Pflegeversicherung

    versicherungscheck24.de – Pflegeversicherung – Glückliches älteres Pärchen schaut über das SofaPflegebedürftig aufgrund von geistiger, körperlicher oder psychischer Beeinträchtigung und damit dauerhaft auf die Hilfe von fremden Menschen angewiesen zu sein, das wünscht sich niemand. Dennoch gibt es in Deutschland gut 2,6 Millionen vor allem alte, pflegebedürftige Menschen, Tendenz steigend. Geschätzt wird die Anzahl im Jahr 2030 bereits auf 3,4 Millionen Pflegebedürftige bundesweit ansteigen. Damit alle Bundesbürger einen Anspruch auf eine pflegerische Grundversorgung haben, gibt es die Pflegeversicherung, die mit finanziellen Mitteln pflegebedürftige Menschen unterstützt. Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung und gehört in Deutschland zu der fünften, gesetzlich vorgeschriebenen Säule der Sozialversicherung.

    Welche Leistungen bietet die gesetzliche Pflegeversicherung, wer darf sie in Anspruch nehmen und wie hoch sind die monatlichen Beiträge der Pflegeversicherung? Worin besteht der Unterschied zwischen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung und lohnt sich der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung?

     


    Die gesetzliche Pflegeversicherung

    Jeder deutsche Bundesbürger, der über die gesetzliche Krankversicherung pflichtversichert, freiwillig versichert oder familienversichert ist, ist automatisch auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung mitversichert. Die soziale Pflegeversicherung wurde am 01. Januar 1995 von der Koalition aus CDU und FDP unter Regierungsleitung von Helmut Kohl verabschiedet. Sie ist damit neben der Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung Bestandteil der deutschen Sozialversicherung und gehört zu einer der fünf deutschen Pflichtversicherungen. Da die Bundesrepublik Deutschland als sozialer Rechtsstaat jedem Bürger in allen wichtigen Lebensbereichen einen angemessenen Schutz garantieren möchte, war auch die Einführung der Pflegeversicherung ein unabdingbarer Schritt: Aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland mit einer kontinuierlich steigenden Lebenserwartung nimmt der Anteil der älteren Bevölkerung immer weiter zu. Zwischen 2013 und 2060 wird sich die Anzahl von Personen, die älter als 80 Jahre alt sind, von fünf auf geschätzt neun Millionen fast verdoppeln.

    Die voraussichtliche Folge ist eine rapide Zunahme der Pflegebedürftigkeit. Denn ab einem Alter von 80 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, bei immerhin 33 Prozent. Da ist es durchaus sinnvoll, sich bereits in jungen Jahren für den Fall der Fälle vorzubereiten und in die Pflegeversicherung einzuzahlen. Aber auch durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit können Menschen zu einem „Pflegefall“ werden und von den Leistungen aus der Pflegeversicherung profitieren.

    Die Pflegeversicherung soll die Betroffenen selbst, aber auch die Angehörigen entlasten. Denn häufig stellt ein Pflegebedürftiger in der Familie nicht nur eine physische und psychische Belastung und meist berufliche Beeinträchtigung dar, sondern häufig auch eine finanzielle Herausforderung. Die Leistung aus der Pflegeversicherung kann dabei für den stationären Aufenthalt in einem Pflegeheim verwendet oder als sogenannte Pflegesachleistung für eine ambulante Betreuung von einem mobilen Pflegedienst in Anspruch genommen werden. Möglich ist es auch, dass der Pflegebedürftige das Geld aus der Pflegeversicherung direkt erhält. Dies ist der Fall, wenn Familienangehörige oder ehrenamtliche Helfer die Betreuung übernehmen. Dieses Pflegegeld soll dann den betreuenden Personen zugute kommen. Im Jahr 2013 wurden immerhin 71 Prozent der Pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden versorgt.

    Ziel der Pflegeversicherung ist es, sowohl die private wie auch ambulante und stationäre Pflege auszubauen, zu fördern und zu unterstützen. Träger der Pflegeversicherung sind die Pflegekassen, die als selbstverwaltende Körperschaften des öffentlichen Rechts unter den gesetzlichen Krankenkassen angesiedelt sind.

