Vermögenswirksame Leistungen


    Weshalb sind vermögenswirksame Leistungen sinnvoll?

    Vermögenswirksame Leistungen - Freundliche Ansprechpartner Die vermögenswirksame Leistung ist ein Zuschuss,
    den ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen zahlt.

    Diesen Zuschuss in Höhe von sechs bis 40 Euro pro Monat zahlt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer in
    ein bestimmtes Anlage- oder Sparprodukt ein. Je nach Form der Geldanlage unterstützt auch der Staat diese Form der Vermögensbildung und zahlt einen jährlichen Zuschuss. Die sogenannte Arbeitnehmersparzulage.

    Auf diese Weise können angestellte Arbeitnehmer
    im Laufe der Jahre trotz der vergleichsweise geringen Sparbeträge eine beträchtliche Summe ansparen.
    In manchen Fällen sogar, ohne selber einen Cent einzuzahlen. Alles in allem stellen vermögenswirksame Leistungen damit eine äußerst attraktive Form des Sparens dar. Um optimal davon profitieren zu können, müssen Sparer allerdings auch einige Bedingungen erfüllen. Grundsätzlich können zum Beispiel nur bestimmte Personengruppen vermögenswirksame Leistungen erhalten.
    Das sind:

    • Angestellte Arbeitnehmer
    • Soldaten
    • Beamte
    • Richter
    • Auszubildende

    Eine weitere Bedingung ist, dass vermögenswirksame Leistungen für eine Person aus den genannten Gruppen vertraglich vereinbart sein müssen. Das kann auf unterschiedliche Weise geregelt sein. Zum Beispiel in:

    • Tarifverträgen
    • Arbeitsverträgen
    • Betriebsvereinbarungen

    Erfüllt eine Person die Voraussetzungen und erhält vermögenswirksame Leistungen von ihrem Arbeitgeber, werden diese nicht direkt an den Begünstigten ausgezahlt. Die monatlichen Raten müssen vom Arbeitgeber vielmehr in eine Anlageform für vermögenswirksame Leistungen eingezahlt werden. Die Raten werden dabei üblicherweise sechs Jahre lang eingezahlt und stehen dem Arbeitnehmer erst nach einem weiteren Jahr Wartezeit zur freien Verfügung. Insgesamt ist das Geld damit sieben Jahre lang fest gebunden.

    Als Anlageformen kommen für vermögenswirksame Leistungen nur spezielle Sparprodukte infrage. Zum Beispiel:

    1. Banksparplan
    2. Bausparvertrag
    3. Aktienfondssparplan
    4. Betriebliche Altersvorsorge
    5. Klassische Lebensversicherung
    6. Tilgung von Baukrediten

    All diese Spar- und Anlageprodukte müssen für vermögenswirksame Leistungen ausgewiesen sein.

    Entscheiden sich die Sparer für einen:

    • Bausparvertrag,
    • Aktienfondssparplan oder die
    • Tilgung eines Baukredits,

    erhalten sie zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen auch noch eine Arbeitnehmersparzulage von bis zu 80 Euro im Jahr vom Staat. Um diese zu erhalten, müssen jedoch bestimmte Einkommenshöchstgrenzen eingehalten werden. Eine Arbeitnehmersparzulage können auch Sparer bekommen, die eine für vermögenswirksame Leistungen geeignete Sparform nutzen und die Beiträge aus eigener Tasche zahlen. Etwa, weil sie keine vermögenswirksamen Leistungen vom Arbeitgeber erhalten. Auf diese Weise können sie auf jeden Fall von der Arbeitnehmersparzulage profitieren.


    Welche Leistungen ermöglicht vermögenswirksames Sparen?

    Die Leistungen, die sich aus dem Ansparen der vermögenswirksamen Leistungen ergeben, unterscheiden sich je nach gewählter Anlageform. Am Ende eines Bank- oder Fondssparplans steht in der Regel die Auszahlung des angesparten und verzinsten Kapitals. Mit der Einzahlung der vermögenswirksamen Leistungen in eine betriebliche Altersvorsorge oder eine klassische Lebensversicherung können Sparer sehr effektiv für das Alter vorsorgen. Eine reguläre Auszahlung ist je nach Vertrag in diesem Fall allerdings häufig erst mit dem Erreichen des Rentenalters möglich. Frühere Kündigungen sind in der Regel mit Verlusten verbunden.

