungen ergänzt werden können, werden regelmäßig Vorsatzhandlungen ebenfalls nicht unter Versicherungsschutz gestellt.


    Wie verhalte ich mich in der D&O Versicherung im Schadenfall?

    Die D&O Versicherung greift ab Bekanntwerden eines Vermögensschadens bzw. nach der Forderung von Schadenersatz durch einen Dritten.

    Die wichtigsten Eckpunkte:

    Das wichtigste Kriterium für die Grundlage zur Schadensbearbeitung ist die zeitnahe Mitteilung eines Schadenfalls an die D&O Versicherung.

    In der Regel werden die erhobenen Forderungen vom Geschädigten an die Versicherung weitergereicht.

    Die D&O Versicherung übernimmt die grundlegende Prüfung der Vorwürfe und Forderungen.

    Erhebung von Daten
    Die D&O Versicherung prüft alle Voraussetzungen der Schadenersatzforderung. In der Regel gehören dazu umfangreiche Recherchen über das Entstehen der strittigen oder fraglichen Entscheidung. Dazu gehören gemeinhin Schrift- und E-Schriftverkehr, Protokolle und sonstige Unterlagen. Prüfen Sie, ob eine Rechtsschutzversicherung zusätzlich Leistungen für evtl. rechtsanwaltliche und rechtsprüfende Vorgänge tragen muss.

    Vorteil der D&O Versicherung ist eine regelmäßige Entlastung des Unternehmensorgans im Schadenfall.

     


    Wann beginnt der Versicherungsschutz?

    Versicherungsschutz bei bestehender Firmenpolice
    Ist die D&O Versicherung als Firmenpolice vereinbart, tritt sie für das Unternehmensorgan (die entsprechende Führungskraft) dann ein, wenn seine verantwortliche Tätigkeit für das Unternehmen einsetzt. Das zur Seite der Personenabsicherung.

    Für das Unternehmen tritt der Versicherungsschutz nach Abschluss der Police oder zum im Versicherungsvertrag vereinbarten Zeitpunkt ein. Er gilt in der Regel für alle Organe des Unternehmens selbst, für Tochtergesellschaften und Filialen und für den im Versicherungsvertrag vereinbarten Personenkreis. Versicherungsfälle gelten ebenfalls nach Regelung im Versicherungsvertrag. Sie können unmittelbar einsetzen nach Geltungsbeginn der D&O Versicherung. In einigen Fällen wird eine Karenz- oder Übergangszeit vereinbart, nach der Versicherungsfälle abgedeckt werden können.

    Wichtig sind daneben Regelungen zur Verzugs- oder Nachhaftung. So gilt für die D&O Versicherung auf der einen Seite der Versicherungsfall mit Bekanntwerden der entsprechenden Vorwürfe. Auf der anderen Seite zählt für den Eintritt der Versicherung der Zeitpunkt, an dem der Schadenfall faktisch verursacht worden ist. Zwischen Ursache und erkanntem Schaden können erhebliche Zeiträume liegen. Für die D&O Versicherung sind beide Zeitpunkte entscheidend, um den Schadenfall besonders im Zusammenhang mit dem Versicherungsbeginn zu definieren. In der Regel ist es für den Eintritt der D&O Versicherung nach Versicherungsbeginn entscheidend, wann der Schaden gemeldet worden ist. Gemeinhin liegt der Zeitpunkt der Verursachung des Schadens wesentlich davor – in einigen Fällen auch vor Abschluss der D&O Versicherung. Zum Zeitpunkt des Abschlusses der D&O Versicherung darf jedoch von anstehenden oder wahrscheinlichen Schadenfällen keine Kenntnis vorliegen. Ist das der Fall, entlastet die D&O Versicherung auch dann im Schadenfall, wenn die Schadensursache vor Versicherungsbeginn liegt.

    Versicherungsschutz bei individuellem Abschluss
    Der Versicherungsbeginn eine auf die Person abgestimmten D&O Versicherung beginnt mit Abschluss des Versicherungsvertrags oder zum darin vereinbarten Zeitpunkt. Die D&O Versicherung greift ab Versicherungsbeginn für alle Schadenfälle, deren Ursachen in der Versicherungslaufzeit liegen. Sie tritt, analog zur Unternehmenspolice, je nach Vertragsgestaltung auch für Fälle ein, deren Ursachen vor Versicherungsbeginn lagen. Jedoch dürfen die Vorwürfe erst nach dem Abschluss der D&O Versicherung erhoben worden sein und die Kenntnis davon darf nicht vorgelegen haben.