     


    Die Beiträge der gesetzlichen Pflegeversicherung

    Der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung ist in Deutschland seit der Pflegereform im Jahr 2008 einheitlich und beträgt 2016 2,35 Prozent vom versicherungspflichtigen Bruttoeinkommen. Befindet sich der Versicherte in einem Angestelltenverhältnis, muss er nur die Hälfte des Beitrags, sprich 1,175 Prozent der Pflegeversicherung zahlen, die andere Hälfte übernimmt der Arbeitgeber. Freiwillig Versicherte, zum Beispiel Selbstständige, zahlen den vollen Prozentsatz genauso wie seit dem 01. April 2004 auch die Rentner. Die Beitragsbemessungsgrenze der Pflegeversicherung liegt bei einem Einkommen beziehungsweise einer Rente von 4.237,50 pro Monat. Wer mehr verdient, muss nicht mehr zahlen. Der maximal zu zahlende Beitrag liegt daher bei 99,58 Euro beziehungsweise bei Angestellten bei 49,79 Euro. Studenten, die in der Pflegeversicherung pflichtversichert sind, zahlen einen Einheitsbetrag von 14,03 Euro pro Monat.

    Wer keine Kinder hat, mindestens 23 Jahre alt ist und nach dem 31.12.1939 geboren wurde, bei dem erhöht sich der monatliche Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,25 Prozent. Dementsprechend steigt auch der Höchstbeitrag pro Monat um bis zu 10,59 Euro. Der Arbeitgeber muss diese Erhöhung jedoch nicht mittragen. Eine Ausnahme bei der Beitragshöhe der Pflegeversicherung bildet das Bundesland Sachsen. Hier liegt der Prozentsatz bei 1,675 Prozent. Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber jedoch nicht die Hälfte, sondern nur den prozentualen Anteil von 0,675 Prozent.

     


    Kriterien zur Einstufung für Leistungsbezug in der gesetzlichen Pflegeversicherung

    Genauso wie die Beitragshöhe sind auch die Leistungen in der Pflegeversicherung gesetzlich einheitlich geregelt und richten sich zum einen nach der Pflegestufe und zum anderem nach der Art und dem Umfang der Betreuung. Für die Ermittlung des Hilfebedürftigkeitsgrads sind in der Pflegeversicherung vier Pflegestufen festgelegt. Die Einstufung über die jeweilige Pflegebedürftigkeit übernimmt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK. Generell gilt: Je höher die Einstufung, desto mehr Pflegegeld erhält die Person. Die Pflegestufen gliedern sich wie folgt:

    • Pflegestufe 0: Person ist erheblich in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt
    • Pflegestufe 1: Person ist erheblich pflegebedürftig
    • Pflegestufe 2: Person ist schwer pflegebedürftig
    • Pflegestufe 3: Person ist schwerst pflegebedürftig
    • Härtefall: Person ist in Pflegestufe 3 und hat einen einen außergewöhnlich hohen Pflegeaufwand, zum Beispiel durch schwere Erkrankung

    Zur Ermittlung der monatlichen Leistungen wird in der Pflegeversicherung zudem danach unterschieden, welche betreuende, finanzielle Hilfe der Betroffene in Anspruch nimmt. Folgende Möglichkeiten gibt es:

    • Pflegegeld: für Angehörige oder Ehrenamtliche, die den Pflegebedürftigen zuhause betreuen
    • Pflegesachleistungen: für die Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst
    • Vollstationäre Pflege: für die dauerhafte Unterbringung in einem Pflegeheim

    Pflegegeld und Pflegesachleistung können kombiniert werden. Weiterhin zahlt die Pflegeversicherung für folgende Pflegeoptionen:

    • Pflege bei Verhinderung der jeweiligen Pflegeperson (zum Beispiel durch Krankheit oder Urlaub)
    • Kurzzeitpflege in einer stationären Einrichtung bis zu acht Wochen im Jahr
    • teilstationäre Tages- und Nachtpflege
    • Pflege in ambulant betreuten Wohngruppen

    versicherungscheck24.de – Pflegeversicherung – Pflegerin hält Hand von Seniorin im RollstuhlZusätzlich erhält jeder Pflegebedürftige unabhängig von der Pflegestufe pauschal einen Betrag von 40 Euro monatlich für Pflegehilfsmittel. Diese Sachmittel oder auch technischen Geräte sollen darin unterstützen, dass die häusliche aber auch stationäre Pflege erleichtert wird und/oder der Pflegebedürftige seinen Alltag selbstständig(er) meistern kann. Die Pflegeversicherung bezuschusst weiterhin mögliche Umbaumaßnahmen im häuslichen Umfeld bis zu einem Betrag von 4.000 Euro je erfolgter Maßnahme für alle vier Pflegestufen. Wird der Pflegebedürftige von einem Angehörigen betreut, der für seine Tätigkeit kein Geld erhält, so zahlt die Pflegeversicherung die jeweiligen Rentenversicherungsbeiträge für die Pflegeperson. Die Kosten für Rollstühle und Gehhilfen, die ein Arzt verordnet hat, werden übrigens von den Krankenkassen übernommen.