    Die dritte Form der Verwendung von vermögenswirksamen Leistungen stellt die Immobilienfinanzierung dar. Mit einem Bausparvertrag können sich die Anleger zum Beispiel ein Baudarlehen sichern und gleichzeitig Eigenkapital ansparen. Einen besonderen Vorteil dieser Anlageform stellt die Wohnungsbausparprämie dar. Damit können Sparer zusätzlich zur Arbeitnehmerbausparzulage eine weitere staatliche Unterstützung erhalten. Wer sich hingegen für eine Tilgung eines bestehenden Baukredites entscheidet, kann vermögenswirksame Leistungen auch dafür verwenden. Das Leistungsspektrum, das sich aus der Nutzung von vermögenswirksamen Leistungen ergibt, ist vielfältig. Es kann ganz nach den persönlichen Bedürfnissen und Gegebenheiten genutzt werden, um:

    • Eine Immobilie zu finanzieren
    • Für das Alter vorzusorgen
    • Vermögen aufzubauen

    Vermögenswirksame Leistungen - Beratung im Büro Jede dieser Leistungen hat gewisse Vor- aber
    auch Nachteile. Nicht immer eignet sich daher für
    jeden Anleger jede Verwendungsform, die für vermögenswirksame Leistungen möglich ist.

    Außerdem gelten für die unterschiedlichen Anlageformen unterschiedliche Einkommensgrenzen für eine Arbeitnehmersparzulage, sofern diese für eine Anlageform gewährt wird.


    Was ist vor Abschluss einer Anlage für vermögenswirksame Leistungen zu beachten?

    Wer sich dafür entscheidet, vermögenswirksame Leistungen seines Arbeitgebers zu nutzen, kann davon nur profitieren. Entscheidend für eine möglichst effiziente Nutzung der vermögenswirksamen Leistungen sind jedoch unter anderem:

    1. Eine Anlageform, die zu den persönlichen Zielen des Anlegers passt
    2. Eine optimale Ausnutzung von Arbeitnehmersparzulagen

    Beide Punkte hängen jedoch massiv von den Bedürfnissen und den persönlichen Umständen des Sparers ab. Daher sollte vor Abschluss einer Anlageform für vermögenswirksame Leistungen genau überlegt werden, wofür das Geld später verwendet werden soll. Diese Überlegung ist wichtig, weil eine Anlage der vermögenswirksamen Leistungen grundsätzlich relativ langfristig ist. Die Mindest-Anspardauer beträgt sechs Jahre. Anschließend muss noch ein Jahr Wartezeit eingehalten werden. Das bedeutet, dass vermögenswirksame Leistungen frühestens nach einer Zeit von sieben Jahren dem Sparer zur freien Verfügung stehen. Werden die vermögenswirksamen Leistungen für die Altersvorsorge verwendet, sind die Laufzeiten in der Regel deutlich länger. Aus diesem Grund sollte ein Abschluss für eine Anlageform für vermögenswirksame Leistungen gut bedacht sein.

    Ein weiterer wichtiger Faktor beim Abschluss einer Anlageform für vermögenswirksame Leistungen ist die Nutzung und optimale Ausnutzung von Arbeitnehmersparzulagen. Arbeitnehmersparzulagen sind nur möglich bei:

    • Bausparverträgen
    • Aktienfondssparplänen
    • Tilgung von Baukrediten

    Bei jeder der drei Möglichkeiten gelten außerdem bestimmte Einkommensgrenzen für eine Förderung. Sie betragen:

    • 17.900 Euro für Bausparverträge und bei Tilgung eines Baukredites
    • 20.000 Euro bei Aktienfondssparplänen

    Bei Ehepaaren gelten jeweils die doppelten Beträge. Auch die Höhe der Arbeitnehmersparzulage fällt unterschiedlich hoch aus. Sie richtet sich grundsätzlich aber prozentual nach den eingezahlten Sparbeiträgen. Um die maximalen Zulagen voll auszunutzen, kann es daher für Sparer sinnvoll sein, eine geringe vermögenswirksame Leistung aus eigener Tasche aufzustocken, um so die maximale Förderung zu erhalten.


