Kapitallebensversicherung


    Weshalb ist eine Kapitallebensversicherung sinnvoll?

    Kapitallebensversicherung - Beratung Die Kapitallebensversicherung ist zunächst einmal vor allem aus einem Grund besonders sinnvoll: Sie vereint die Eigenschaften einer privaten Rentenversicherung mit denen einer Risikolebensversicherung.
    Eine Kapitallebensversicherung zahlt dadurch
    sowohl im Todes- als auch im Erlebensfall.

    Es können also gleichzeitig ein Vermögen für
    das Rentenalter angespart und eine wirtschaftliche Absicherung für die Hinterbliebenen (bzw. eine sonstige begünstigte Person) getroffen werden.

    Die Kapitallebensversicherung ist ein sehr gängiges Produkt auf dem Versicherungsmarkt und wird schon seit vielen Jahrzehnten auch – und gerade – zur privaten Altersvorsorge genutzt. Sie schließt für viele Kunden die Lücke zwischen der Vorsorge für das eigene Alter und der Absicherung der Familienangehörigen im Todesfall.

    Auch die Anlageform Kapitallebensversicherung als solche hat für die Sparer verschiedene Vorteile:

    • Es handelt sich um eine langfristige und in der Regel sehr sichere Anlageform.
    • Dank der garantierten Mindestleistungen weiß der Versicherte, mit wie viel Kapital er bei Fälligkeit mindestens rechnen kann.
    • Die Leistungsauszahlung kann als Einmalbetrag oder als monatliche Rente erfolgen.
    • Die Kapitallebensversicherung zahlt im Erlebens- und im Todesfall – das Geld geht also keineswegs „verloren“.

    Je nach der Art der Kapitalanlage durch das Versicherungsunternehmen lässt sich zwischen zwei Formen der Kapitallebensversicherung unterscheiden:

    1. klassische Kapitallebensversicherung
    2. fondsgebundene Lebensversicherung

    Sie unterscheiden sich lediglich in der Anlageweise des eingezahlten Kapitals durch das Versicherungsunternehmen. Bei der klassischen Kapitallebensversicherung muss das Geld in sehr sichere Anlageformen investiert werden, während bei der fondsgebundenen Kapitallebensversicherung die Kapitalinvestition in Aktienfonds erfolgt. Dabei lässt sich unter Umständen eine höhere Rendite erzielen, aber hinsichtlich der Anlageformen gibt es deutlich weniger Sicherheit als bei der klassischen Variante.


    Welche Leistungen sind in einer Kapitallebensversicherung versichert?

    Die Funktionsweise der Kapitallebensversicherung lässt sich mit der eines normalen Banksparplans vergleichen: Das Prinzip besteht darin, dass der Versicherte über viele Jahre hinweg regelmäßig Beiträge einzahlt und dafür am Ende, also bei Fälligkeit, eine Leistung erhält.

    Konkret gestaltet sich eine Kapitallebensversicherung folgendermaßen:

    • Laufzeit und Höhe der Versicherungssumme werden vertraglich festgelegt.
    • Diese bestimmen zusammen mit dem Alter und dem Gesundheitszustand des Versicherten die Höhe der zu zahlenden Prämie.
    • Der Versicherte zahlt nun regelmäßig die festgelegten Beiträge in die Kapitallebensversicherung ein.
    • Das Versicherungsunternehmen legt dieses Geld am Kapitalmarkt an und versucht, damit Überschüsse zu erwirtschaften.
    • Bei Fälligkeit, also nach Ablauf der vereinbarten Versicherungszeit, erhält der Versicherte die zugesagten Leistungen entweder in Form einer einmaligen Kapitalauszahlung oder als monatliche Rente.
    • Verstirbt der Versicherte jedoch vor Ablauf der Vertragszeit, werden die Leistungen an seine Hinterbliebenen bzw. an eine sonstige begünstigte Person ausgezahlt.

    Die Beiträge zu einer Kapitallebensversicherung setzen sich aus drei Bestandteilen zusammen:

    1. Kostenanteil
    2. Risikoanteil
    3. Sparanteil

    Der Sparanteil einer Kapitallebensversicherung liegt im Normalfall bei etwa 75 bis 80 Prozent. Er wird vom Versicherungsunternehmen in verschiedene Kapitalanlagen investiert. Die späteren Leistungen setzen sich aus diesem Sparanteil nebst Zinsen sowie den eventuell erwirtschafteten Überschüssen zusammen.