    Weitere Themen zur Pflegeversicherung finden Sie hier.

     


    Die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in Zahlen

    Ab 2015 gelten folgende, pauschale Leistungen in der Pflegeversicherung. Ist die Person in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt, zum Beispiel in Form von Demenz, erhält sie für die Pflegestufen 1 und 2 sowohl beim Pflegegeld für häusliche Pflege als auch bei den Pflegesachleistungen von der Pflegeversicherung Zuschläge.

    • Pflegegeld für häusliche Pflege:
      • Pflegestufe 0: 123 Euro
      • Pflegestufe 1: 244 Euro (plus 72 Euro Zuschlag bei Demenz)
      • Pflegestufe 2: 458 Euro (plus 87 Euro Zuschlag bei Demenz)
      • Pflegestufe 3: 728 Euro
    • Pflegesachleistungen:
      • Pflegestufe 0: 231 Euro
      • Pflegestufe 1: 468 Euro (plus 221 Euro Zuschlag bei Demenz)
      • Pflegestufe 2: 1.144 Euro (plus 144 Euro Zuschlag bei Demenz)
      • Pflegestufe 3: 1.612 Euro
      • Härtefall: 1.995 Euro
    • Vollstationäre Pflege:
      • Pflegestufe 0: 0 Euro
      • Pflegestufe 1: 1.064 Euro
      • Pflegestufe 2: 1.330 Euro
      • Pflegestufe 3: 1.612 Euro
      • Härtefall: 1.995 Euro

     


    Antrag auf Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung

    Bevor Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden können, muss bei der Pflegegeldkasse über die jeweilige Krankenkasse ein schriftlicher Antrag gestellt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Pflegebedürftige dauerhaft, wenigstens aber für sechs Monate, soweit beeinträchtigt ist, dass er im täglichen Leben teilweise oder komplett auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen ist. Der Antrag muss von der betroffenen Person selbst ausgefüllt werden. Sollte diese dazu nicht mehr in der Lage sein, bedarf es eines Bevollmächtigten. Für die persönliche Einstufung der Pflegestufe ist es sinnvoll, Rat und Attest von einem Arzt oder dem ambulanten Pflegedienst einzuholen.

    Wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen eine Pflegestufe anerkannt, erfolgt die Auszahlung der Pflegeversicherung ab dem Datum der Antragsstellung und somit auch im Nachhinein. Lag bereits vor dem Datum des Antrags eine Pflegebedürftigkeit vor, übernimmt die Pflegeversicherung die bereits entstandenen Kosten dafür nicht. Es lohnt sich daher, den Antrag für die Pflegeversicherung möglichst frühzeitig zu stellen.

     


    Änderungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung ab 2017

    Gemäß des 2016 vom Bundeskabinett verabschiedeten Pflegestärkungsgesetzes 2 (PSG II) wird es ab dem 1. Januar 2017 Änderungen in der Pflegeversicherung geben. Hierbei soll vor allem der Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert werden. Die wichtigsten Änderungen im Überblick sind:

    • Umstellung der drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade für eine individuellere Einstufung
    • neues Begutachtungsverfahren zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit
    • keine gesonderte Einstufung für Demenzkranke (ist in den fünf Pflegegraden bereits enthalten)
    • einfache Übergangsregelungen von Pflegestufe auf Pflegegrad

     


    Die Alternative: Die private Pflegeversicherung

    Wer nicht gesetzlich, sondern privat krankenversichert ist, steht in der gesetzlichen Verpflichtung, über seine private Krankenkasse eine Pflegeversicherung abzuschließen. Die Beiträge für die Pflegeversicherung werden dabei nicht nach einem festen Satz berechnet, sondern individuell nach dem sogenannten Anwartschaftsdeckungsverfahren, sprich dem jeweiligen Risiko pflegebedürftig zu werden. Folgende Kriterien sind dafür maßgeblich:

    • das Alter des Versicherten bei Vertragsabschluss
    • das Geschlecht des Versicherten
    • der Gesundheitszustand

    Wer einen Vertrag zur privaten Pflegeversicherung bereits im jungen Alter abschließt, kann daher mit wesentlich günstigeren Beiträgen rechnen, als bei einem Abschluss kurz vor dem Rentenalter. Auch bei der privaten Pflegeversicherung übernimmt der Arbeitgeber bei Angestellten die Hälfte des Beitrags. Wer bereits seit Einführung der sozialen Pflegeversicherung privat abgesichert ist, der zahlt den monatlichen Höchstbeitrag der gesetzlichen Pflegeversicherung von maximal 99,58 Euro. Bei einem späteren Eintritt in die private Pflegeversicherung ist die Beitragshöhe zumindest für die Dauer von fünf Jahren nicht gedeckelt.

