Private Krankenversicherung Neurodermitis

     
    Private Krankenversicherungen basieren anders als gesetzliche Krankenkassen nicht auf dem Solidaritäts-, sondern auf dem Leistungsprinzip. Die Beiträge für einen Versicherten richten sich daher nicht nach seinem Einkommen, sondern danach, wie viele Leistungen er in Anspruch nehmen möchte oder muss. Aus diesem Grund sind private Krankenversicherungen bei Neurodermitis oder anderen chronischen Beschwerden oft vergleichsweise teuer, können aber dennoch von Vorteil sein.


    Private Krankenversicherung Neurodermitis

    Private Krankenversicherung Neurodermitis - Tastatur mit einem Stethoskop Aufgrund des Leistungsprinzips kalkulieren private Krankenversicherungen die Beiträge ihrer Versicherten sehr individuell.

    Das gilt für die Leistungen, die der Versicherte im Bedarfsfall in Anspruch nehmen möchte, genau so wie für bestimmte Risiken. Als Risiken stufen Krankenversicherungen insbesondere chronische Erkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis ein. Möchten Neurodermitis-Betroffene eine private Krankenversicherung abschließen, können die Anbieter mit der chronischen Erkrankung sehr unterschiedlich umgehen:

    • Ablehnung des Antragstellers
    • Erhebung von Risikozuschlägen
    • Abschluss von Leistungen

    Häufig entschließen sich private Krankenversicherungen, Neurodermitis-Patienten vollständig abzulehnen. Das bedeutet, dass die Anbieter die Betroffenen nicht versichern, weil ihnen das Risiko zu groß ist. Allerdings stufen Versicherungsanbieter Risiken häufig unterschiedlich ein. Bewertet eine private Krankenversicherung Neurodermitis als Ablehnungsgrund, muss dies bei einer anderen Versicherung nicht automatisch genauso sein.

    Entschließt sich eine private Krankenversicherung Neurodermitis Patienten aufzunehmen, tut sie dies häufig nur unter bestimmten „Auflagen“. Besonders häufig sind Risikozuschläge. Die Versicherten zahlen in diesem Fall einen Zuschlag wegen der Erkrankung und den damit verbundenen häufigeren Behandlungen und Kosten. Alternativ können private Krankenversicherungen Neurodermitis von ihren Leistungen ausschließen. In diesem Fall würde die Versicherung keinerlei Leistungen übernehmen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung stehen.

    Wer auf eine private Krankenversicherung bei Neurodermitis angewiesen ist, weil er sich zum Beispiel nicht mehr gesetzlich krankenversichern kann, kann einen Antrag auf den Basistarif stellen. Dieser Basistarif ist im Leistungsumfang mit den gesetzlichen Versicherungsleistungen vergleichbar. Risikozuschläge dürfen ebenso wenig erhoben wie Leistungen ausgeschlossen werden.


    Bei privater Krankenversicherung Neurodermitis auf keinen Fall verschweigen

    Um die Risiken neuer Versicherungsnehmer einzustufen und die Beiträge entsprechend ermitteln zu können, lassen Versicherungen die Antragsteller eine Gesundheitsprüfung durchlaufen. Dies geschieht überwiegend in Form von umfangreichen Fragebögen. Diese Bögen sollten in jedem Fall wahrheitsgemäß beantwortet und Vorerkrankungen, insbesondere eine Neurodermitis auf keinen Fall verschwiegen werden.

    Bei unvollständigen oder sogar Falschangaben ist die private Krankenversicherung später zu zum Teil drastischen Gegenmaßnahmen berechtigt.


    Private Krankenversicherung bei Neurodermitis oft sinnvoll

    Private Krankenversicherung Neurodermitis - Patient in einer Beratung Obwohl es schwierig ist, eine private Krankenversicherung bei Neurodermitis abzuschließen, kann sich der damit verbundene Mehraufwand und auch die Mehrkosten lohnen.

    Wer erst einmal eine private Krankenversicherung bei Neurodermitis erfolgreich abgeschlossen hat, kann häufig Leistungen in Anspruch nehmen, die keine gesetzliche Krankenkasse übernimmt.

    So bieten viele private Krankenversicherungen zum Beispiel die Möglichkeit alternative Behandlungsmethoden in den Tarif einzuschließen. Gerade bei Neurodermitis, bei der konventionelle Behandlungsmethoden oft an ihre Grenzen stoßen, können alternative Behandlungsmethoden eine vielversprechende Option darstellen.


    In jedem Fall professionell und unabhängig beraten lassen

    Gerade wer wie im Fall einer Neurodermitis eine private Krankenversicherung nur unter erschwerten Bedingungen abschließen kann, sollte sich in jedem Fall individuell und vor allem unabhängig beraten lassen. Unabhängige Berater wissen am besten, welcher Anbieter Versicherte trotz Neurodermitis aufnimmt und ihnen auch noch gute Leistungen bietet. In jedem Fall sollte eine Beratung individuell erfolgen, um persönliche Bedürfnisse und Wünsche der Versicherungsnehmer berücksichtigen zu können.