    Zinsen und Erträge bei der Kapitallebensversicherung

    Die Leistungen aus der Kapitallebensversicherung bestehen aus einem garantierten Mindestertrag sowie einer Überschussbeteiligung. Der Mindestertrag umfasst die verzinsten Sparanteile der eingezahlten Beiträge. In der Regel bietet das Versicherungsunternehmen beim Vertragsabschluss einen sogenannten Garantiezins auf die Sparleistungen an, der über die gesamte Laufzeit hinweg stabil bleibt. Dieser liegt momentan (2013) für Neuverträge bei 1,75 Prozent. Zu dieser garantierten Mindestleistung kommt eine Beteiligung an den Überschüssen, die mittels der Anlage des Kapitals erwirtschaftet werden. Langfristig betrachtet liegt die Gesamtrendite bei klassischen Kapitallebensversicherungen durchschnittlich etwa bei vier bis fünf Prozent; mit der risikoreicheren fondsgebundenen Variante lassen sich mitunter bis zu sieben Prozent erzielen.


    Was ist vor Abschluss einer Kapitallebensversicherung zu beachten?

    Vor dem Abschluss einer Kapitallebensversicherung sollten insbesondere zwei Punkte beachtet werden:

    1. Kosten, die beim Abschluss einer Kapitallebensversicherung entstehen
    2. Gesundheitsprüfung, die viele Anbieter verlangen

     

    Kapitallebensversicherung - Geschäftsgespräch Der Abschluss einer Kapitallebensversicherung verursacht für das Versicherungsunternehmen bestimmte Kosten, die vom Versicherten zu tragen sind. Es handelt sich hierbei um die sogenannten Abschlusskosten, die sich aus den Aufwendungen für die Verwaltung und für die Maklerprovisionen ergeben.

    Die Abschlusskosten für die Kapitallebensversicherung müssen laut Gesetz über mindestens fünf Jahre mit den eingezahlten Beiträgen verrechnet werden. Das bedeutet, dass die vereinbarte Beitragshöhe gleich bleibt, wobei sich aber nach fünf Jahren – wenn die Kosten vollständig beglichen sind – der Sparanteil erhöht.

    Der zweite wichtige Punkt, der vor dem Abschluss einer Kapitallebensversicherung berücksichtigt werden sollte, ist die Gesundheitsprüfung. Diese ist aus Sicht der Versicherungsunternehmen notwendig, weil der Versicherungsschutz auch Leistungen im Todesfall einschließt. Weil diese Todesfallleistungen bei der Kapitallebensversicherung auch dann ausgezahlt werden, wenn der Versicherte bereits kurz nach dem Vertragsabschluss verstirbt, kann es also durchaus sein, dass das Versicherungsunternehmen Kapital auszahlt, das nicht durch vorher eingezahlte Beiträge gedeckt ist.

    Um dieses Risiko möglichst überschaubar zu halten, verlangen die Versicherungsunternehmen vor Abschluss einer Kapitallebensversicherung eine Gesundheitsprüfung. Oftmals besteht diese nur aus einem Fragebogen, den der Versicherte bei der Antragstellung selbst auszufüllen hat. Hierbei sollte jedoch unbedingt wahrheitsgemäß geantwortet werden, weil sonst unter Umständen die Versicherungsgesellschaft entweder den Vertrag ablehnt oder im Nachhinein die Leistungen nicht ausgezahlt werden.

    Die Gesundheitsprüfung bei der Kapitallebensversicherung betrifft in der Regel:

    1. bestehende Vorerkrankungen und
    2. durch den individuellen Lebenswandel verursachte Risiken

    Die Vorerkrankungen werden je nach Versicherungsanbieter für einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren vor dem Vertragsabschluss erfasst. Bestimmte Krankheitsbilder können zu einer Erhöhung der Prämie, zu Ausschlussklauseln oder auch zu einer kompletten Ablehnung führen.