    Welche Deckungssumme ist sinnvoll?

    Die Deckungssumme in der D&O Versicherung richtet sich nach den kalkulierten Risiken, die die Tätigkeit in einem bestimmten Erfahrungsschnitt birgt, sowie nach der Weite der Entscheidungsbefugnisse für das Unternehmen. Die Festlegung der Versicherungs- bzw. Deckungssumme wird ebenfalls unterschieden nach Einsetzen der D&O Versicherung als Firmen- oder Einzelpolice.
    D und O Versicherung - zufriedene Geschäftsfrau

    Deckungssumme in der Firmenpolice
    Bei Abschluss einer Firmenpolice und der entsprechenden Bestimmung der Deckungssumme ist zentral zu beachten, dass sie für das Unternehmen insgesamt gilt. Es müssen demnach nicht nur die potentiellen Entscheidungsrisiken einer einzelnen Führungsperson in Betracht gezogen werden, sondern das Haftungsrisiko für das Unternehmen insgesamt spielt ein Rolle.

    Für den konkreten Fall bedeutet das: Die gesamte Deckungssumme für das Unternehmen wird belastet durch jeden einzelnen Schadenfall, der durch ein Organ des Unternehmens haftungsrelevant ausgelöst wird. Das kann in bestimmten Fällen dazu führen, dass die Deckungssumme nach eine Anzahl von Schadenfällen im Versicherungsjahr vollständig erschöpft ist. Schadenersatzforderungen, die darüber hinaus erfüllt werden müssen, belasten den direkt Verantwortlichen für den Schaden. Die Haftung reicht auch in diesem Fall bis in das private Vermögen des Unternehmensorgans.

    Die Deckungssumme muss entsprechend umfassend ausgewählt werden. In der Regel helfen statistische Werte für die jeweilige Unternehmensform und -größe bei der Bestimmung.

    Deckungssumme in der Einzelpolice
    Gilt die D&O Versicherung für das jeweilige Unternehmensorgan einzeln, muss die Versicherungssumme entsprechend seiner Aufgaben- und Verantwortungsbereiche justiert werden. Je umfangreicher die jeweiligen Entscheidungskompetenzen, je höher im Allgemeinen die Risiken, die von den Entscheidungen des Versicherten abhängen. Die Versicherungssumme ist je nach Veränderung des Tätigkeitsbereichs anpassbar. Von Zeit zu Zeit sollte daher die bestehende D&O Versicherung einem Vergleich unterzogen werden, die aktuelle Deckungssummen, Versicherungslaufzeiten und Geltungsbereiche der Nachhaftung zueinander in Beziehung setzt. Hier finden Sie unsere weiteren D&O Versicherungs Themen.


    Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

    Der Beitrag in der D&O Versicherung richtet sich grundlegend nach

    • Höhe der Deckungssumme
    • Laufzeit des Versicherungsvertrags

    Je nach Versicherungsvertrag werden ebenfalls

    • Vorversicherungen
    • Vorschäden

    bei der Bestimmung der Rate berücksichtigt.

    Dauer und Umfang von Vorversicherungen (u.U. auch im Sinne von Berufshaftpflichtversicherungen, etc.) kann als beeinflussender Faktor auf die D&O Versicherung wirken. Voraussetzung ist die inhaltliche Verbindung bzw. die Überschneidung von Haftungsinhalten der jeweiligen Vorversicherung.

    Die Schadenfreiheit (Bestimmung von Vorschäden) aus bestehenden D&O Versicherungen gilt, je nach Sachlage, ebenfalls als Faktor, um die Rate der D&O Versicherung zu beeinflussen. Dabei können auch Firmen- und Einzelpolicen berücksichtigt werden, die bisher galten oder einen vorangegangenen Risikobereich abgesichert haben. In bestimmten Situationen lohnt sich die Anpassung der D&O Versicherung oder auch ein Neuabschluss. Besonderes Augenmerk sollte beim einem Wechsel generell auf die Anpassung der Deckungssumme geachtet werden.
    Je nach Geschäftsfeld und Ausdifferenzierung der Berufsfelder und Risikobereiche schwanken die statistischen Erhebungen über eine bestimmte Anzahl von Versicherungsjahren. Analog zu Haftpflichtversicherungen verlieren Deckungssummen ihre Aktualität auch in der D&O Versicherung. Ggf. kann eine dynamische Anpassung der Versicherungssumme vereinbart werden.