    Wann stehen Leistungen aus einer Anlage für vermögenswirksame Leistungen zur Verfügung?

    Die Bedingungen, die erfüllt sein müssen oder der Zeitpunkt, ab dem ein Sparer von den angesparten vermögenswirksamen Leistungen profitieren kann,
    ist abhängig von der gewählten Anlageform für die vermögenswirksamen Leistungen.

    Fließen die vermögenswirksamen Leistungen zum Beispiel in eine betriebliche Altersvorsorge oder in
    eine Lebensversicherung, erhält der Sparer erst mit
    dem Erreichen eines bestimmten Alters die vereinbarten Leistungen. Üblich ist zum Beispiel der Eintritt in den Ruhestand oder das Erreichen des 60. oder 65. Lebensjahres. Abweichende Vereinbarungen können ebenfalls getroffen werden.
    Der genaue Zeitpunkt, ab dem der Sparer Leistungen aus dieser Anlageform für vermögenswirksame Leistungen erhält, ist in jedem Fall in den Versicherungsunterlagen festgehalten. Werden die vermögenswirksamen Leistungen in eine betriebliche Rente eingezahlt, ist häufig auch die Vereinbarung eines Hinterbliebenenschutzes möglich. In diesem Fall erhalten die Angehörigen des Versicherungsnehmers in dessen Todesfall Leistungen aus der betrieblichen Altersvorsorge.

    Wer seine vermögenswirksamen Leistungen nicht in die Altersvorsorge investiert, hat in der Regel bereits früher Zugriff auf seine Ersparnisse. Die genaue Dauer ist dabei abhängig von der Anlageform und kann variieren. In jedem Fall ist ein Zugriff auf die angesparten Leistungen frühestens sieben Jahre nach dem Abschluss einer Anlage der vermögenswirksamen Leistungen möglich. Während dieser Zeit werden die vermögenswirksamen Leistungen sechs Jahre lang eingezahlt. Anschließend gilt noch eine einjährige Wartezeit bis zur Verfügbarkeit der Ersparnisse.

    Entscheiden sich die Sparer für eine Tilgung eines Baukredites mithilfe der vermögenswirksamen Leistungen, können sie davon direkt profitieren. Mit den vermögenswirksamen Leistungen wird nämlich der Kredit bedient. Die Sparer profitieren in diesem Fall entweder von:

    • einer Reduzierung ihrer Kreditraten oder von
    • einer verkürzten Kreditlaufzeit durch schnellere Rückzahlung

    Im Fall der zweiten Möglichkeit profitieren die Sparer zusätzlich in der Regel von einer Zinsersparnis, weshalb diese Variante sehr weit verbreitet ist.


    Wann leistet eine Anlage von vermögenswirksamen Leistungen nicht?

    Vermögenswirksame Leistungen - Beratungsgespräch In welchem Fall eine bestimmte Anlageform von vermögenswirksamen Leistungen nicht leistet,
    ist abhängig von der gewählten Form.

    Sofern die gewählte Anlageform für die vermögenswirksame Leistung keine betriebliche Altersvorsorge oder Lebensversicherung ist,
    handelt es sich in der Regel um Finanzanlagen.

    Das heißt, dass eine Auszahlung außer an vertragliche Laufzeiten und die Mindestlaufzeit von sieben Jahren
    an keine weiteren Bedingungen geknüpft ist. Je nach Anlageform können jedoch die Auszahlungsbeträge variieren. Einzig bei einem Aktienfondssparplan sind
    dabei auch Verluste möglich.

    Werden die vermögenswirksamen Leistungen in die Altersvorsorge investiert, können hierfür bestimmte Konditionen gelten, unter denen keine Leistungen erbracht werden. Das kann bei einer betrieblichen Altersvorsorge zum Beispiel der Fall sein, wenn keine Hinterbliebenenabsicherung eingeschlossen oder zusätzlich vereinbart wurde. In diesem Fall zahlt die Versicherung im Todesfall des Versicherungsnehmers keine Leistungen aus. Aus diesem Grund wird für die meisten betrieblichen Altersvorsorgen ein Hinterbliebenenschutz vereinbart.


    Können Zusatzbausteine versichert werden?