    Was die Risiken im Zusammenhang mit der Kapitallebensversicherung angeht, so werden hierbei:

    • gesundheitliche Risiken (z.B. Rauchen oder hoher Alkoholkonsum)
    • berufliche Risiken (Sprengmeister oder Berufssoldaten)
    • persönliche Risiken (Hobbys wie Fallschirmspringen oder Tauchen)

    abgefragt. Gerade in diesem Bereich kann es jedoch zu sehr unterschiedlichen Bewertungen durch die Versicherungsunternehmen kommen. So lehnen einige die Raucher ganz ab, während andere sie unter der Bedingung einer Prämienerhöhung aufnehmen. Es lohnt sich deswegen, vor Abschluss einer Kapitallebensversicherung eine professionelle Beratung hinzuzuziehen, um einen effizienten Vergleich der Angebote durchführen zu können.


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    Wann leistet eine Kapitallebensversicherung?

    Das Besondere an der Kapitallebensversicherung ist, dass sie die Vorzüge zweier anderer Modelle der privaten Altersvorsorge in sich vereint, nämlich die der

    • privaten Rentenversicherung und die der
    • Risikolebensversicherung.

    Die Kapitallebensversicherung bietet somit die Möglichkeit, gleichzeitig

    1. Vermögen anzusparen und
    2. für die Hinterbliebenen zu sorgen.

    Die Leistungen der Kapitallebensversicherung werden sowohl im Todes- als auch im Erlebensfall ausgezahlt, so dass der Versicherte für beide Szenarien die Gewissheit hat, dass er bzw. seine Angehörigen gut versorgt sind.

    Für beide Fälle werden bestimmte Dinge im Vertrag verbindlich geregelt:

    1. Leistungen, die im Todesfall ausgezahlt werden sollen
    2. Beginn, Höhe und Art der Leistungen, die im Erlebensfall gezahlt werden sollen

    Die Leistungen für den Todesfall können bei den meisten Kapitallebensversicherungen ähnlich wie bei einer reinen Risikolebensversicherung individuell angepasst werden. Viele Versicherer bieten sogar die Möglichkeit die Versicherungssummen in verschiedenen Lebenssituationen anzupassen.

    Ebenso wie für den Todesfall werden auch die Leistungen für den Erlebensfall vereinbart. Insbesondere Beginn, Höhe und Art der Leistungen (Einmalauszahlung oder regelmäßige Rentenzahlung) werden vertraglich vereinbart. Die Leistungen werden von der Versicherung in diesem Fall erbracht, sobald der Versicherte das festgelegte Rentenalter erreicht hat. Das kann je nach Vereinbarung eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine regelmäßige Rentenzahlung bis ans Lebensende des Versicherten sein.

    Wann und in welcher Weise eine Kapitallebensversicherung leistet ist also letztendlich in erster Linie von den Vertragskonditionen abhängig, die mitunter sehr individuell ausfallen können.


    Wann leistet eine Kapitallebensversicherung nicht?

    Kapitallebensversicherung - Freundliche Beraterin Durch die gleichzeitige Absicherung des Todes- wie auch des Erlebensfalles sind die beiden entscheidenden Risiken gleichermaßen abgesichert, sodass eine Kapitallebensversicherung in nahezu jedem Fall leistet. Es gibt jedoch auch einige Fälle,
    in denen eine Kapitallebensversicherung nicht leistet.

    Der Fall, dass eine Kapitallebensversicherung
    nicht leistet, kann beispielsweise eintreten, wenn:

    • Leistungen von vornherein vertraglich ausgeschlossen werden (z. B. bei Suizid)
    • Leistungen aufgrund der Ergebnisse einer Gesundheitsprüfung vertraglich explizit ausgeschlossen werden
    • Sich herausstellt, dass der Versicherte bei der Gesundheitsprüfung Falschangaben gemacht hat

    Weil es vor allem im Zusammenhang mit den genannten Punkten der Gesundheitsprüfung dazu kommen kann, dass eine Kapitallebensversicherung keine Leistungen erbringt, tauchen in jüngster Zeit immer öfter Angebote für „Kapitallebensversicherungen ohne Gesundheitsprüfung“ auf. Sie werden besonders häufig im Internet angeboten.

