Warum ist eine Frachtführerhaftpflichtversicherung sinnvoll?
Der Transport von Waren und Gütern ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Der Frachtführer
bzw. der Spediteur übernimmt sie, er sorgt dafür,
dass die transportieren Sachen gut, sicher und pünktlich ankommen.
Aber er haftet auch für Fehler, Schäden und Verzögerungen an der Zustellung, die während
der Fahr oder während des Umladens passieren.
Und das auch dann, wenn er gar nicht selbst für einen Schaden verantwortlich ist, denn die Haftungssituation bezieht sich in den meisten Fällen auf die Verbindung zwischen dem Frachtführer und seinem Auftraggeber.
Die Frachtführerhaftpflichtversicherung trägt einen wesentlichen Teil dieses Risikos. Sie entschädigt berechtigte Interessen des Auftraggebers, wenn der Frachtführer einen Schaden, der in seinem Verantwortungsbereich entstanden ist, haften muss.
Die Frachtführerhaftpflichtversicherung sichert dabei zentral das Verhältnis des Versicherungsnehmers gegenüber dem Geschädigten ab. Im konkreten Versicherungsfall wird der geschädigte Auftraggeber abgesichert, dessen Waren oder Güter bei dem Transport zu Schaden gekommen sind.
Schäden können beim Beladen, beim Entladen, beim Transport oder auch im Lager bzw. Zwischenlager auftreten. Solange die übernommenen Sachen im Besitz des Spediteurs sind, haftet er für ihre Unversehrtheit. Die Frachtführerhaftpflichtversicherung greift für diesen gesamten Zeitraum. Sie ist auf individuell geprägte Geschäftsmodelle anpassbar und kann gezielt auch für ein erweitertes Dienstleistungsspektrum erweitert werden.
Zusätzlich liegt bei kommerziellen, professionellen Transporten mit einem Gesamtgewicht von über 3,5t eine staatlich bzw. über den Branchenverband bestimmte Versicherungspflicht vor. Sie beschreibt die Mindestversicherungssumme und die Mindestleistung, die eine abgeschlossene Frachtführerhaftpflichtversicherung umfassen muss, damit die Zulassung zum Betrieb erfolgen kann. Liegt keine Versicherung vor, darf nicht transportiert werden.
Welche Gefahren und Schäden sind in der Frachtführerhaftpflichtversicherung versichert?
Umfangreiche Schäden mit z.T. erheblicher Versicherungssumme lassen sich in der Frachtführerhaftpflichtversicherung abdecken.
Zentral zählen dazu:
- Haftpflichtschäden beim Beladen des Fahrzeuge bei der Warenübernahme
- Schäden beim transportbedingten bzw. technisch bedingten Umladen der Sachen
- Schäden, die beim Entladen passieren
- Lagerhaltungsschäden, sofern dieses Angebot offiziell den Kunden gilt und es Teil des Geschäftsbetriebs ist
- Fristverzug, wenn dadurch Lieferschäden oder Folgeschäden ausgeglichen werden müssen
- individuelle Risiken, die im einzelnen Versicherungsvertrag festgehalten werden müssen.
Was ist vor dem Abschluss einer Frachtführerhaftpflichtversicherung wichtig?
Abgleich der geforderten Leistungen für die Berufszulassung
Für die Zulassung, gewerbliche Transporte von Gütern und Waren Dritter durchführen zu dürfen, ist ab einem Gesamtgewicht von 3,5t der Vorweis einer Frachtführerhaftpflichtversicherung nötig. Sie muss bestimmte Anforderungen erfüllen, wie eine ausreichende Deckungssumme und einen ausreichenden Gültigkeitsbereich. Beides richtet sich nach der konkreten Geschäftsform, die die jeweiligen Risiken beeinflusst und entsprechende Kalkulationen ermöglicht.
Vergleich der Leistungen
Wenn die Basisleistungen erfüllt sind, sollte vor Abschluss der Frachtführerhaftpflichtversicherung zwischen den Angeboten der verschiedenen Anbieter verglichen werden. Je nach Angebot lassen sich erhebliche Aufwendungen für die Versicherungsbeiträge sparen. Im Online-Vergleich werden alle relevanten Angebote gegenübergestellt und nach Leistung und Beitrag verglichen. Der Abschluss kann direkt und ohne Mehrkosten erfolgen.