    Weil es sich bei den meisten Anlagemöglichkeiten für vermögenswirksame Leistungen nicht um Versicherungen handelt, können auch keine Zusatzbausteine versichert werden. Diese Möglichkeit besteht lediglich, wenn die vermögenswirksamen Leistungen in die Altersvorsorge investiert werden. Hierfür kommen zwei Möglichkeiten in Betracht:

    1. Betriebliche Altersvorsorge
    2. Lebensversicherung

    Inwiefern sich in den angebotenen Versicherungsschutz weitere Zusatzbausteine einschließen lassen, hängt letztlich vom jeweiligen Angebot ab. Üblich ist bei einer betrieblichen Altersvorsorge zum Beispiel die zusätzliche Absicherung von:

    • Invalidität oder Berufsunfähigkeit
    • Hinterbliebenen

    Ähnlich verhält es sich auch, wenn die vermögenswirksamen Leistungen in eine Lebensversicherung fließen. Hier sind übliche Zusatzbausteine:

    • Absicherung von Invalidität oder Berufsunfähigkeit
    • Unfalltod

    Eine Absicherung der Hinterbliebenen ist bei einer Lebensversicherung im Normalfall bereits enthalten.

    Anders als bei den Altersvorsorgemöglichkeiten ist bei den übrigen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen kein Einschluss bestimmter Risikoabsicherungen üblich. Das betrifft:

    • Banksparplan
    • Aktienfondssparpläne
    • Bausparvertrag
    • Tilgung von Baudarlehen

    Vermögenswirksame Leistungen - Eine Stoppuhr

    Wann beginnt der Versicherungsschutz bei Versicherungen mit Beiträgen aus vermögenswirksamen Leistungen?

    Der Beginn des Versicherungsschutzes spielt nur eine Rolle, wenn es sich bei den Anlageformen für die vermögenswirksamen Leistungen um eine der beiden folgenden Versicherungsformen handelt:

    • Betriebliche Altersvorsorge
    • Lebensversicherung

    In beiden Fällen können die Versicherungen mit unmittelbarem Beginn abgeschlossen werden. Hierbei müssen jedoch verschiedene Zeitpunkte berücksichtigt werden, die im Ernstfall eine Rolle spielen können:

    1. Vertragsabschluss
    2. Versicherungsbeginn

    Beim Zeitpunkt des Vertragsabschlusses handelt es sich um den Zeitpunkt, zu dem der Vertrag vollständig abgeschlossen wurde. In der Regel ist das der Fall, wenn dem Versicherungsnehmer die Vertragsunterlagen und eine Versicherungspolice zugegangen sind. Im Vertrag selber kann ein Zeitpunkt für den Versicherungsbeginn definiert sein, der nach dem Vertragsabschluss liegt. Zum Beispiel der Erste des Folgemonats. Ab dem im Vertrag festgelegten Zeitpunkt gilt der Versicherungsschutz in der Regel. Bei vielen Versicherungsanbietern ist die Zahlung der ersten Beitragsrate eine weitere Voraussetzung für den vollständigen Beginn des Versicherungsschutzes. Ab dem vollständigen Beginn des Versicherungsschutzes hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf die vereinbarten Leistungen. Während der Einzahl- oder Ansparphase können das zum Beispiel vereinbarte Leistungen wie eine Berufsunfähigkeitsrente oder eine Auszahlung an die Hinterbliebenen im Todesfall sein. Die regulären Leistungen in Form einer Rentenzahlung werden erbracht, sobald ein vertraglich festgelegter Zeitpunkt erreicht wird.


    Welche Versicherungssummen sind sinnvoll?

    Versicherungssummen spielen nur bei zwei der insgesamt sechs möglichen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen eine Rolle:

    1. Betriebliche Altersvorsorge
    2. Lebensversicherung

    Bei den übrigen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen handelt es sich um Anlageformen ohne weiteren Versicherungsschutz. Daher sind bei diesen Angeboten Versicherungssummen nicht relevant.