    Auffallend ist jedoch, dass keiner der großen Versicherungsanbieter solche Versprechungen macht – vermutlich, weil sich ein solches Unterfangen aus Sicht des Versicherungsunternehmens nicht wirklich rechnet. Bei diesen Angeboten liegen die Prämien auch deutlich höher als bei den Kapitallebensversicherungen mit Gesundheitsprüfung. Außerdem sind die Leistungen fast immer stark eingeschränkt: Mehrjährige Wartezeiten sind üblich, und die volle Versicherungssumme wird oftmals nur bei Unfalltod ausgezahlt, während die Hinterbliebenen beim Tod des Versicherungsnehmers durch Krankheit oder Alter lediglich die eingezahlten Beiträge nebst Zinsen zurückbekommen. Nicht zuletzt wird auch die Höhe der Versicherungssumme nach oben hin deutlich beschränkt.


    Können Zusatzbausteine versichert werden?

    Ja, es ist möglich, zusammen mit der Kapitallebensversicherung auch zusätzliche Risiken mit abzusichern. Hierbei spielen für die meisten Kunden vor allem:

    • zusätzliche Vorsorgemaßnahmen für die Berufsunfähigkeit und
    • eine zusätzliche Versicherung gegen Unfalltod

    eine Rolle. Der Hinterbliebenenschutz muss nicht gesondert geregelt werden, weil er ja per definitionem schon in der Kapitallebensversicherung enthalten ist.


    Die Kapitallebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsschutz

    Die Kapitallebensversicherung zahlt, wenn der Versicherte das Rentenalter erreicht oder vorher verstirbt. Schwierig wird es aber, wenn er aus gesundheitlichen Gründen schon vor dem Erreichen des Rentenalters aus dem Berufsleben ausscheiden muss – sei es nun wegen einer Krankheit, nach einem Unfall oder wegen eines seelischen Leidens. Für diesen Fall ist es sinnvoll, sich im Rahmen der Kapitallebensversicherung durch einen zusätzlichen Berufsunfähigkeitsschutz abzusichern.

    Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn der Versicherte seinen Lebensunterhalt nicht mehr selbst durch die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit erwirtschaften kann. In der Kombination mit der Kapitallebensversicherung können hierfür mehrere Varianten vereinbart werden:

    1. die Zahlung einer monatlichen Berufsunfähigkeitsrente
    2. die Beitragsfreistellung – bei gleichbleibender Versicherungssumme

    Es handelt sich bei der Kombination aus Kapitallebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus um eine sinnvolle Erhöhung des Schutzes. Allerdings sollte folgendes bedacht werden: Die Verbindung ist nur dann ein wirksames Vorsorgemodell, wenn die Kapitallebensversicherung konsequent bis zum Eintritt des Versicherungsfalles geführt wird. Sobald der Versicherte über eine Kündigung oder Beitragsfreistellung nachdenkt, ist immer auch sein Berufsunfähigkeitsschutz betroffen. Und es kann unter Umständen schwierig werden, diesen zu einem späteren Zeitpunkt separat neu abzuschließen – der Versicherungsnehmer ist dann älter und hat vielleicht mehr Vorerkrankungen, so dass die Versicherung teurer wird, wenn sie überhaupt noch abgeschlossen werden kann.

    Fazit: Die Kombination aus Kapitallebensversicherung und Unfallschutzversicherung lohnt sich – aber nur dann, wenn die Kapitallebensversicherung auch wirklich konsequent aufrechterhalten wird.


    Die Kapitallebensversicherung mit zusätzlicher Unfalltodversicherung

    Ebenfalls sehr gängig ist die Kombination aus einer Kapitallebensversicherung und einer zusätzlichen Versicherung gegen Unfalltod. Dabei ist es so, dass die Hinterbliebenen neben der regulären Versicherungssumme noch eine zweite ausgezahlt bekommen, nämlich die aus der Unfalltodversicherung. Sie erhalten dadurch einen deutlich höheren Betrag – oftmals sogar das Doppelte – wenn der Versicherte durch einen Unfall ums Leben kommt. Die Verbindung einer Kapitallebensversicherung mit einer zusätzlichen Absicherung gegen Unfalltod lohnt sich vor allem dann, wenn der Versicherte in einem Beruf tätig ist, in dem häufiger Unfälle passieren (z.B. Kraftfahrer oder Bauberufe). Er hat dann die Gewissheit, dass seine Hinterbliebenen auch bei seinem plötzlichen Ableben gut versorgt sind.

    Kapitallebensversicherung - Beratungsgespräch

    Wann beginnt der Versicherungsschutz?

