Wer baut, läuft immer Gefahr, am Ende kräftig draufzuzahlen. Ein aktuelles Beispiel macht dies deutlich. Ein Ehepaar, Besitzer eines Hauses aus der Jahrhundertwende, hatte vor dem Oberlandesgericht Oldenburg gegen eine Baufirma geklagt, die auf dem Nachbargrundstück des Gebäudes ein Mehrfamilienhaus mit einer Tiefgarage errichtet hat.
Bauherren und Bauunternehmen: Das gilt es zu beachten!
Zur Sicherung der hierzu ausgehobenen Baugrube trieb das Bauunternehmen in einem Abstand von zum Teil nur 60 Zentimeter zum Grundstück der Kläger mehrere acht Meter lange Eisenträger in den Boden. Zwischen den Trägern wurden anschließend Stahlbleche befestigt.
Bei den Arbeiten kam ein großes Rammgerät zum Einsatz. Das verursachte nicht nur erheblichen Lärm. Die Maßnahmen führten auch zu erheblichen Schäden durch Risse an dem Haus der Kläger. Sie verlangten daher von dem Bauunternehmen, ihnen die Kosten für deren Beseitigung in Höhe von rund 20.000 Euro zu ersetzen.
Verursacher kann sich nicht aus Verantwortung stehlen
Das OLG Oldenburg gab den Klägern recht, obwohl sich das Bauunternehmen keiner Schuld bewusst war und auf den maroden Gesamtzustand des beschädigten Gebäudes verwies. Zwar habe das Haus nach den Feststellungen eines Bausachverständigen bereits alte Risse aufgewiesen. Diese seien jedoch durch die Rammarbeiten deutlich verbreitert worden und hätten anschließend teilweise die gesamte Hauswand durchdrungen.
Das habe unter anderem zur Folge gehabt, dass ein Fenster aus seiner Laibung gerissen worden sei und das Haus keinen ausreichenden Schutz mehr vor Witterungseinflüssen gehabt habe. Das Bauunternehmen könne sich daher nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Es habe den Klägern vielmehr den entstandenen Schaden zu ersetzen.
Welcher Schutz ist sinnvoll?
Wer als Baufirma solche kostspieligen Nachforderungen verhindern will, benötigt eine passende Gewerbehaftpflicht. Auch Bauherren stehen in ähnlich gelagerten Fällen oftmals in der Haftung. Für sie hält der Markt entsprechende Bauherrenversicherungen bereit.
Doch wogegen bin ich dann konkret geschützt? Welche Deckungssummen sind sinnvoll? Wie teuer ist diese Vorsorge? Bei welchem Anbieter finde ich das beste Preis-Leistungs-Verhältnis? Antworten auf diese Fragen liefert Ihnen unser Informationsportal – völlig kostenlos und unverbindlich.