    Sowohl die betriebliche Altersvorsorge als auch die Lebensversicherung können so angelegt sein, dass bei Erreichen einer bestimmten Altersgrenze eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine regelmäßige Rentenzahlung steht. Die Höhe dieser Zahlungen ist maßgeblich von den eingezahlten Beiträgen abhängig. Werden nur die vermögenswirksamen Leistungen eingezahlt, ergibt sich daraus eine Rentenzahlung in einer bestimmten Höhe oder ein bestimmtes Kapital, das im Leistungsfall ausgezahlt werden kann. Alternativ kann auch insbesondere im Fall der Lebensversicherung eine bestimmte Versicherungssumme vereinbart werden, die im Leistungsfall ausgezahlt werden soll. In diesem Fall reicht die vermögenswirksame Leistung zur Deckung der Beiträge gegebenenfalls nicht mehr aus und der Versicherte muss die Differenz monatlich selber zahlen.

    Bei der Berechnung einer angemessenen Versicherungssumme sollte in diesem Fall vor allem berücksichtigt werden:

    • Welche weitere Formen der Altersvorsorge genutzt werden und welche Bezüge im Alter damit zur Verfügung stehen
    • Wie viel Geld im Monat bzw. wie viel Kapital aus der Lebensversicherung einmalig benötigt wird (z. B. um eine Restschuld auf ein Eigenheim abzuzahlen)

    Bei der Lebensversicherung wird für den Todesfall zusätzlich eine Versicherungssumme vereinbart, die den Hinterbliebenen gezahlt werden soll. Welche Summe für die Absicherung der Hinterbliebenen sinnvoll ist, hängt ebenfalls von den individuellen Verhältnissen ab. Insbesondere davon:

    • Ob Kredite existieren, die bedient werden müssen
    • Welchen Lebensstandard die Versicherten pflegen
    • Über welche weiteren Einkommen die Angehörigen verfügen
    • Ob und wie viele Kinder finanziell abgesichert werden müssen

    Abhängig von diesen Punkten kann eine angemessene Versicherungssumme für die beiden infrage kommenden Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen sehr unterschiedlich ausfallen.

    Vermögenswirksame Leistungen - Gespräch wegen der Beitrag Höhe

    Wonach richtet sich der Beitrag für VL-Sparprodukte?

    Die Beiträge zu einer bestimmten Anlageform für vermögenswirksame Leistungen richten sich erster Linie nach der Höhe dieser Leistungen. Sie sind eine freiwillige Zusatzleitung von Arbeitgebern, deren Höhe sechs bis 40 Euro pro Monat betragen kann. Die vermögenswirksamen Leistungen werden direkt vom Arbeitgeber in eine bestimmte Form der Geldanlage eingezahlt. Der Arbeitnehmer muss dafür einen entsprechenden Vertrag für eine Anlage der vermögenswirksamen Leistungen abschließen. Der Beitragssatz ist auf diese Weise insbesondere durch die Höhe der gezahlten vermögenswirksamen Leistungen festgelegt. Grundsätzlich bestimmen also die Beiträge die möglichen Erträge.
    Die können bei den unterschiedlichen Anlageformen variieren. Entscheidend sind immer:

    • Anlageform für vermögenswirksame Leistungen
    • Höhe möglicher staatlicher Zuschüsse (Arbeitnehmersparzulage)
    • Höhe der vermögenswirksamen Leistung

    Als renditestärkste, gleichzeitig aber auch riskanteste Anlageform für vermögenswirksame Leistungen gelten Aktienfondssparpläne. Als etwas sicherer, dafür aber nicht ganz so renditestark, gelten Banksparpläne.

    Ob der Sparer zusätzlich eine Arbeitnehmersparzulage erhält, hängt ab, von:

    • Form der Anlage der vermögenswirksamen Leistungen
    • Höhe der vermögenswirksamen Leistungen

    Um die höchstmöglichen staatlichen Zuschüsse zu erhalten, kann es für die Sparer daher sinnvoll sein, geringe vermögenswirksame Leistungen aufzustocken. Das Gleiche gilt, wenn Sparer ein bestimmtes Sparziel oder bestimmte Leistungen aus einer betrieblichen Altersvorsorge oder Lebensversicherung erreichen möchten. Gerade bei den beiden Formen der direkten Altersvorsorge mit vermögenswirksamen Leistungen gilt, dass höhere Leistungen auch höhere Beiträge erfordern. Um diese zu erreichen, kann es ebenfalls sinnvoll und nötig sein, die eingezahlten vermögenswirksamen Leistungen aufzustocken.


    Welche Vorteile bringt ein Vergleich der Anlage-Angebote für eine vermögenswirksame Leistung?