    Für den Beginn des Versicherungsschutzes durch eine Kapitallebensversicherung sind zwei Dinge entscheidend:

    1. Vertragsabschluss
    2. Zahlung der ersten Beitragsrate

    Der Abschluss des Versicherungsvertrages ist eine notwendige Voraussetzung für den Beginn des Versicherungsschutzes. Allerdings sollte hierbei klar zwischen dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und dem tatsächlichen Versicherungsbeginn unterschieden werden. Der Zeitpunkt für den Versicherungsbeginn wird nämlich im Vertrag ausdrücklich festgehalten. Dieser Zeitpunkt weicht häufig etwas vom Vertragsschluss ab und ist entscheidend für die Berechnung des Versicherungszeiträume. Üblich ist  es zum Beispiel, dass der Versicherungsbeginn auf den Ersten des Folgemonats nach Vertragsschluss gelegt wird.

    Zu dem vertraglich vereinbarten Zeitpunkt tritt die Kapitallebensversicherung in Kraft, wenn der Versicherte fristgemäß seine erste Beitragsrate zahlt. Geschieht dies nicht, behalten sich die meisten Versicherungsanbieter einen Rücktritt vom Vertrag vor.


    Welche Versicherungssummen sind sinnvoll?

    Die Kapitallebensversicherung soll zwei Anliegen gleichzeitig gerecht werden: Einmal geht es darum, Vermögen anzusparen, das im Alter als Absicherung dienen soll; darüber hinaus soll aber auch ein wirksamer Schutz für die Hinterbliebenen geschaffen werden, falls der Versicherte vor Ablauf der Versicherungszeit verstirbt.

    Die Frage nach der idealen Versicherungssumme dürfte dabei eine wesentliche Rolle spielen. Bei der Kapitallebensversicherung einfach eine beliebige, sehr hohe Summe auszuwählen, ist nicht unbedingt sinnvoll, da sich die Höhe der Beiträge damit ebenfalls unmittelbar erhöht. Außerdem wird mindestens die Hälfte der ausgezahlten Erträge versteuert.

    Die bessere Variante ist deshalb, sich vor Abschluss der Kapitallebensversicherung genau zu überlegen, wie viel Geld beim Eintreten des Versicherungsfalles tatsächlich benötigt wird. Hierbei können die folgenden Fragen hilfreich sein:

    • Kann ich als Versicherter noch andere Alterseinkünfte als die Leistungen aus meiner Kapitallebensversicherung erwarten?
    • Welche besonderen Vorhaben möchte ich für mich im Alter finanzieren?
    • Welche Kosten kämen auf meine Hinterbliebenen zu, wenn ich vor Ablauf der Versicherungszeit verstürbe?
    • Bestattungskosten?
    • Ausbildungskosten für die Kinder?
    • laufende Kredite, z.B. für Immobilien?
    • Verfügen die Hinterbliebenen eventuell noch über andere Ressourcen?
    • Wie viel würde ich ihnen unabhängig von meiner Kapitallebensversicherung hinterlassen?

    Durch die sorgfältige Kalkulation vor dem Abschluss der Kapitallebensversicherung ist gewährleistet, dass der ideale Schutz besteht – und dass aber trotzdem nur so viel eingezahlt wird, wie wirklich notwendig ist. Professionelle Berater stehen jedem Interessenten dabei gern zur Seite.


    Wonach richtet sich der Beitrag und welche Faktoren beeinflussen den Beitragssatz?

    Die Höhe des monatlichen Beitrags zu einer Kapitallebensversicherung hängt zunächst einmal unmittelbar von der gewünschten Versicherungssumme ab: Je höher diese liegt, desto höher müssen natürlich auch die Beitragszahlungen sein.

    Darüber hinaus spielen aber auch Faktoren eine Rolle, die mit dem Versicherten selbst zusammenhängen:

    • das Alter bei Abschluss des Vertrages
    • das gewünschte Renteneintrittsalter (mindestens 62!)
    • der Gesundheitszustand
    • eventuelle zusätzliche Risiken

    Ein individuell gültiges Angebot für eine Kapitallebensversicherung ist immer von  vielen verschiedenen Faktoren und letztlich auch den unterschiedlichen Versicherungsunternehmen abhängig. Generell lässt sich jedoch sagen: Je jünger und gesünder der Versicherte ist und je länger die Laufzeit währt, desto niedriger fallen die Beiträge aus.

