- Vorteile der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
- Nachteile der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
- Besonderheiten der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
- Kosten der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
- Erschwingliche Tarife in der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
- Private Krankenversicherung für Rechtsanwälte im Vergleich
Der Beruf des Rechtsanwaltes gehört, genauso wie
der des Arztes oder Steuerberaters, zu den freien Berufen. Daher haben sie, ebenso wie Selbstständige, die freie Wahl zwischen dem Eintritt in eine gesetzliche oder private Krankenversicherung.
Da Rechtsanwälte nach der Beendigung ihres
Studiums meist noch sehr jung sind, können sie, aufgrund des niedrigen Eintrittsalters, zu besonders günstigen Beiträgen in der privaten Krankenversicherung einen umfangreichen Versicherungsschutz erhalten.
Häufig liegen hier die Prämien noch unterhalb des halben Höchstbeitrages einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Daher ist für junge Juristen, die sich unmittelbar nach dem Studium mit einer eigenen Kanzlei niederlassen, der Eintritt in die private Krankenversicherung besonders empfehlenswert.
Angestellte Rechtsanwälte, deren Gehalt über der Pflichtversicherungsgrenze von aktuell 54.900 Euro im Jahr liegt, können sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln oder zwischen dem Eintritt in die GKV oder PKV wählen.
Vorteile der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
- Wunsch- und bedarfsgerechte Angleichung des Versicherungsschutzes
- Zeitnahe Terminvergabe bei kürzeren Wartezeiten im Fall ärztlicher Konsultationen
- Freie Wahl des Arztes
- Optionale Chefarztbehandlung bei einem Krankenhausaufenthalt
- Wahl eines Ein- oder Zweibettzimmers bei stationärer Behandlung
- Recht auf die Behandlung mit alternativen Heilmethoden
- Kostenübernahme bei Sehhilfen
- Hohe Zuzahlungen auch bei teuren Zahnbehandlungen
- Beitragsrückerstattung, sollten Leistungen innerhalb eines abgelaufenen Kalenderjahres nicht beansprucht worden sein
Wie hoch die Vorteile im Einzelnen sind, ist immer abhängig von den gewünschten tariflichen Leistungen. Wird eine niedrigere Versicherungsprämie gewünscht, können bestimmte Leistungen ausgeschlossen werden.
Nachteile der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
- Bei verheirateten Rechtsanwälten besteht für jedes Familienmitglied eine gesonderte Beitragspflicht
- Die Versicherungsprämie wird mit zunehmendem Alter teurer
- Rechnungen für ärztliche Leistungen müssen meist per Vorkasse beglichen werden
- Eventuell ist eine Selbstbeteiligung nötig
- Eine Gesundheitsprüfung ist erforderlich
- Gewisse Vorerkrankungen können zu einem Leistungsausschluss oder zu höheren Beiträgen führen
Im Allgemeinen jedoch ist die Mitgliedschaft in der PKV für junge und gesunde Rechtsanwälte empfehlenswert. Maßgeschneiderte Vertragsgestaltungen ermöglichen individuelle, medizinische Leistungen.
Besonderheiten der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
Im Gegensatz zu Juristen, die in einem Angestelltenverhältnis tätig sind, erhalten selbstständige Rechtsanwälte keine finanzielle Unterstützung bei der Zahlung der Versicherungsprämien. Daher müssen sie auch bei Krankheit die Beiträge zur PKV komplett selbst tragen. Denn wenn sich Rechtsanwälte für eine PKV entschieden haben, so ist dieser Entschluss unwiderruflich soweit das Einkommen und das Arbeitsverhältnis unverändert bleiben. Eine Rückkehr in die GKV ist nur dann möglich, wenn ein selbstständig tätiger Rechtsanwalt ein Angestelltenverhältnis aufnimmt, da dann die Regelungen der Krankenversicherung für Angestellte wirksam werden.
Kosten der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
Die exakten Kosten der Versicherungsprämie für Rechtsanwälte sind immer abhängig von den Leistungen des gewählten Tarifwerkes. Möchten Versicherungswillige den Beitrag reduzieren, so können sie die Leistungen, die sie nicht benötigen, ausschließen oder sich für eine hohe Selbstbeteiligung entscheiden.
Folgende Kriterien sind für die Höhe der Versicherungsprämie maßgeblich:
- Alter
- Gesundheitszustand
- Umfang der gewünschten Leistungen
- Höhe des Selbstbehalts
Erschwingliche Tarife in der privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte
Bei der Tarifgestaltung sind die Ansprüche und Wünsche des Versicherungswilligen ausschlaggebend, da sich die genaue Höhe der Beitragszahlungen
vor allem nach dem Spektrum der gewünschten Leistungen richtet.
Durch den Verzicht auf bestimmte Mehrleistungen können die Kosten der Versicherungsprämie reduziert werden.
Ebenso kann eine
- Erhöhung der Selbstbeteiligung oder
- der Wechsel in den Basistarif
niedrigere Beiträge zur Folge haben.
Private Krankenversicherung für Rechtsanwälte im Vergleich
Entscheidend bei einer Gegenüberstellung sind nicht nur
- die Höhe der Versicherungsprämie sondern vor allem auch
- die Leistungsvielfalt
der einzelnen Anbieter. Daher ist vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung für Rechtsanwälte genau zu prüfen, welche Leistungen im Einzelnen wirklich benötigt werden. Auf diesem Gebiet werden die Ansprüche von den individuellen Bedürfnissen bestimmt. Denn während der eine Versicherungswillige großen Wert auf die Zuzahlung bei Sehhilfen legt, liegt dem anderen die Chefarztbehandlung besonders am Herzen.