    Welche Vorteile bringt der Vergleich der D&O Versicherung?

    Der Vergleich der D&O Versicherung hat das grundsätzliche Ziel, die günstigste und inhaltlich optimale Versicherungsform zu finden. Dabei sind wichtige Eckpunkte beachtenswert, die den Vergleich der D&O Versicherung bestimmen:

    • grundlegende Deckungssumme im Versicherungsjahr (ggf. Mehrfachdeckungen oder Deckungserweiterung nach dem ersten Schadenfall)
    • Geltungsbereich der D&O Versicherung (versicherter Personenkreis, geographische Gültigkeit, Gerichtsvertretung und Rechtsbereich)
    • inhaltliche Leistungen (Absicherung bestimmter Schadenursachen, Rechtsleistungen, Bestimmungen zur Nachhaftung und zu Zusatzdeckungen, etc.)
    • Laufzeiten des Versicherungsvertrags
    • Auslegung der D&O Versicherung als Unternehmens- oder individuelle Police.

    D&O - Geschäftsmann zählt Geld Der Online-Vergleich stellt diese wichtigsten Eckdaten der unterschiedlichen Angebote zur D&O Versicherung gegenüber. In übersichtlicher Folge stehen Sortiermöglichkeiten bereit, jeweils bevorzugte Kriterien direkt miteinander zu vergleichen.

    In der Regel erfolgt die erste Auswahl nach individuellen Gegebenheiten. Dazu zählt auch die Risikobewertung der jeweils zu versichernden Tätigkeitsgruppe bzw. der Tragweite der Verantwortlichkeiten.

    Die Zusammenstellung des Online-Vergleichs stellt ein Spektrum der D&O Versicherung zusammen. Die Zusammenstellung erfolgt auf regelmäßig aktualisierten Datenbanken und bringt einen wesentlichen Zeitvorteil im Vergleich zur Einzelrecherche. Generell ist auch die Basis zur Verfügung stehenden Vergleichsmöglichkeiten höher.


    Können die Beiträge zur D&O Versicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Steuerliche Bedeutung für Firmenpolicen
    Die Möglichkeit steuerlicher Absetzbarkeit für Versicherungsabschlüsse besteht in der Regel dann, wenn sie als betriebsbedingte Ausgaben zur Wahrung der Interessen des Unternehmens gelten kann.
    Unternehmensseitig kann die D&O Versicherung für die Organe des Unternehmens als steuerlich absetzbar angelegt werden. Überwiegend gelten, je nach Geschäftsbereich des Unternehmens und der jeweils unter der Police zusammengefassten versicherten Organe, getätigte Abschlüsse in der D&O Versicherung als „im Interesse des Unternehmens“ liegend.

    Steuerliche Bedeutung für Individual-Policen
    Die Selbstversicherung in der D&O Versicherung hat für den einzelnen Manager den bedeutenden Vorteil, dass sein Tätigkeitsbereich zugeschnitten auf seine eigenen Bedürfnisse abgesichert wird. Für das Unternehmen gilt in diesem Fall in der Regel jedoch nicht mehr der Grundsatz „Firmeninteresse“, da in der Individual-Police wesentlich auch die persönlichen Interessen des Versicherungsnehmers erfasst werden. Die steuerliche Wertung ist vor dem jeweiligen Hintergrund unterschiedlich.

    Kosten für die D&O Versicherung werden vom Unternehmen getragen
    Zahlt das Unternehmen die Beiträge für die D&O Versicherung des Organs, gelten die Zahlungen in der Regel als geldwerte Leistung und unterliegen einer entsprechenden Besteuerung.

    Kosten für die D&O Versicherung werden über die Gehaltskosten erstattet
    Zahlt das Unternehmen seinem Organ die Beiträge zur D&O Versicherung als Ergänzung zum Gehalt oder zur Honorarvereinbarung, kann in der Regel keine steuerliche Vergünstigung erfolgen, da die Begleichung der Kosten für die D&O Versicherung über die Gehaltsabrechnung als Lohnkosten bzw. Lohnzahlung unter die entsprechende Besteuerung fällt. Ausnahmen können u.U. formuliert werden.