    Zu guter Letzt hat es auch einen Einfluss auf die Beiträge, wenn die Kapitallebensversicherung noch mit zusätzlichen Leistungen wie zum Beispiel einer Berufsunfähigkeits- oder einer Unfalltodversicherung kombiniert wird.

    Kapitallebensversicherung - Beitrag berechnen

    Welche Vorteile bringt ein Vergleich der Kapitalebensversicherung?

    Ein Vergleich verschiedener Angebote für eine Kapitallebensversicherung bietet eine Reihe von Vorteilen und sollte daher grundsätzlich vor dem Abschluss eines Versicherungsvertrages durchgeführt werden. Dafür ist es in jedem Fall sinnvoll und notwendig, dass der Versicherungsnehmer im Vorfeld zumindest ermittelt hat:

    • Welche Rentenzahlungen er aus einer Kapitallebensversicherung benötigt oder wünscht
    • Wie hoch die Versicherungssumme für die Risikoabsicherung sein soll
    • Ob zusätzlicher Versicherungsschutz eingeschlossen werden soll

    Anhand dieser Kriterien ergibt sich ein sehr individuelles Anforderungsprofil, das eine Kapitallebensversicherung abdecken sollte. Wer mithilfe eines persönlichen Anforderungsprofils Angebote für die Kapitallebensversicherung miteinander vergleich, kann dabei genau die Angebote ermitteln, die:

    • Tatsächlich zu den persönlichen Bedürfnissen passen
    • Die besten Konditionen bieten (z. B., Beitragshöhe, Rendite, Abschlusskosten, Flexibilität etc.)

    Wer auf diese Weise außerdem noch unterschiedliche Formen der Kapitallebensversicherung (klassisch oder fondsgebunden) miteinander vergleicht, kann mit diesem Verfahren auch noch ermitteln, welche Anlageform geeigneter ist.

    Weil ein solcher Vergleich der verschiedenen Angebote für eine Kapitallebensversicherung sehr komplex und aufwendig ist, ist es immer sinnvoll auf professionelle Vergleichsrechner zurückzugreifen. Sie ermitteln nach Angabe der entscheidenden persönlichen Bedürfnisse aus einer großen Anzahl von Anbietern die Angebote, die am besten geeignet sind.


    Kann eine flexible Anpassung des Versicherungsschutzes sowie des Beitrags vorgenommen werden?

    Ja, es ist möglich, die Beiträge zu einer Kapitallebensversicherung im Nachhinein zu erhöhen oder zu senken. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass trotz der Langfristigkeit des Vertrages eine gewisse Flexibilität bewahrt wird und auf eine sich eventuell verändernde persönliche Finanzlage reagiert werden kann.

    Eine Senkung der Beiträge zur Kapitallebensversicherung sollte jedoch sehr gut überlegt sein!

    Denn damit geht immer auch eine Minderung der Versicherungsleistung einher. Dies sollte nur dann angestrebt werden, wenn sich der Finanzbedarf aufgrund von veränderten Lebensumständen verringert, etwa weil

    • die Kinder die Ausbildung abgeschlossen haben,
    • die Immobilie früher abbezahlt werden konnte oder
    • eine Erbschaft oder Ähnliches angefallen ist.

    Die Erhöhung der Beiträge zur Kapitallebensversicherung hingegen sollte bei den meisten Anbietern nach einer Rücksprache kein Problem darstellen. Sie kann zum Beispiel sinnvoll werden, wenn

    • ein Kind geboren wird,
    • der Versicherte heiratet oder
    • eine Immobilie neu erworben wird.

    Können die Beiträge zur Kapitallebensversicherung von der Steuer abgesetzt werden?

    Kapitallebensversicherung - Geldscheine mit einem Taschenrechner Bei der Besteuerung der Leistungen aus aber auch
    der Beiträge zur Kapitallebensversicherung haben
    sich in den vergangenen Jahren zum Teil massive Änderungen ergeben. Die Absetzbarkeit der Beiträge zur Kapitallebensversicherung ist nur noch sehr begrenzt und in vielen Fällen gar nicht mehr möglich. Entscheidend ist zuerst einmal, wann die Kapitallebensversicherung abgeschlossen wurde.