    Vor dem Vertragsabschluss für ein bestimmtes Spar-, Anlage- oder Versicherungsprodukt für vermögenswirksame Leistungen sollten Anleger die Angebote genau vergleichen. Das hat vor allem zwei Gründe:

    1. Die Anlageformen selber unterschieden sich zum Teil erheblich
    2. Verschiedene Angebote für eine bestimmte Anlageform unterscheiden sich erheblich

    Unterschiede in den Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen bestehen vor allem im Hinblick auf:

    • Das Sparziel
    • Vertragslaufzeiten
    • Mögliche Renditen
    • Fördermöglichkeiten

    Die Sparziele können in etwa unterschieden werden in:

    • Vermögensaufbau (Banksparplan, Aktienfondssparplan)
    • Immobilienfinanzierung (Bausparvertrag, Tilgung von Baukrediten)
    • Altersvorsorge (Lebensversicherung, betriebliche Altersvorsorge)

    Vermögenswirksame Leistungen - Leute halten Daumen hoch Diese Einteilungen sind keineswegs fest vorgeschrieben. Ein angespartes Vermögen kann selbstverständlich zur Finanzierung einer Immobilie genutzt werden.

    Eine Immobilie selber kann wiederum als Bestandteil einer Altersvorsorgestrategie genutzt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Konzeptionen eignen sich die unterschiedlichen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen je nach Ziel jedoch unterschiedlich gut.

    Wer bereits die passende Anlageform für sich gefunden hat, sollte in einem zweiten Schritt die verschiedenen Angebote unterschiedlicher Banken oder Versicherungen zu dieser Anlageform miteinander vergleichen. Sie können sich zum Beispiel in Punkten wie Renditen, Laufzeiten oder auch Abschlussgebühren mitunter stark unterscheiden. Mit einem Vergleich lässt sich daher häufig noch ein bisschen mehr aus einer Anlage herausholen.


    Kann eine flexible Anpassung des Versicherungsschutzes sowie des Beitrags vorgenommen werden?

    Eine Anpassung des Versicherungsschutzes spielt bei den meisten Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen keine Rolle. Ganz einfach deshalb, weil es sich bei den betreffenden Angeboten um reine Spar- oder Anlageformen handelt. Das betrifft:

    • Banksparpläne
    • Aktienfondssparpläne
    • Bausparverträge
    • Tilgung von Baukrediten

    Relevant ist eine Anpassung des Versicherungsschutzes lediglich, wenn eine vermögenswirksame Leistung in:

    • Betriebliche Altersvorsorge oder
    • Lebensversicherung

    investiert wird. Inwiefern bei diesen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen Anpassungen des Versicherungsschutzes möglich sind, hängt in erster Linie von den Konditionen des Versicherungsanbieters ab. Das Gleiche gilt auch für die Anpassung der Beiträge zu einer betrieblichen Altersvorsorge. Sie hängt vor allem von der Durchführungsform der betrieblichen Altersvorsorge ab. Je nach Form können die Beiträge:

    • Nur erhöht
    • Innerhalb eines bestimmten Rahmens erhöht oder gesenkt werden
    • Beliebig variiert werden

    Wer sich hingegen für eine Anlage seiner vermögenswirksamen Leistungen in ein reines Spar- oder Anlageprodukt entscheidet, kann seine Beiträge in der Regel problemlos anpassen. Auf diese Weise können individuelle Sparziele erreicht werden. Außerdem ist eine Aufstockung der vermögenswirksamen Leistungen mit eigenen Beiträgen in vielen Fällen sinnvoll oder sogar notwendig um Arbeitnehmersparzulagen zu erhalten.


    Können die Beiträge zur vermögenswirksamen Leistung von der Steuer abgesetzt werden?

    Vermögenswirksame Leistungen sind grundsätzlich ein Bestandteil des gezahlten Lohns. Als solche sind sie zu versteuern und es müssen Sozialabgaben auf die vermögenswirksamen Leistungen gezahlt werden. Das gilt zumindest für fünf der sechs möglichen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen. Eine Ausnahme stellt nämlich die Zahlung der vermögenswirksamen Leistungen in eine betriebliche Altersvorsorge dar. Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge sind nämlich von Steuern und Sozialabgaben befreit. Das gilt auch, wenn der Arbeitnehmer die vermögenswirksamen Leistungen als Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge aufstockt.