Vergleich der Tarife
Das versicherte Risiko ist in vielen Fällen individuell bestimmt, z.B. in Bezug auf die nötige Deckungssumme. Wenn die wichtigen Inhalte bereits feststehen, lohnt sich der Vergleich aller Tarife, die die gleiche Leistung garantieren. Der Online-Vergleich ist kostenfrei.
Welche Kosten trägt die Frachtführerhaftpflichtversicherung im Schadenfall?
- Entschädigungszahlungen Dritten gegenüberKern der Kostenübernahme in der Frachtführerhaftpflichtversicherung ist die Übernahme von Sach- und Vermögensschäden, die der Frachtführer oder Spediteur seinem Auftraggeber gegenüber zu verantworten hat.Für die Festlegung der Kostenübernahme wird eine maximale Deckungssumme vereinbart, die je nach Art der Vertragsgestaltung pro Schadenfall, Versicherungsjahr oder Transportauftrag gilt.Für bestimmte Transporte, zum Beispiel Spezial-, Schwerlast- oder Gefahrguttransporte werden oft Einzelpolicen zur Absicherung dieses konkreten Risikos geschlossen, deren Deckung individuell bestimmt wird.Die Frachtführerhaftpflichtversicherung leistet nach festgelegten Kriterien in der am Gesamtrisiko orientierten Höhe bzw. der Höhe des Schaden. Der Schadenausgleich ist gedeckelt durch die Festlegung einer Deckungssumme. Vor diesem Hintergrund muss, um eine Deckungslücke zu vermeiden, die Deckungssumme verlässlich kalkuliert werden. Sie kann auch im laufenden Vertrag angepasst werden, wenn sich das Risiko verändert hat.
- VerzugsschädenDie Frachtführerhaftpflichtversicherung kann ebenfalls Schäden ersetzen, die dem Auftraggeber durch verspätete Lieferungen entstehen. Diese sogenannten Verzugsschäden können in den Leistungskatalog mit aufgenommen werden. Besonders, wenn regelmäßig Terminfracht übernommen wird, lohnt sich diese Absicherung.
- Kosten für Prüfung der Vorwürfe, auch gerichtlichDie Frachtführerhaftpflichtversicherung trägt Kosten für die Vorwurfsprüfung vollständig selbst. Sie nimmt die Forderungen an den Versicherungsnehmer auf und prüft deren Berechtigung der Sache und der Höhe nach. Unberechtigt erhobene Forderungen werden zurückgewiesen, ohne, dass dem Versicherungsnehmer Kosten dafür entstehen. Auch bis hin zu möglichen gerichtlichen Verhandlungen werden die Kosten für diese Prüfung nicht der Versicherungssumme angerechnet sondern bleiben bei der Frachtführerhaftpflichtversicherung.
Wie hoch sollte die Deckungssumme in der Frachtführerhaftpflichtversicherung angesetzt sein?
Die verlässliche Kalkulation der Deckungssumme orientiert sich am Gesamtrisiko des Unternehmens. Verschiedene Kriterien sind dafür entscheidend. Dazu zählen u.a.:
- die durchschnittliche Anzahl der zu versichernden Transporte
- der durchschnittliche Wert der Einzeltransporte
- die Berücksichtigung von Vorschäden und Schadenfreiheit
- u.a.m.
Für die wirkungsvolle Absicherung ist die Einschätzung des tatsächlichen Risikos des Unternehmens wichtig.
Eine Unterversicherung erzeugt einen unterproportionalen Ausgleich, dessen Differenz
zum realen Schaden der Versicherungsnehmer
tragen muss, auch wenn die Deckungssumme
noch nicht voll ausgeschöpft ist. Eine drastische Unterversicherung kann auch zur Unwirksamkeit
des Versicherungsschutzes insgesamt führen.
Was muss bei einem Wechsel der Frachtführerhaftpflichtversicherung beachtet werden?
Der Wechsel sollte gut vorbereitet sein. Idealerweise wird der Wechsel unter Berücksichtigung von Kündigungsfristen und der Notwendigkeit, laufende Transporte durchgängig zu sichern, mit Hilfe eines Online-Vergleichs vorbereitet.
Erfahrene Experten stehen bei der Auswahl des richtigen Tarifs kostenfrei am Telefon und per Mail zur Verfügung.