    Für Verträge, die nach dem ersten Januar 2005 abgeschlossen wurden, können die Beitragszahlungen nicht mehr steuerlich geltend gemacht werden.

    Wurde der Vertrag vorher abgeschlossen, können die Beiträge gemäß § 10 EStG als sogenannte Sonderausgaben geltend gemacht werden. Dabei gelten jedoch bestimmte Freibeträge:

    • 1.900 Euro für Angestellte und Beamte
    • 2.800 Euro für Selbstständige

    Bei der Ausschöpfung der Freibeträge werden vor der Kapitallebensversicherung zuerst jedoch Beiträge und Aufwendungen für andere Leistungen insbesondere der Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigt. In den allermeisten Fällen ist der Freibetrag damit bereits ausgeschöpft, sodass die Beiträge zur Kapitallebensversicherung nicht mehr berücksichtigt werden können. Ist der Freibetrag noch nicht ausgeschöpft, werden die Beiträge zur Kapitallebensversicherung bis zur Freibetragsgrenze angerechnet.


    Was ist bei einer Kündigung der Kapitallebensversicherung zu beachten?

    Bei der Kündigung der Kapitallebensversicherung ist vor allem zu beachten, dass sie zwar möglich ist, aber nach Möglichkeit unbedingt vermieden werden sollte!

    Wenn eine Kapitallebensversicherung vorzeitig gekündigt wird, erhält der Versicherte nämlich lediglich den sogenannten Rückkaufwert zurück. Dieser liegt immer unter dem eigentlichen Wert der Versicherung. Besonders in den ersten Jahren nach dem Abschluss des Vertrages ist diese Differenz erheblich, weil dann das Versicherungsunternehmen auch noch die Kosten für Verwaltung und Maklerprovisionen verrechnet. Aber auch nach einer längeren Laufzeit ist die Kündigung einer Kapitallebensversicherung immer mit finanziellen Verlusten verbunden. Zu bedenken ist hierbei außerdem, dass die ermäßigte Besteuerung nicht mehr anwendbar ist, wenn die Versicherung weniger als zwölf Jahre gelaufen ist oder der Versicherte zum Zeitpunkt der Auszahlung noch nicht das 60. bzw. 62. Lebensjahr vollendet hat.


    Alternativen zur Kündigung der Kapitallebensversicherung

    1. Verkauf:
    Es gibt Händler für Versicherungspolicen, die die Verträge für die Kapitallebensversicherungen von zahlungsunfähigen oder –unwilligen Versicherten aufkaufen. Allerdings ist dies meist erst ab einem bestimmten (und nicht unbedingt geringen) Rückkaufwert möglich. Außerdem ist der Verkaufserlös ebenfalls zu versteuern.

    2. Beleihung:
    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die eigene Kapitallebensversicherung zu beleihen. Die Konditionen sind hierbei meist günstiger als bei externen Krediten, und die Bonitätsprüfung entfällt, weil ja die Versicherung selbst als Sicherheit dient.

    3. Beitragsfreistellung:
    Die dritte und sicherlich beste Möglichkeit ist eine Beitragsfreistellung der Kapitallebensversicherung. Hierbei werden die Zahlungen für eine bestimmte Zeit ausgesetzt. Dadurch verringert sich zwar die am Ende ausgezahlte Summe, aber der Versicherungsschutz bleibt bestehen, und das bereits eingezahlte Geld wird weiter verzinst.


    Was ist bei einem Wechsel der Kapitallebensversicherung zu beachten?

    Kapitallebensversicherung - Frau mit einem Tablett Ein direkter Wechsel der Kapitallebensversicherung
    ist nicht möglich. Zumindest nicht mit dem im bestehenden Vertrag angesparten Vermögen.

    Wer also die Kapitallebensversicherung wechseln möchte, muss dazu immer einen neuen Vertrag abschließen. Für den bestehenden Vertrag gelten dann die im vorangegangen Abschnitt zur Kündigung genannten Punkte.

    Der Versicherungsnehmer muss sich also überlegen, wie er mit dem bestehenden Vertrag verfahren möchte.

    Weil ein Wechsel der Kapitallebensversicherung nicht ganz einfach ist, sollte er nur vorgenommen werden, wenn gravierende Gründe vorliegen und andere Alternativen wie Vertragsanpassungen nicht in Betracht kommen.