- Weshalb ist eine Laborversicherung sinnvoll?
- Welche Leistungen, Gefahren und Schäden sind mit einer Laborversicherung abgedeckt?
- Was ist bei Abschluss einer Laborversicherung zu beachten?
- Wann beginnt der Versicherungsschutz?
- Welche Deckungssumme/Versicherungssumme ist sinnvoll?
- Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?
Weshalb ist eine Laborversicherung sinnvoll?
Viele kennen sicherlich noch die Knallgasprobe
aus der Schule, mit der Wasserstoff und Sauerstoff nachgewiesen werden können. Doch nicht immer geht mit einem Knall eine überschaubare Reaktion einher.
Manchmal geht auch etwas schief und ein größerer Schaden entsteht. Dieser wird von manchen privaten Haftpflichtversicherungen nur selten versichert,
der Schadenverursacher würde somit auf den Kosten sitzen bleiben.
Mit einer Laborversicherung – einer speziellen Haftpflichtversicherung für Tätigkeiten im Labor – sind solche Schäden gut versichert. Sinnvoll ist sie für jeden, der im Labor arbeitet:
- Studenten (auch Promotionsstudenten): für ein Praktikum im Arbeitskreis, Arbeit im Zusammenhang mit einem Seminar oder Abschluss- und Zulassungsarbeiten
- Schüler: in chemierelevanten Ausbildungsgängen
- Mitarbeiter von Hochschulen und Universitäten
- Laboranten
In vielen Laboren wird sogar ein Nachweis über eine Laborversicherung verlangt. Ohne diesen kann der Zutritt zum Labor sonst verweigert werden.
Welche Leistungen, Gefahren und Schäden sind mit einer Laborversicherung abgedeckt?
Der Versicherungsschutz basiert auf den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Haftpflichtversicherung sowie auf den besonderen Bedingungen für Schäden an Gegenständen und Einrichtungen von Hochschulen und Universitäten.
Als besondere Form der Haftpflicht schützt die Laborversicherung vor den Ansprüchen Dritter. Sie prüft, ob deren Ansprüche auf Schadenersatz berechtigt sind oder nicht. Sind die Ansprüche berechtigt, werden Entschädigungen gezahlt oder Ersatz für den Schaden geleistet. Sind die Ansprüche jedoch unberechtigt, werden sie abgewehrt, notfalls auch vor Gericht. Dabei anfallende Kosten für Anwälte, Sachverständige und Gutachter werden ebenfalls von der Versicherung übernommen. Somit besteht passiver Rechtsschutz.
Mitversicherte Personen sind die Mitarbeiter von Fachhochschulen und Universitäten, Studenten, Doktoranden, Professoren, Laboranten, Praktikanten und Schüler. Teilweise kann auch der Lebenspartner mitversichert werden. Die Versicherung gilt nicht nur im Labor vor Ort, sondern auch in ganz Deutschland und ebenfalls – gegen einen Aufpreis – während eines Laborpraktikums im Auslandssemester.
Eine Laborversicherung versichert:
- Personen- und Sachschäden, zum Beispiel Schäden an der Laboreinrichtung oder durch Tätigkeiten mit radioaktiven Substanzen
- Vermögensschäden
- Verlust von fremden Schlüsseln
Was ist bei Abschluss einer Laborversicherung zu beachten?
In der Regel kann eine Laborversicherung jederzeit abgeschlossen werden. Dies geschieht für Studenten im Allgemeinen vor Semesterbeginn. Eine Versicherung zu einem späteren Zeitpunkt ist unter Umständen möglich, jedoch mit erhöhtem Verwaltungsaufwand seitens der Hochschule und des Versicherers verbunden.
Ein Abschluss der Versicherung ist entweder online möglich oder oft auch persönlich an den Instituten der Hochschule.
Wann beginnt der Versicherungsschutz?
Der Versicherungsschutz beginnt und endet mit dem Betreten bzw. Verlassen des Labors, auch während
der Semesterferien. Bei Aufenthalten im Ausland beginnt und endet der Versicherungsschutz mit
dem Betreten und Verlassen der zu Studienzwecken aufgesuchten Orte, ebenfalls auch während der Semesterferien.
Die Versicherung kann auch nach dem Ausscheiden aus der Universität oder Hochschule fortgeführt werden.
Welche Deckungssumme/Versicherungssumme ist sinnvoll?
Die Versicherungssummen einer Laborversicherung liegen zum Beispiel:
- für Personen- und Sachschäden zwischen € 2 Mio. und € 10 Mio.
- für Vermögensschäden zwischen € 12.500 und € 0,1 Mio.
- für den Verlust fremder Schlüssel zwischen € 15.000 und € 20.000
Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?
Die Beiträge für eine Laborversicherung unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Eine Laborversicherung gibt es schon für einen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Beitrag pro Semester mit einem geringen Selbstbehalt je Schadensfall.