    Versicherungsnehmer trägt die Kosten für die D&O Versicherung
    Trägt das versicherte Unternehmensorgan die Kosten für die D&O Versicherung selbst, kann gemeinhin Steuervorteil über die Anbringung von Werbungskosten erfolgen. Die Absetzbarkeit in der Höhe entscheiden die jeweiligen obligatorischen und fakultativen Bestandteile des jeweiligen Versicherungsvertrags.


    Was ist bei einer Kündigung der D&O Versicherung zu beachten?

    Grundlegend wichtig für eine Kündigung der D&O Versicherung ist der gewählte Versicherungszeitraum insgesamt. Zum Laufzeitende gelten die Regelungen zur Kündigungsfrist je nach Versicherungsvertrag. In der Regel zum Ende des Versicherungsjahres, meist auch 3 Monate Frist bis zum Ende des Versicherungsjahres.

    Dabei gilt: Sind Verträge mit einer Laufzeit von mehr als 3 Jahren abgeschlossen worden, können sie zum Ende des 3. Versicherungsjahres und zum Ende jedes weiteren Versicherungsjahres fristgerecht gekündigt werden.

    Sonderfall: Kündigung der D&O Versicherung nach Schadenfall
    Je nach Versicherungsvertrag besteht nach einem Schadenfall für beide Seiten das Recht auf Kündigung des Versicherungsvertrags. Diese Vereinbarung sollte im Fall einer beabsichtigten Kündigung bzw. auch im Fall eines Schadens in der D&O Versicherung Beachtung finden.

    Sonderfall: Kündigungsgrund aus besonderem Anlass
    Aus besonderem Anlass kann eine D&O Versicherung auch vor Ablauf eines Versicherungszeitraums oder unter Außerachtlassung der Kündigungsfrist beendet werden. Gesetzlich sind solche Fälle in der Regel nach Todesfällen, bestimmten Erkrankungen oder besonderen geschäftlichen Gründen gegeben. Genauere Bestimmungen dazu sind jedoch ebenfalls im jeweiligen Versicherungsvertrag geregelt.


    Was ist bei einem Wechsel der D&O Versicherung zu beachten?

    Vorteile eines Wechsels der D&O Versicherung können sein:

    • Vergünstigung der anfallenden Raten
    • Verbesserung der Laufzeitvereinbarungen
    • Erweiterung der gültigen Deckungssummen (in Bezug auf den Neuabschluss)
    • Anpassung der Risikoinhalte an ggf. veränderte Aufgabenstrukturen oder -bereiche.

    D&O - Geschäftsfrau sitzt am Tisch Beim Wechsel der D&O Versicherung ist im Vorfeld ein Online-Vergleich oder insgesamt ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote empfehlenswert. Auch ohne konkreten Anlass empfiehlt sich ein Vergleich, der kostenfrei das Marktumfeld im Vergleich zur bestehenden D&O Versicherung zeigt.

    Daraus lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Vergünstigungen ziehen. Der Vergleich sollte entsprechend zum Ende ein jeweiligen Versicherungsperiode oder zum Ende einer vereinbarten Laufzeit erfolgen.

    Beim Wechsel sollte besonders darauf geachtet werden, dass alle relevanten Fristen eingehalten werden:

    • Kündigungsfrist zum Laufzeitende
    • Meldefrist erhobener Vorwürfe gemäß Versicherungsbedingungen
    • Meldefrist von Schadenfällen der D&O Versicherung.

    Besonders die Meldefrist in der D&O Versicherung führt zum Erhalt des Versicherungsschutzes auch über den bestehenden Versicherungsvertrag hinaus (Bedeutung der Nachhaftung in der D&O Versicherung). Entsprechend sollten alle bekannten Ansprüche oder erhobenen Vorwürfe, auch, wenn noch nicht alle Bedingungen zum Eintritt eines Schadenfalls in der D&O Versicherung zutreffen, der bestehenden D&O Versicherung gemeldet werden. Durch die Gültigkeit der Nachhaftung übernimmt die D&O Versicherung auch nach Ende des Versicherungsvertrag alle im ehemaligen Versicherungsvertrag definierten Leistungen. Das gilt über die Verdachtsfälle zum Vertragsende hinaus für alle Fälle, deren ursächlicher Schadensgrund innerhalb der Versicherungslaufzeit gelegen haben. Die D&O Versicherung gilt auch dann, wenn der Versicherungsnehmer Posten oder Unternehmens bereits gewechselt hat.