     


    Leistungen der privaten Pflegeversicherung

    Jede private Krankenversicherung und damit auch jede private Pflegeversicherung sind seit der Gesundheitsreform 2009 dazu verpflichtet einen Basistarif anzubieten. Die Leistungen dieses Tarifs entsprechen exakt denen der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Weder Leistungsausschlüsse noch mögliche Risikozuschläge dürfen in diesem Basistarif enthalten sein. Das Versicherungsunternehmen ist darüber hinaus dazu verpflichtet, jeden Antragsteller auch in den Basistarif der privaten Krankenversicherung und damit der privaten Pflegeversicherung aufzunehmen.

    Die Leistungen der gesetzlichen wie auch der privaten Pflegeversicherung stellen eine Grundversorgung im Falle von Pflegebedürftigkeit dar. In vielen Fällen liegen die tatsächlich entstehenden Kosten jedoch weit über den Leistungen, die die Pflegeversicherung zahlt. Eine Pflegezusatzversicherung kann Abhilfe schaffen, damit die zusätzlichen Pflegekosten nicht aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Jede gesetzliche wie private Pflegeversicherung lässt sich dabei um eine private Pflegezusatzversicherung erweitern. Auch hierbei gilt: Je früher diese abgeschlossen wird, desto günstiger fallen die jeweiligen Beiträge aus.

    Eine Pflegezusatzversicherung gibt es in verschiedenen Varianten:

    • Pflegetagegeldversicherung: Unabhängig von der Pflegestufe und den Pflegeleistungen wird im Falle von Pflegebedürftigkeit ein vorher festgelegter Betrag pro Tag gezahlt.
    • Pflegekosten-Zusatzversicherung: Ein Teil der Pflegekosten, die im Leistungsumfang der Pflegeversicherung enthalten sein müssen und nicht komplett von dieser gedeckt werden, wird von dieser Zusatzversicherung übernommen.
    • Pflegerentenversicherung: Dem Pflegebedürftigen wird eine monatliche Rente gezahlt.

     


    Staatliche Förderung der Pflegeversicherung

    Die häufigste Zusatzversicherung zur Pflegeversicherung ist die Pflegetagegeldversicherung. Diese kann seit 2013 mit der staatlichen Förderung, dem sogenannten „Pflege-Bahr“ oder auch „Pflege-Riester“ genannt, abgeschlossen werden. Diese Zulage, die monatlich fünf Euro beträgt, ist nach dem ehemaligen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr benannt. Abschließen kann den Pflege-Bahr jeder, der

    • eine gesetzliche oder private Kranken- und Pflegeversicherung besitzt
    • volljährig ist
    • monatlich mindestens zehn Euro in den Pflege-Bahr einzahlt
    • bislang weder pflegebedürftig war noch ist

    Die Aufnahme in diese staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung erfolgt unabhängig vom Gesundheitszustand und Alter des Versicherten. Es dürfen weder Risikozuschläge noch Leistungsausschlüsse vereinbart werden. Wer die Leistungen im Pflegefall in Anspruch nimmt, erhält diese zeitlich unbegrenzt und steuerfrei. Der Antrag ist bei der jeweiligen Kranken- beziehungsweise Pflegekasse zu stellen. Zu beachten ist jedoch, dass die staatliche Förderung ausschließlich in Verbindung mit den jeweiligen Pflege-Bahr-Tarifen erfolgt. Ob sich diese im Vergleich zu einer privaten Pflegezusatzversicherung ohne Förderung lohnen, ist im individuellen Fall zu prüfen.

     


    Pflegezusatzversicherung ohne Förderung

    versicherungscheck24.de – Pflegeversicherung – Senioren bei Finanzberatung schauen sich Vertrag anWer sich im Rahmen der Pflegeversicherung für eine Pflegezusatzversicherung ohne Förderung entscheidet, kann in der Regel davon ausgehen, dass er abhängig vom eingezahlten Beitrag höhere Leistungen bezieht als bei den staatlichen Pflege-Bahr-Tarifen. Häufig werden bei den Pflegezusatzversicherungen jedoch detaillierte Angaben zum Gesundheitszustand verlangt, bei einigen Anbietern sogar ein Gesundheitstest. Während beim Pflege-Bahr die Wartezeit generell fünf Jahre beträgt, kann diese bei der nichtgeförderten Pflegezusatzversicherung auch kürzer ausfallen. Im Falle eines Unfalls mit Pflegebedürftigkeit als Folge entfällt die Wartezeit komplett.