    Je nach Durchführungsform der betrieblichen Altersvorsorge gilt dabei für den Arbeitnehmer ein Freibetrag von 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rente. Nur mit den vermögenswirksamen Leistungen wird dieser Freibetrag nicht ausgeschöpft. Erst wenn der Arbeitnehmer die vermögenswirksamen Leistungen bis über diesen Freibetrag aufstockt, können für ihn je nach Durchführungsform Beiträge für die betriebliche Altersvorsorge steuerpflichtig werden.


    Was ist bei einer Kündigung der vermögenswirksamen Leistung zu beachten?

    Wer eine Anlageform für vermögenswirksame Leistungen kündigen möchte, kann dies grundsätzlich jederzeit tun. Eine Ausnahme stellt jedoch eine Besparung der betrieblichen Altersvorsorge mit vermögenswirksamen Leistungen dar. Auch bei Lebensversicherungen können gesonderte Bedingungen gelten. Grundsätzlich ist aber auch bei diesen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen eine Beendigung der Einzahlung der vermögenswirksamen Leistungen möglich.

    Bei den übrigen Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen gilt, dass sie jederzeit gekündigt werden können. Bei einer vollständigen vorzeitigen Kündigung der Anlageform der vermögenswirksamen Leistungen muss der Sparer jedoch alle bis dahin eventuell erhaltenen Arbeitnehmersparzulagen zurückzahlen. Ihm bleiben also nur die vom Arbeitgeber gezahlten vermögenswirksamen Leistungen erhalten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Kündigung einer Anlage von vermögenswirksamen Leistungen auch ohne Verlust der staatlichen Arbeitnehmersparzulagen möglich. Ausnahmeregelungen gelten zum Beispiel, wenn der Sparer:

    • Länger als ein Jahr am Stück arbeitslos ist
    • Heiratet
    • Sich selbstständig macht

    Vermögenswirksame Leistungen - Kündigungs Schreiben Eine Alternative zur Kündigung einer Anlage von vermögenswirksamen Leistungen stellt in vielen
    Fällen das Ruhenlassen des Vertrages dar.

    In diesem Fall wird die Zahlung der vermögenswirksamen Leistungen in die entsprechende Anlageform eingestellt. Der Vertrag bleibt bestehen, ruht jedoch. Dem Sparer werden in diesem Fall alle bis dahin eingezahlten Beträge inklusive Arbeitnehmersparzulagen am Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt. Diese Option nutzen viele Arbeitnehmer, die bei einem Arbeitsplatzwechsel beim neuen Arbeitgeber keine vermögenswirksamen Leistungen mehr erhalten und die Zahlungen auch nicht selber fortsetzen möchten.


    Was ist bei einem Wechsel der vermögenswirksamen Leistung zu beachten?

    Eine Besonderheit bei der Anlage vermögenswirksamer Leistungen ist, dass die Anlageform in der Regel ohne große Probleme gewechselt werden kann. Wer also zum Beispiel nach dem Abschluss eines Banksparplans für seine vermögenswirksamen Leistungen beschließt, in Zukunft eine Immobilie zu kaufen oder zu bauen, kann ohne Probleme in einen Bausparvertrag wechseln. In diesem Fall wird die bisherige Anlageform für die vermögenswirksamen Leistungen ruhend gestellt und die künftigen Zahlungen erfolgen in einen Bausparvertrag. Nachteilig können sich bei einem Wechsel des Anlage-Vertrages für vermögenswirksame Leistungen anfallende Abschlussgebühren für einen weiteren Vertrag auswirken.

    Während der Wechsel zwischen verschiedene Anlageformen für vermögenswirksame Leistungen grundsätzlich möglich ist, ist ein Wechsel des Aktienfonds innerhalb eines Aktienfondssparplans häufig nicht möglich. Wer sich bei der Anlage seiner vermögenswirksamen Leistungen für einen Aktienfondssparplan entscheidet, ist bis zum Ende der Laufzeit an den zu Beginn gewählten Aktienfonds gebunden. Auch wenn sich dieser negativ entwickelt. Einzige Ausstiegsmöglichkeit ist in diesem Fall ein Kündigung, die aber ebenfalls mit zum Teil hohen Verlusten verbunden sein kann.